Magdeburger Börde

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Topografie und Nachbarschaften der Magdeburger Börde

Die Magdeburger Börde bildet die zentrale Landschaft des Landes Sachsen-Anhalt und ist Teil der Planungsregion Elbe-Börde-Heide um die namensgebende Landeshauptstadt Magdeburg. Sie zeichnet sich durch sehr fruchtbare Böden aus.

Abgrenzung[Bearbeiten]

Die Grenzen der Magdeburger Börde sind weitgehend fließend. Lediglich im Westen trennt die Landesgrenze zu Niedersachsen die Magdeburger Börde von der Hildesheimer Börde. Im Nordwesten grenzt der Naturpark Drömling bei Oebisfelde und Calvörde an. Nach Norden geht die Börde in die ebenfalls zu Sachsen-Anhalt gehörende Altmark über. Die Grenze wird meistens mit dem Verlauf des Flusses Ohre oder der Colbitz-Letzlinger Heide angegeben. Allerdings gehört der südlich der Ohre gelegene Flechtinger Höhenzug nur bedingt zur Magdeburger Börde. Die östliche Grenze wird meistens mit der Elbe gezogen; jedoch zählen sich einige Dörfer östlich von Magdeburg auch noch der Börde zugehörig. Im Südosten geht die Börde in die Flusslandschaft des Biosphärenreservates Mittlere Elbe über. Auch der Übergang in das südöstlich gelegene Mansfelder Land ist nicht markant ausgeprägt. Im Süden befindet sich der Harz, wobei das unmittelbare Harzvorland zum Teil auch aus der Börde ausgegliedert wird.

Durch die Magdeburger Börde fließen die Flüsse Bode, Aller und Saale.

Allgemeines[Bearbeiten]

Tracht der Magdeburger Börde auf einer DDR-Briefmarke von 1966

Die waldarme Landschaft ist flach-gewellt und besteht meistens aus unverfestigtem Moränenmaterial der Saaleeiszeit. Vereinzelt tritt auch älteres Festgestein zu Tage. Großflächig überlagert eine aufgewehte Lössdecke die älteren Fest- und Lockergesteine. Sie besitzt fruchtbare Böden (teilweise Schwarzerde), auf denen vor allem Zuckerrüben- und Weizenanbau betrieben wird. 1934 erhielt der Boden in der damaligen Gemeinde Eickendorf (heute Bördeland) die Bodenwertzahl 100, war somit der fruchtbarste Boden Deutschlands und galt bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 als Vergleichsbasis für Deutschlands Böden.

Die Magdeburger Börde liegt im Regenschatten des Harzes und ist daher eine der trockensten Gegenden Deutschlands, allerdings nicht die wärmste oder sonnenreichste. Höchste Erhebung der Magdeburger Börde ist mit 145,7 m der Große Wartberg bei Niederndodeleben.

In der Magdeburger Börde wird oft noch Bördeplatt gesprochen.

Verkehrsverbindungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Magdeburger Börde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

52.17222222222211.438888888889Koordinaten: 52° 10′ 20″ N, 11° 26′ 20″ O