Die Peanuts

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt die Comicserie. Zum japanischen Gesangsduo siehe The Peanuts und für den englischen Begriff siehe Peanuts.
Charles M. Schulz, Autor und Zeichner der Peanuts (1956)
Die Hauptcharaktere als Aufstellpuppen im Themenpark „Snoopy's World“ in Hong Kong.

Die Peanuts ist der Titel einer erfolgreichen Comicserie. Der amerikanische Autor und Zeichner Charles M. Schulz (1922–2000) schilderte in seinen über Jahrzehnte hin täglich erscheinenden Strips die Widersprüchlichkeiten menschlichen Lebens anhand einer Gruppe von US-amerikanischen Vorstadtkindern. Erwachsene treten als handelnde Personen nicht auf.

1947 gab es die ersten Veröffentlichungen unter dem Titel Li’l Folks (Kleine Leute) und zunächst einem Signum Sparky, Schulz’ Spitznamen. Seit dem 2. Oktober 1950 bis zum 13. Februar 2000 erschien die Serie unter dem Titel Peanuts (Kleinigkeiten; wörtlich: Erdnüsse). Am 12. Februar 2000, also einen Tag vor der Veröffentlichung des letzten Strips in den Sonntagszeitungen, starb Charles M. Schulz. Der Tod des Schöpfers dieser Zeichenserie wurde weltweit betrauert. Nach Schulz’ Willen darf die Serie nicht mehr fortgesetzt werden, so wie es auch Hergé bei Tim und Struppi verfügt hatte.

In Deutschland wurden die Peanuts in erster Linie von den Verlagen AAR und Krüger veröffentlicht. Jedoch wurden die Rechte zahlreiche Male in sogenannten Teilvermarktungsverträgen an andere Verlage übertragen.

Seit 2004 veröffentlicht der amerikanische Verlag Fantagraphics Books eine Peanuts-Gesamtausgabe in 25 Bänden (2 Bände pro Jahr in chronologischer Reihenfolge). Da nur zwei Bände pro Jahr erscheinen, wird die Edition erst im Jahr 2016 abgeschlossen sein. Die deutschsprachige Umsetzung der Peanuts Werkausgabe erscheint seit August 2006 beim Carlsen Verlag. 15 Bände (Stand: September 2013) sind bereits erschienen. Auch hier ist der gleiche Erscheinungsmodus von jeweils zwei Bänden pro Jahr geplant. Abschluss wird also wahrscheinlich erst im Jahre 2018 sein.

Figuren[Bearbeiten]

Charlie Brown[Bearbeiten]

Charlie Brown ist in gewissem Sinne die Hauptfigur unter den Peanuts. Er ist der Sohn eines Friseurs und hat eine Schwester namens Sally. Er ist ein glühender Verehrer des Baseballspielers Joe Shlabotnik. Zudem ist er der Besitzer des Beagles Snoopy, dessen Verrücktheit und Versponnenheiten er gutmütig erträgt.

Charlie Brown ist ein ewiger Verlierer und Pechvogel, dessen Baseballmannschaft mit ihm als Manager nur ein einziges Mal gewinnt (dieser Sieg wird ihnen zu allem Überdruss sogar noch aberkannt) und dessen Drachen regelmäßig im drachenfressenden Baum landet.

Charlie Brown ist das Opfer von bösen Streichen aller Mädchen und ganz besonders Lucys, die ihm als Psychiaterin nicht helfen kann und stattdessen lieber regelmäßig den Football unter dem Fuß wegzieht. Interessant ist, dass ihn gerade jene Person psychologisch berät, die für seine psychischen Probleme verantwortlich ist. Außerdem ist er hoffnungslos in ein kleines, rothaariges Mädchen verliebt. Deswegen bemerkt er nicht, dass sowohl Marcie als auch Peppermint Patty in ihn verliebt waren.

Charlie Brown ist ein ernsthaftes, unglückliches Kind und somit laut Zeichner Charles M. Schulz ein Abbild dessen eigener Kindheit.

