Edward Upward

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Edward Upward (* 9. September 1903 in Repton, Derbyshire; † 13. Februar 2009 in Pontefract, West Yorkshire) war ein britischer Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten]

Upward besuchte die Schule in Repton, wo er Christopher Isherwood kennenlernte. Während des Studiums am Corpus Christi College der Universität Cambridge erhielt er 1924 die Chancellor’s Medal for English Verse. Mit seinen Mitstudenten Isherwood, W. H. Auden und Stephen Spender bildete er einen literarischen Zirkel. Nach dem Studienabschluss arbeitete Upward als Lehrer, seit 1932 an der unabhängigen Alleyn’s School in London. In diesem Jahr schloss er sich auch als Anhänger der Sozialistischen Internationale der Kommunistischen Partei Großbritanniens an, verließ sie aber 1948 wieder, als er ihre revolutionären Ideale verraten sah.

1938 veröffentlichte Upward seinen ersten Roman Journey to the Border, in dem er in poetischer Prosa die Auflehnung eines Privatlehrers gegen seinen Arbeitgeber und die Welt der 30er Jahre schildert. Die Hauptperson gelangt zu der Erkenntnis, dass nur ihr Anschluss an die Arbeiterbewegung das Dilemma lösen kann. 1994 veröffentlichte Upward eine überarbeitete Fassung des Romans, die 2005 ins Deutsche übersetzt wurde (Reise an die Grenze, übersetzt von Karin Rausch, Frankfurt am Main: Suhrkamp 2005, ISBN 3-518-22390-9).

In den 60er und 70er Jahren veröffentlichte Upward die autobiografisch angehauchte Roman-Trilogie The Spiral Ascent. 1961 war er in den Ruhestand getreten und nach Sandown auf der Isle of Wight gezogen. Er engagierte sich gegen das nukleare Wettrüsten. Im Alter schrieb er zahlreiche Kurzgeschichten.

2005 erhielt Upward die Benson Medal der Royal Society of Literature.

Weblinks[Bearbeiten]