Eckart Otto

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Eckart Otto (* 19. August 1944 in Hamburg-Blankenese) ist Professor emeritus für Altes Testament an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München und Ehrenprofessor der Universität Pretoria.

Werdegang[Bearbeiten]

Otto wurde 1973 mit einer Arbeit über das Mazzotfest vom Fachbereich Theologie der Universität Hamburg zum Doktor der Theologie promoviert. 1975 wurde er als Wissenschaftlicher Assistent habilitiert und zum Privatdozenten ernannt. 1974 bis 1986 nahm er an Ausgrabungen im Libanon und in Syrien teil. 1978 bis 1979 war Otto stellvertretender Direktor des Deutschen Evangelischen Instituts für Altertumswissenschaften des Heiligen Landes in Jerusalem. 1979 bis 1996 war er Professor für Altes Testament und Biblische Archäologie in Hamburg (1979–1985), Osnabrück (1986–1991) und Mainz (1991–1996), seit 1996 Ordinarius für Altes Testament an der Universität München und seit 2001 Honorary Professor an der Universität Pretoria (Südafrika), die ihm 2007 den Ehrendoktor für seine Verdienste in der Forschung verlieh. Bereits 1996 wurde er zum korrespondierenden Mitglied der Joachim Jungius-Gesellschaft der Wissenschaften in Hamburg und 2002 zum Ehrenmitglied der Old Testament Society of Southern Africa gewählt. 2009 wurde er zum Mitglied der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt gewählt. 2009 wurde er als Dekan der Fakultät emeritiert. Seitdem lehrt er als lehrbeauftragter Professor an der Hochschule für Philosophie in München und als Honorary Professor an der Universität Pretoria. 2014 hielt er die lectio magistralis des Wintersemesters am Päpstlichen Bibelinstitut in Rom.

2009 erschien zu seinen Ehren eine Festschrift unter dem Titel Gerechtigkeit und Recht zu üben (Gen 18,19). Studien zur altorientalischen und biblischen Rechtsgeschichte, zur Religionsgeschichte Israels und zur Religionssoziologie, an der Theologen , Altorientalisten, Juristen und Soziologen mitgewirkt haben.

Zu seinen ehemaligen Schülern zählen die Professoren Reinhard Achenbach (Universität Münster), Martin Arneth (Universität München), und als Stipendiaten der Alexander von Humboldt-Stiftung die Professoren Michael Weigl (Wien), Simone Paganini (Aachen), Dominik Markl (Rom) und Bruce Wells (Philadelphia).

Werke und Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Otto ist Autor zahlreicher Bücher und Aufsätze zur Exegese des Alten Testaments, Archäologie, altorientalischen und biblischen Rechtsgeschichte sowie zur Religionssoziologie und über Max Weber. Seine Werke sind ins Englische, Spanische, Italienische, Portugiesische und Japanische übersetzt. Er verfasst in der Reihe Herders Theologischer Kommentar zum Alten Testament eine mehrbändige Auslegung des Buches Deuteronomium, deren erste zwei Bände 2012 erschienen sind.

Außerdem ist Otto Herausgeber und Mitherausgeber von Buchreihen und Zeitschriften in Europa und Südafrika, insbesondere zur antiken Rechtsgeschichte. 1995 gründete er die Zeitschrift für Altorientalische und Biblische Rechtsgeschichte (ZAR). Er ist Herausgeber von Max Weber, „Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen. Das antike Judentum“ als Band I/21.1–2 der Max-Weber-Gesamtausgabe.

Weblinks[Bearbeiten]