Snoopy[Bearbeiten]

Snoopy in seiner Rolle als Fliegerass auf einem Aufnäher des 20th Tactical Air Control Squadron der USAF

Snoopy (engl. to snoop „herumschnüffeln“) ist Charlie Browns Haushund, der sich nur selten artgerecht verhält. Meistens liegt der Beagle auf dem Dach seiner Hundehütte und gibt sich philosophischen Gedanken hin, während er auf das Essen wartet, das der „kleine rundköpfige Junge“ (Charlie Brown) ihm bringt. Fehlt das Fressen, passiert es manchmal, dass ein Käfer sich in seinem Fressnapf befindet, der diesen mit einem Stadion verwechselt. Snoopy kann nicht reden, und er verständigt sich mit Gedanken und Tänzen („Das ist sein ‚Haha-Ihr-müsst-Schneeschippen-und-ich-nicht‘-Tanz“ (Charlie Brown zu Linus)) sowie schriftlich. Ansonsten lebt er in einer Phantasiewelt, in der er als das englische „Fliegerass des Ersten Weltkrieges“ in einer Sopwith Camel[1] die Welt vor dem Roten Baron Manfred von Richthofen beschützt, als der „weltberühmte Supermarktkassierer“ („Genaugenommen gibt es auf der ganzen Welt nicht mehr als ein Dutzend weltberühmter Supermarktkassierer“) oder als der „weltberühmte Eistanztrainer“ agiert. Snoopy denkt gern an die Zeit zurück, als er als Eiskunstläufer zusammen mit Sonja Henie auftrat. Er trainiert Peppermint Patty für einen Eiskunstlaufwettbewerb und ist ein sehr strenger Coach. Beim Wettbewerb selber ist er zuständig für die Musik aller Teilnehmerinnen und fährt in der Pause die Eisaufbereitungsmaschine.

Snoopys Abenteuer mit dem Roten Baron wurden später von der Rockgruppe The Royal Guardsmen in ihren Songs verarbeitet. Snoopy joggt, spielt Tennis, Eishockey und ist Chef der Pfadfindergruppe um Woodstock. Außerdem ist er der Oster-Beagle und der erste Beagle auf dem Mond. Als sein Alter Ego Joe Cool fährt er auch gerne Rollschuh, trägt eine dunkle Sonnenbrille und hält sich für den größten Surfer/Wellenreiter am Strand.

Snoopy ist kunstbegeistert. Er hatte sogar einen echten Vincent van Gogh in seiner Hundehütte hängen, der aber leider irgendwann zusammen mit seinem Billardtisch einem Brand zum Opfer fiel. Es gelang Snoopy aber, ihn durch ein Bild des amerikanischen Malers Andrew Wyeth zu ersetzen.

Er liest auch gerne. Irgendwann fängt er an, Krieg und Frieden zu lesen, allerdings nur ein Wort pro Tag. Dann legt er sich wieder auf seine Hundehütte und denkt darüber nach. Sein Ziel, Schriftsteller zu werden, scheitert zumeist an der Ignoranz der Verleger, die sein Werk ständig ablehnen. Der erste Satz dieses Werkes lautet: „Es war eine dunkle und stürmische Nacht“ – womit Snoopy aus dem Roman Paul Clifford des englischen Romanautors Edward Bulwer-Lytton zitiert.[2]

Er hat sieben Geschwister, darunter seine Brüder Spike (der Dünne in der Wüste), Andy (der fluffig Pelzige, der immer noch auf dem Bauernhof wohnt, von dem die Acht stammen), Olaf (der Dicke, der ebenfalls noch auf dem Bauernhof wohnt) und Tupfen (sein verschollener Bruder; taucht nur einmal in einem Comic vom September 1982 auf). Sein bester Freund ist Woodstock. Sein ärgster Feind ist „die Katze von nebenan“, die dem Leser unsichtbar bleibt und die von ihm manchmal auch „World War II“ (Zweiter Weltkrieg) genannt wird.

Woodstock[Bearbeiten]

Woodstock ist ein kleiner gelber Vogel und der beste Freund und Sekretär von Snoopy. Woodstock kann maschinenschreiben und stenographieren. Seine Gedanken und Äußerungen werden nur durch Striche dargestellt, die sein Freund Snoopy für den Leser entschlüsselt. Er ist sehr chaotisch, aber trotz allem sehr liebenswert.

