Eduardo López de Romaña

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Eduardo López de Romaña Alvizuri (* 19. März 1847 in Arequipa; † 26. Mai 1912 in Yura) war ein peruanischer Politiker und von 1899 bis 1903 peruanischer Präsident.

Leben[Bearbeiten]

López de Romaña wurde in Arequipa als Sohn einer regionalen Aristokratenfamilie geboren. Er studierte in Europa und arbeitete dort als Ingenieur. Nach seiner Rückkehr nach Peru im Jahre 1874 arbeitete er im Landwirtschafts- und Ingenieurswesen. Er versuchte sich ohne Erfolg an der Planung einer Eisenbahnstrecke durch den Amazonas-Urwald.

López de Romaña gehörte dem Partido Civil an; er gelangte an der Spitze einer Allianz aus Partido Civil und Partido Demócrata ins Präsidentenamt. Ursprünglich war die Kandidatur seinem Bruder Alejandro angetragen worden, der jedoch zu Gunsten Eduardos verzichtete. Die Wahlen von 1899 gewann er mit 97 % der Stimmen. Zu seinen abgeschlagenen Gegenkandidaten gehörten Manuel Candamo und Guillermo Billinghurst.

Zu dieser Zeit war Carlos de Piérola, der Bruder des Führers der Demokraten, Vorsitzender der Abgeordnetenkammer, während der Civilista-Führer Manuel Candamo dem Senat vorstand.

Präsidentschaft[Bearbeiten]

Die demokratische Partei wurde jedoch bald zur führenden Oppositionskraft. López de Romaña bildete sein Kabinett fast ausschließlich aus Civilista-Mitgliedern, was die Demokraten verärgerte und zu anhaltendem Streit im Parlament führte.

Unter López de Romaña wurde die Entwicklung der peruanischen Landwirtschaft sowie der Bergbau- und weiterer Industrien vorangetrieben. Gesetze über den Bergbau, den Handel und die Gewässer wurden erlassen. Die "Nueva Compañia" wurde gegründet, welcher die Einziehung der staatlichen Steuern oblag. 1901 wurde die nationale Landwirtschaftliche Universität von La Molina als gemeinschaftliche Einrichtung der Regierung und einer belgischen Missionsgesellschaft geschaffen.

Anhänger der früheren Präsidenten Andrés Avelino Cáceres verübten mehrere Putschversuche, doch gelang es López de Romaña, sich bis zum Ende der regulären Periode 1903 im Amt zu halten.

Der Begriff der "Aristokratischen Republik" wurde in seiner Amtszeit geprägt und bezog sich auf die Periode, in welcher der Partido Civil die peruanische Politik dominierte; diese Ära dauerte bis zum Ende der zweiten Amtszeit von Augusto B. Leguía.

López de Romaña starb 1912 in Lima.

Weblinks[Bearbeiten]