Edvard Kardelj

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Edvard Kardelj (* 27. Januar 1910 in Ljubljana; † 10. Februar 1979 ebenda) war ein jugoslawischer Politiker.

Kardelj arbeitete zuerst als Lehrer und trat in den 1930er Jahren in die Kommunistische Partei Jugoslawiens ein. 1940 wurde er Politbüromitglied und ging während des Krieges in den Untergrund. Im April 1941 war Kardelj Mitbegründer der Antiimperialistischen Front, der Widerstandsbewegung der Slowenen gegen die deutschen, italienischen und ungarischen Besatzer. Kardelj sorgte mit dafür, dass die slowenische Befreiungsfront im Sommer desselben Jahres ein Bündnis mit Titos Partisanenbewegung einging. Er wurde Mitglied von Titos Interimsregierung und hatte die Stellung eines Vize-Premierministers inne.

Als einer der führenden Köpfe war es unter anderem sein Verdienst, dass sich Jugoslawien 1945 von der UdSSR lösen und eine eigene politische Linie entwickeln konnte. Von 1948 bis 1953 war er jugoslawischer Außenminister und bekleidete weitere hohe Positionen in der Politik, z. B. war er von 1963 bis 1967 Parlamentspräsident.

Lange Zeit wurde Edvard Kardelj vor allem im westlichen Ausland als wahrscheinlicher Nachfolger Titos gehandelt. Sein vorzeitiger Tod ein Jahr vor Titos Ableben beendete solche Spekulationen.

1950–1954 und 1980–1990 hieß die kroatische Hafenstadt Ploče ihm zu Ehren Kardeljevo.

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