Snoopy muss ihn auf Grund seiner äußerst mangelhaften Flugkünste hin und wieder aus seinem Wassernapf retten. Das liegt daran, dass seine Eltern das Nest, in dem er geboren wurde, auf dem Bauch des schlafenden Snoopy bauten. Als Snoopy keinen Nerv mehr hatte, still zu liegen, zog er das Nest weg, während Woodstock mit einem seiner unbenannten Geschwister gerade Flugstunden machte. Damit zwang Snoopy die Vögel, mit ihren gering entwickelten Flugkünsten in die Welt hinaus zu fliegen.

Woodstock ist außerdem in Snoopys Pfadfindergruppe, die er mit seinen Freunden (Bill, Conrad und Oliver) regelmäßig besucht.

Der Name lehnt sich an den Ort des berühmten Musik-Festivals an.[3]

Sally Brown[Bearbeiten]

Charlie Browns Schwester wird im Laufe der Serie geboren. Sie ist in Linus verliebt, den sie ihr „Bambusbärchen“ oder „Schnuckiputzi“ nennt und schämt sich häufig ihres Bruders. Sally hasst die Schule und versucht immer wieder durch fragwürdige Ausreden zu Hause zu bleiben. Dennoch ist sie gut in der Schule und würde gerne älter sein.

Sally zeigt sich ziemlich resistent Belehrungen gegenüber und neigt dazu, ihren Bruder auszunützen oder in ihrem Sinne zu beeinflussen. Auch lässt sie keine Gelegenheit aus, sein Zimmer für sich zu beanspruchen.

Lucy van Pelt[Bearbeiten]

Lucy hat zwar einen Arztstand, bei dem sie ihren Freunden – und sich selbst – für 5 Cent psychologischen Rat erteilt, ihr gefällt es jedoch auch, Charlie Brown und Linus zu unterdrücken; sie schreckt dabei auch vor physischer Gewalt nicht zurück. Sie macht sich zum Beispiel einen Spaß daraus, ihrem kleinen Bruder kompletten Unsinn beizubringen. Im amerikanischen Original wirft sie ihm einmal vor, er sei dumm, weil er nicht wisse, warum die Bauern die Kühe nachts von der Weide (englisch: pasture) hereinholen. Sie erklärt ihm, dass sie das tun, weil die Kühe sonst pasteurisiert (englisch: pasteurized) werden. Linus antwortet, dass ihm das nie klar war. („I never realized that.“) Sie ist in Schroeder verliebt, an dessen Klavier sie häufig sitzt. Zu ihrem Leidwesen hat der Junge jedoch gar kein Interesse an ihr, und somit bringt sie ihn mit ihren Andeutungen stets zum Verzweifeln. Außerdem ist sie eine miserable Baseball-Spielerin. In dieser Eigenschaft respektiert sie Charlie Brown jedoch als Trainer. Auch sorgt sie sich bei Charlie Browns ernster Erkrankung (1979) sehr um ihn.

Linus van Pelt[Bearbeiten]

Der kleine Bruder von Lucy ist der zweitbeste Freund von Charlie Brown nach Snoopy und die reifste Persönlichkeit unter den Peanuts. Häufig führen die beiden philosophische Gespräche. Von Linus stammt der Satz: „Von allen Charlie Browns der Welt bist du der Charlie Brownste.“ Zum Ärger seiner Oma und vor allem seiner Schwester Lucy ist er immer noch auf seine Schmusedecke angewiesen. Die Schmusedecke kann er allerdings bei Bedarf auch als Waffe einsetzen, um zum Beispiel lästige Fliegen im Flug zu töten, was ihm immer sehr viel Respekt verschafft. Deshalb wagt es auch kaum jemand, sich über ihn lustig zu machen. Er ist in seine Lehrerin Frl. Othmar verliebt und wartet jedes Jahr zu Halloween auf die Ankunft des Großen Kürbisses. Seine Religiosität ermöglicht es ihm sogar, seiner Schwester zu beweisen, dass Seufzen biblisch ist (Röm 8,22–23 EU). Trotz der Unterdrückung durch seine Schwester liebt er sie sehr. Sein Berufsziel ist es, als kleiner Landarzt mit dem Porsche übers Land zu fahren und die Menschen zu heilen.

