Eigentlich ist das Leben schön

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Eigentlich ist das Leben schön (englisch It’s a good life, if you don’t weaken) von Seth ist ein Mitte der 1990er Jahre als Graphic Novel entstandener Comic, den er als Sechsteiler für seine Heftreihe Palookaville zeichnete.

Handlung[Bearbeiten]

Der Comic- Zeichner Seth (der Autor zeichnet sich selbst) befindet sich in einer Art Lebenskrise. Er fühlt sich selbst als aus der Zeit gefallen und kann sich mit dem einer ständigen Veränderung unterworfenen Leben nicht anfreunden. Seth hat lediglich einen guten Freund, der auch im Comic- Milieu tätig ist, seine Beziehungen zu Frauen sind stets zum Scheitern verurteilt, seine Familie bietet ihn nur als Symbol einer sicheren Vergangenheit Halt.

Eines Tages stößt Seth in einer alten Ausgabe des Magazins The New Yorker auf einen Cartoon eines Zeichners namens „Kalo“. Ihn beginnt dieser ihm bis dahin Unbekannte zu interessieren und so versucht er mehr über ihn zu erfahren. Im Laufe der nächsten Jahre trägt er insgesamt elf Zeichnungen zusammen, die in renommierten Blättern wie „Collier’s“, Esquire oder „The Saturday Evening Post“, aber auch in unbekannten Blättern erschienen. Seth findet den tatsächlichen Namen „Kalos“ heraus und dass er, wie Seth selber, Kanadier war. Später ging er wieder in seine Heimat zurück und wurde Geschäftsmann.

Das Buch endet damit, dass der Ich-Erzähler zwei Jahre nach Beginn seiner Suche die Tochter, die Mutter und den besten Freund des Gesuchten trifft und erstmals einen Eindruck des Menschen Jack Kalloway bekommt.

Konzeption[Bearbeiten]

Nach der Geschichte werden elf Zeichnungen von „Kalo“ abgedruckt. Allerdings ist Jack Kalloway eine fiktive Person und die Zeichnungen stammen von Seth. Der Kern von „Eigentlich ist das Leben schön“ sind die atmosphärischen Schilderungen des Lebens eines Menschen, der sein Leben im Wesentlichen für sich alleine lebt und für den die Suche nach dem verschollenen Kollegen letztlich eine Suche nach sich selbst wird. Über ganze Zeiten hinweg verzichtet Seth auf Text, streut dagegen ausführliche Betrachtungen über das Leben und Comics ein, die seine Wahrnehmung der Realität bestimmen, zum Beispiel Die Peanuts oder Tim und Struppi.

Der Comic erhält auf diese Weise einen kontemplativen und melancholischen Charakter, der die Atmosphäre des Mediums einerseits verdichtet und gleichzeitig seine Faszination jenseits einer auf Action zielenden Handlung erfahrbar macht.

Bewertungen[Bearbeiten]

Dieser „Comic über den Comic“ wurde von der Redaktion des „COMIC JOURNAL“ zu einem der besten „100 Comics des Jahrhunderts“ gewählt, ebenso von der Redaktion der „Comic Speedline“.

Andreas C. Knigge nannte ihn einen seiner liebsten Geschichten.

Wissenswertes[Bearbeiten]

Das Artwork des Albums „Lost In Space“ von Aimee Mann wurde von Seth gestaltet und beinhaltet Auszüge aus „Eigentlich ist das Leben schön“. Aimee Manns Musik, ihre Geschichten und die Grundstimmung des Albums passen zum o.g. melancholischen Stil des Comics.