Edwin Thompson Jaynes

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Edwin Thompson Jaynes, ca. 1960

Edwin Thompson Jaynes (* 5. Juli 1922 in Waterloo, Iowa; † 30. April 1998) war ein US-amerikanischer Physiker. Er war Professor für Physik an der Washington University in St. Louis, Missouri, USA.

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Leben und Wirken [Bearbeiten]

1950 wurde er mit einer Arbeit über Ferroelektrizität bei Eugene Wigner an der Princeton University zum Ph.D. promoviert.

Von ihm gibt es eine Vielzahl an Veröffentlichungen zur Bayesschen Statistik und zur Wahrscheinlichkeit. Er führte die Maximum-Entropie-Methode (MEM) in die Physik ein, weswegen sie auch als das Jaynes-Prinzip bezeichnet wird,[1] als dessen Begründer er gilt. Sein spezielles Interesse galt der wahrscheinlichkeitstheoretischen Erweiterung der Logik des Aristoteles.

Jaynes erweiterte die Methoden der Bayesschen Inferenz, wobei er selbst meinte, dass sich diese Erweiterungen schon aus den Arbeiten von Josiah Willard Gibbs ergäben.

1963 entwickelte Jaynes zusammen mit Fred Cummings ein Modell, mit dem die Wechselwirkung eines Atoms mit einem Lichtfeld rein quantenmechanisch beschrieben werden kann. Dieses Modell hat als Jaynes-Cummings-Modell in der Quantenoptik große Bedeutung erlangt.

Sein letztes Buch Probability Theory: The Logic of Science wurde im Jahr 2003 postum basierend auf einem unvollendeten Entwurf veröffentlicht. In ihm trug er aktuelle Erkenntnisse zur Bayesschen Wahrscheinlichkeit und zur statistischen Inferenz zusammen und verglich sie mit anderen Methoden.

Veröffentlichungen [Bearbeiten]

Quellen [Bearbeiten]

  1. Günter Vojta, Matthias Vojta: Prinzip der maximalen Entropie (Kapitel 7.1.2). In: Dies.: Taschenbuch der statistischen Physik. Teubner Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-519-00227-2.

Weblinks [Bearbeiten]