Rerun van Pelt[Bearbeiten]

Die letzte von Schulz eingeführte Hauptfigur war ein kleiner Bruder von Lucy und Linus (letzterem sieht er sehr ähnlich). Viele Strips zeigen ihn auf dem Fahrrad seiner Mutter, einer schlechten Fahrerin, deren Fahrweise ihm den letzten Nerv raubt, beim Basketball spielen, im Sandkasten, wie er Charlie Brown fragt, ob Snoopy mit ihm spielen will, oder beim Kartenspielen mit Snoopy. Rerun wünscht sich nichts mehr als Basketballer zu werden und einen Hund, aber er hat noch keinen bekommen, weil Lucy und Linus strikt dagegen sind. Re-run bedeutet soviel wie „Wiederholung“. Nach seiner Geburt sagt Lucy „Schon wieder ein kleiner Bruder! Alles, was du im Leben bekommst, sind Wiederholungen (re-runs)!“

Schroeder[Bearbeiten]

Schroeder verehrt Ludwig van Beethoven außerordentlich und spielt dessen Werke ausdauernd auf seinem Kinderklavier, dessen schwarze Tasten nur aufgemalt sind. Aufgrund seines hingebungsvollen Klavierspielens bemerkt er Lucys Annäherungsversuche meist nicht. Auf Charlies Frage, wie er ohne schwarze Tasten all die komplizierten Stücke spielen könne, antwortet er völlig unbeirrt: „Ich übe viel.[4]“. Er ist ein guter Freund von Charlie Brown und Mitglied in dessen Baseball-Team.

Den Namen „Schroeder“ entlehnte Charles M. Schulz von einem Jungen, mit dem er in seiner Jugend als Caddie gearbeitet hatte. Schulz meinte, Schroeder brauche irgendwie keinen Vornamen, sogar als er noch nicht der große Musiker war.

Peppermint Patty[Bearbeiten]

Benannt nach dem Markennamen einer Süßigkeit (ihr richtiger Name Patricia Reichardt wird so gut wie niemals genannt), kommt sie nicht direkt aus der Nachbarschaft von Charlie Brown und seinen Freunden. Sie managt ein Baseball-Team, gegen das er ständig verliert, und sie trainiert ihn für einen Leichtathletikwettbewerb. Sie steht in gewisser Weise für eine selbstständige, moderne Frau, sportlich (u. a. Baseball, Schlittschuhlaufen und Rugby) und ist in der Lage, es mit allen aufzunehmen. Trotzdem schreibt sie in der Schule immer nur 'Vier oder Fünf Minusse' und erkennt lange nicht, dass Snoopy ein Hund ist, bis ihre Freundin Marcie sie direkt darauf hinweist.
Außerdem ist sie in Charlie Brown verliebt und redet ihn mit dem Kosenamen Chuck an, der in den deutschen Comicstrips und Filmen mit Schatz übersetzt wurde.

Sie hat eine enge Beziehung zu ihrem Vater. Auch wenn es nie direkt gesagt wird, scheint sie Halbwaise zu sein. In einem Comic sagt sie eher beiläufig zu ihrer besten Freundin Marcie „Ich habe keine Mutter, Marcie.“ Marcie nennt sie meist nur „Sir“ (= „mein Herr“). Peppermint Patty hat es aufgegeben Marcie darauf hinzuweisen, dass sie kein „Herr“ ist („Nenn mich nicht immer ‚mein Herr‘!“).

Peppermint Patty schläft in der Schule ständig ein, da sie an Narkolepsie leidet. Sie besuchte einmal ein Zentrum für Schlafstörungen, wo seltsamerweise nichts gefunden wurde. Bei ihren wenigen Erfolgserlebnissen, die meist durch Zufall entstehen, neigt sie zur Überheblichkeit und Selbstgefälligkeit.

