Edmundoa

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Edmundoa
Edmundoa lindenii var. rosea, Habitus und Blütenstand.

Edmundoa lindenii var. rosea, Habitus und Blütenstand.

Systematik
Monokotyledonen
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Bromeliengewächse (Bromeliaceae)
Unterfamilie: Bromelioideae
Gattung: Edmundoa
Wissenschaftlicher Name
Edmundoa
Leme

Edmundoa ist eine Pflanzengattung aus der Unterfamilie Bromelioideae innerhalb der Familie der Bromeliengewächse (Bromeliaceae). Die nur drei Arten gedeihen in den Regenwaldgebieten Brasiliens.

Beschreibung[Bearbeiten]

Habitus, Laubblätter und Blütenstand von Edmundoa lindenii var. lindenii

Die Edmundoa-Arten sind epiphytisch lebende, immergrüne, ausdauernde krautige Pflanzen. Sie sehen Neoregelia- und Nidularium-Arten ähnlich. Derbe Laubblätter sitzen an einer gestauchten Sprossachse und bilden Trichter, in denen Wasser gesammelt wird. Die einfachen, parallelnervigen Laubblätter sind leicht bewehrt.

Die Blütenstände haben oft stark gestauchte Sprossachsen. Meist haben sie dekorativ gefärbte Hochblätter. Die pentazyklischen (fünf Blütenblattkreise), zwittrigen, radiärsymmetrischen Blüten sind dreizählig. Der Fruchtknoten ist unterständig.

Blütenformel: \star \; K_3 \; C_3 \; A_{3+3}  \; G_{\overline{(3)}}

Die Früchte sind Beeren.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Edmundoa wurde von Elton M. C. Leme 1997 aufgestellt. Vorher waren die drei Arten in der Gattung Canistrum E.Morren eingeordnet. Der botanische Gattungsname Edmundoa ehrt den brasilianischen Botaniker Edmundo Pereira (1914–1986).[1]

Die Edmundoa-Arten gedeihen in den Regenwaldgebieten Brasiliens.

Es gibt nur drei Edmundoa-Arten:[2][3]

  • Edmundoa ambigua (Wanderley & Leme) Leme: Sie gedeiht epiphytisch nur im brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro.[2]
  • Edmundoa lindenii (Regel) Leme: Es gibt zwei Varietäten:
    • Edmundoa lindenii (Regel) Leme var. lindenii: Sie gedeiht terrestrisch, an Felsen, oder epiphytisch im unteren Bereich von Baumstämmen in Höhenlagen von etwa 400 Metern in Brasilien.[2]
    • Edmundoa lindenii var. rosea (E.Morren) Leme (Syn.: Canistrum roseum E.Morren, Canistrum fuscum (Baker) E. Morren ex Mez, Canistrum bellarosa F.J.Müll. ex Ule, Canistrum binotii Mez, Canistrum lindenii var. roseum (E.Morren) L.B.Sm.): Sie ist in den brasilianischen Bundesstaaten Rio de Janeiro, Santa Catarina, Paraná sowie Rio Grande do Sul verbreitet.
  • Edmundoa perplexa (L.B.Sm.) Leme: Sie gedeiht epiphytisch nur im brasilianischen Bundesstaat São Paulo.[2]

Literatur[Bearbeiten]

  • Elton M. C. Leme: Edmundoa, In: Canistrum - Bromeliads of the Atlantic Forest. S. 42, Salamandra Consultoria Editorial Ltda, 1997.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jason R. Grant: An Annoted Catalogue of the Generic Names of the Bromeliaceae, In: The Marie Selby Botanical Gardens, 1998. (Herkunft der Gattungsnamen in der Familie der Bromeliaceae in englischer Sprache)
  2. a b c d In „Species Index“ auf Edmundoa klicken bei Eric J. Gouda, Derek Butcher, Kees Gouda: Encyclopaedia of Bromeliads, Version 3.1 (2012). zuletzt eingesehen am 6. Dezember 2014
  3. Harry E. Luther: An Alphabetical List of Bromeliad Binomials, 2008 in The Marie Selby Botanical Gardens, Sarasota, Florida, USA. Veröffentlicht durch The Bromeliad Society International.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Edmundoa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Edmundoa im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.
  • Datenblatt.
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