Esquire

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Dieser Artikel behandelt das Männermagazin. Zu dem gleichnamigen britischen Adelstitel siehe Esquire (Titel), zu der E-Gitarre der Firma Fender siehe auch Fender Telecaster.

Esquire [ˈɛskwaɪɹ, ɪˈskwaɪɹ] ist ein Männermagazin, das von der Hearst Corporation herausgegeben wird und 1933 erstmals in den USA veröffentlicht wurde. Internationales Renommee erlangte es durch seine Beiträge von Schriftstellern wie Ernest Hemingway und F. Scott Fitzgerald.

Geschichte[Bearbeiten]

Von Anfang an veröffentlichte das Magazin Pin-ups, unter anderem von renommierten Zeichnern wie George Petty, Alberto Vargas und Al Moore. In der Septemberausgabe 1951 erschien ein Foto von Marilyn Monroe als Centerfold -- zwei Jahre, bevor sie in der Erstausgabe des Playboy im Dezember 1953 das Centerfold-Mädchen war. In den 1960er Jahren veröffentlichten wiederum Schriftsteller wie John Sack, Tom Wolfe, Norman Mailer und Gay Talese Beiträge im Esquire, das damit am Trend des sogenannten „neuen Journalismus“ teilnahm. 2007 suchte Esquire erstmals den „Accessoire-Träger des Jahres“ und verlieh u. a. einen Sonderpreis an Papst Benedikt XVI. für seine roten Lederschuhe. Im September 2008 brachte das Magazin 100.000 Exemplare mit einem Titelblatt aus elektronischem Papier der Firma E-Ink heraus.[1]

Hugh Hefner arbeitete ab 1951 als Werbetexter für Esquire bevor er 1953 sein eigenes Magazin Playboy gründete. Hefner übernahm viele Ideen von seinem ehemaligen Arbeitgeber, insbesondere die Mischung aus gut geschriebenen fiktionalen und journalistischen Geschichten, Lifestyle-Beiträgen welche Anzeigenkunden ein ideales Werbeumfeld bereiten, und natürlich Abbildungen von hübschen Mädchen, wobei das centerfold-Mädchen bei Esquire als The Esquire Girl und beim Playboy als Playmate of the Month (in der Erstausgabe noch Sweetheart of the Month) bezeichnet wurde. Wesentlicher Unterschied zu Esquire war dabei, dass die Mädchen im Playboy auch unbekleidet fotografiert wurden.

Das Esquire gilt bis heute als schärfster Konkurrent des Männermagazins Gentlemen’s Quarterly. Neben der Originalausgabe in den USA wird es in folgenden Ländern publiziert: China, Griechenland, El Salvador, Indonesien, Japan, Kasachstan, Malaysia, Mexiko, den Niederlanden, den Philippinen, Taiwan, Rumänien, Russland, Singapur, Spanien, Südkorea, Thailand, Tschechien, der Türkei, der Ukraine, im arabischen Sprachraum und in englischer Sprache in Hongkong.

Discographischer Hinweis[Bearbeiten]

Dubious Achievement Award[Bearbeiten]

2008 vergab das Esquire letztmals den Dubious Achievement Award (Preis für zweifelhafte Errungenschaften), der ungewöhnliche Ereignisse des vorangegangenen Jahres wieder in Erinnerung rufen sollte.[2] Diese Artikel sind in umgekehrter Reihenfolge verfasst, d. h. die Pointe findet sich zuerst im Titel und der Text darunter beschreibt das Ereignis. Als Running Gag enthalten diese jährlichen Artikel fast immer ein altes Foto des lachenden Richard Nixon mit der Bildüberschrift „Why is this man laughing?” („Weshalb lacht dieser Mann?“).

Sexiest Woman Alive[Bearbeiten]

Hauptartikel: Sexiest Woman Alive

Seit 2004 kürt die Redaktion des Magazins die „Frau mit dem größten Sexappeal“ und verleiht ihr den Titel Sexiest Woman Alive. Erste Preisträgerin war 2004 Angelina Jolie.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ansichtsvideo des E-Ink-Covers
  2. Leon Neyfakh: Beloved Esquire Franchise, ‘Dubious Achievements,’ Becomes One. In: New York Observer. 22. Januar 2008, abgerufen am 3. März 2012 (englisch).