Patty trägt auch im Winter Sandalen (bzw. Badelatschen), obwohl sie dann eine Jacke und längere Hosen trägt. Im Sommer trägt sie so gut wie immer dunkelblaue Shorts, grünes Poloshirt (mit Nadelstreifen) und besagte Badeschuhe.

Marcie[Bearbeiten]

Marcie ist die beste Freundin von Peppermint Patty und Mitglied ihres Baseballteams. Trotzdem konkurrieren die beiden um Charlie Brown, der von dieser Situation gar nichts mitbekommt.

Marcie ist im Gegensatz zu ihrer Freundin ruhig, gut in der Schule und ohne jegliches Interesse für Sport. Marcie scheut sich auch nicht, Peppermint Patty anzurufen, um sie an ihre Hausaufgaben zu erinnern. Kennengelernt haben sie sich in einem Ferienlager; seitdem wird Peppermint Patty von Marcie „Sir“ genannt. In Snoopys Visionen des Piloten aus dem Ersten Weltkrieg ist sie die französische Kellnerin im Café, die ihm Malzbier (im Original Root-beer) serviert.

Franklin[Bearbeiten]

Schulz zeichnete Franklin 1968 das erste Mal und fügte damit einen dunkelhäutigen Jungen in die Gruppe ein. Im ersten Strip mit Franklin traf dieser sich mit Charlie Brown am Strand. Sein Vater war zum Zeitpunkt der Einführung in Vietnam stationiert. Als Franklin dies Charlie Brown erzählte, sagte dieser: „Mein Vater ist Friseur. Er war auch im Krieg, aber ich weiß nicht in welchem“. Franklin hat ähnliche Interessen wie Linus; beide interessieren sich für das Alte Testament und zitieren häufig daraus.

Weitere Figuren[Bearbeiten]

  • Charlotte Braun (ein jederzeit laut sprechendes Mädchen, das 1954 eingeführt wurde und nach wenigen Strips wieder verschwand)
  • Pig Pen (von engl. pigpen „Schweinestall“ – Ein Junge, der immer von einer Staubwolke umgeben ist und als Dreckmagnet bezeichnet wird)
  • Snoopys Geschwister (in der amerikanischen Originalversion): Spike, Andy, Belle, Marbles, Molly, Olaf und Rover. (In der deutschen Version haben sie zum Teil andere Namen, Marbles heißt zum Beispiel Tupfen); vor allem Spike hatte mehrfache Auftritte, in denen ihm etwa der Zugang zu einem Golfclub verwehrt wird („No Spikes“)
  • Violet (versnobtes Mädchen aus der Nachbarschaft, eine der Hauptpersonen der frühen Jahre, Freundin von Patty, groß und mit Pferdeschwanz, ab den 1960er Jahren nur noch eine Nebenfigur)
  • Patty (tritt bereits im allerersten Comic auf, Freundin von Violet, mütterlich und ordentlich, blond und stets mit Haarschleife, ab den 1960er Jahren nur noch eine Nebenfigur)
  • Eudora (sonderbare, stets perplexe Freundin von Sally)
  • Das kleine rothaarige Mädchen (Charlie Browns unerreichbarer und – außer in zwei TV-Specials, in denen sie den Namen Heather trägt – nie sichtbarer Schwarm)
  • Molly Volley (Tennispartnerin von Snoopy)
  • Fräulein Othmar (ungesehene Lehrerin von Linus)
  • 5 (vollständiger Name: 555 „5“ 94572 (Postleitzahl von Schulz' Heimatstadt Sebastopol), ein Junge aus der Nachbarschaft) und dessen Schwestern 3 und 4.
  • Frieda (bildet sich viel auf ihr naturlockiges Haar ein und versucht gerne, Snoopy zur Kaninchenjagd zu zwingen)
  • Shermy (Charlie Browns Freund in den frühen Comics, weitgehend ohne ausgeprägte Charaktereigenschaften, verschwand bereits ab Ende der 1950er Jahre)
  • Roy (Junge ohne besondere Charaktereigenschaften, hat schwarzes Haar und eine rechteckförmige Mütze auf)
  • Zweiter Weltkrieg (die nie gesehene Katze von nebenan)
  • Aus-Andy (ein Tennisspieler, der meint, jeder Schlag, der ihm nicht gefällt, sei ein „Aus“)
  • Quengel-Lilly bzw. „Heulsuse“ Patzer (Tennisspielerin, die andauernd herumjammert und Tennispartnerin von Aus-Andy)
  • Layla (war vor Charlie die Besitzerin von Snoopy)

Handlungsort[Bearbeiten]

Die Serie spielt überwiegend in einem typischen amerikanischen Vorort im nördlichen Mittelwesten der USA. Die Hauptpersonen wohnen in typischen, holzverkleideten Bungalows, die entweder an einer Straße oder einem Fußweg liegen. Wichtige weitere Orte sind das Baseballfeld, auf dem Charlie Brown und seine Mannschaft trainieren, und eine Vorortschule, die alle Peanuts-Kinder besuchen. Viele Szenen spielen auch in einem Ortszentrum, das fast ausschließlich aus älteren Backsteingebäuden besteht.

Obwohl in der Serie nie beschrieben wird, in welcher Stadt oder Region die Peanuts leben, sprechen das gezeigte Klima und die geografischen Gegebenheiten, die Architektur der örtlichen Gebäude, der internationale Flughafen am Anfang des Filmes Gute Reise, Charlie Brown sowie der Aufenthalt im Ferienlager in Der Sommer war sehr kurz eindeutig für einen Handlungsort im nördlich gelegenen Minnesota, wo Schulz selbst die längste Zeit seiner Kindheit in einer ähnlichen Vorstadt verbrachte.

Fernsehfilme[Bearbeiten]

Neben der Reihe „Die Charlie Brown und Snoopy Show“, die auf veröffentlichten Strips beruht, wurden eine Reihe von eigenständigen halbstündigen Geschichten gedreht:

  • Fröhliche Weihnachten (A Charlie Brown Christmas, 1965)
  • Die Mannschaft braucht Dich (Charlie Brown’s All-Stars, 1966)
  • Der große Kürbis (It’s The Great Pumpkin, Charlie Brown, 1966)
  • Liebe tut weh (You’re In Love, Charlie Brown, 1967)
  • Snoopy hat Sorgen (He’s Your Dog, Charlie Brown, 1968)
  • Der Sommer war sehr kurz, Charlie Brown (It Was A Short Summer, Charlie Brown, 1969)
  • Ich mag dich sehr (Play It Again, Charlie Brown, 1971)
  • Du bist auserwählt, Charlie Brown (You’re (Not) Elected, Charlie Brown, 1972)
  • Keine Zeit für die Liebe (There’s No Time For Love, Charlie Brown, 1973)
  • Erntedankfest (A Charlie Brown Thanksgiving, 1973)
  • Wer hat das Nest geklaut (It’s A Mystery, Charlie Brown, 1974)
  • Es ist doch der Osterbeagle (It’s The Easter Beagle, Charlie Brown, 1974)
  • Ich schwärme für Dich (Be My Valentine, Charlie Brown, 1975)
  • Du bist ein prima Sportsmann (You’re A Good Sport, Charlie Brown, 1975)
  • Wir haben Baumpflanztag (It’s Arbor Day, Charlie Brown, 1976)
  • Dein allererster Kuss (It’s Your First Kiss, Charlie Brown, 1977)
  • Snoopys Albtraum (What A Nightmare, Charlie Brown, 1978)
  • Du bist der Größte (You’re The Greatest, Charlie Brown, 1979)
  • Sie ist eine Sportskanone (She’s A Good Skate, Charlie Brown, 1980)
  • Das Leben ist ein Zirkus, Charlie Brown (Life Is A Circus, Charlie Brown, 1980)
  • Alles fauler Zauber (It’s Magic, Charlie Brown, 1981)
  • Nur Geduld (Someday You’ll Find Her, Charlie Brown, 1981)
  • Abschied von Freunden (Is This Goodbye, Charlie Brown?, 1983)
  • Was haben wir gelernt, Charlie Brown? (What Have We Learned, Charlie Brown?, 1983)
  • Der Disco-Beagle (It’s Flashbeagle, Charlie Brown?, 1984)
  • Zeit zum Heiraten, Snoopy! (Snoopy’s Getting Married, Charlie Brown, 1985)
  • Prost Neujahr, Charlie Brown! (Happy New Year, Charlie Brown!, 1986)
  • Der große Kampf der kleinen Janice (Why, Charlie Brown, Why?, 1990)
  • Snoopy's Familientreffen (Snoopy’s Reunion, 1991)
  • Das wird Dein erster Sieg, Charlie Brown (It’s Spring Training, Charlie Brown, 1992)
  • Alle Jahre wieder, Charlie Brown (It’s Christmastime Again, Charlie Brown, 1992)
  • Träumst du vom Endspiel, Charlie Brown? (You’re in the Super Bowl, Charlie Brown, 1993)
  • It Was My Best Birthday Ever, Charlie Brown, 1997
  • Good Grief, Charlie Brown: A Tribute to Charles Schulz, 2000
  • Here’s to You, Charlie Brown: 50 Great Years, 2000
  • It’s the Pied Piper, Charlie Brown, 2000
  • The Making of „A Charlie Brown Christmas“, 2001
  • A Charlie Brown Valentine, 2002
  • Charlie Brown’s Christmas Tales, 2002
  • I Want a Dog for Christmas, Charlie Brown, 2003
  • Lucy Must Be Traded, Charlie Brown, 2003
  • He’s a Bully, Charlie Brown, 2006
  • Glück ist eine wärmende Decke, Charlie Brown (Happiness Is a Warm Blanket, Charlie Brown, 2011) [5]

Kinofilme[Bearbeiten]

Der erste Film, in dem Charlie Brown einen regionalen Buchstabierwettbewerb gewinnt und zur nationalen Endausscheidung nach New York geht, entstand 1969.

Musik[Bearbeiten]

  • Die berühmt gewordene Filmmusik für zahlreiche (aber nicht alle) TV-Episoden hat der amerikanische Jazz-Pianist Vince Guaraldi komponiert und mit seinem Trio eingespielt.
  • Zum 40. „Geburtstag“ von Charlie Brown und dem 25. Jubiläum der TV-Specials erschien 1989 das Album Happy Anniversary Charlie Brown, auf dem viele der Stücke von Jazz & Blues-Größen wie zum Beispiel B. B. King, Joe Williams, Kenny G, Dave Brubeck oder Chick Corea neu interpretiert wurden.
  • Die Emo-Rockband the Van Pelt benannte sich nach Lucy und Linus van Pelt.

Trivia[Bearbeiten]

  • Im Rahmen des Hilfsprogramm ConTribute für Luftfahrt ohne Grenzen e.V. wurde am 27. August 2010 eine Boeing 767 der Fluglinie Condor auf den Namen Charlie Brown getauft. Sie trägt eine Sonderlackierung mit den Abbildungen diverser Peanuts-Figuren. Taufpatin war Nia Künzer.[6]
  • In einer Episode der Serie King of Queens behauptet Arthur Spooner, Charlie Brown sei nach seinem Ebenbild geschaffen worden und Snoopy sei von seinem eigenen Namen Spooner abstrahiert worden.
  • Bei der Apollo-10-Mission wurden die Rufnamen Charlie Brown für die Kommandokapsel und Snoopy für die Mondlandefähre verwendet.
  • Anfang 2014 wurde von FOX ein Teaser veröffentlich für einen neuen computeranimierten Kinofilm

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikiquote: Peanuts – Zitate

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Charles M. Schulz: Snoopy ist der Beste. 1 Auflage. Carlsen Verlag, 2010, ISBN 978-3-551-35953-7.
  2. Edward Bulwer-Lytton: Paul Clifford – Kapitel 3. In: Spiegel Online.
  3. Charles M. Schulz: Conversations. Hrsg. von M. Thomas Inge, S. 74.
  4. http://www.gocomics.com/peanuts/1953/04/09#.Um1KZRAv2Uk
  5. Happiness Is a Warm Blanket, Charlie Brown auf IMDb.de
  6. Pressemeldung Condor