Eingabemethode

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Die Eingabemethode ist eine Methode zum Eingeben von Zeichen (engl. character) in einen Computer auch dann, wenn das Zeichen auf der Tastatur nicht vorhanden ist. Dies kommt vor, wenn es viel mehr Zeichen als Tasten gibt (wie etwa im Chinesischen oder Japanischen) oder wenn das Zeichen aus einer fremden Sprache ist, wie etwa kyrillische Buchstaben oder deutsche Umlaute bei englischem Tastaturlayout.

Mit Tastenkombination[Bearbeiten]

Siehe dazu auch bei Unicode

Alt-Taste und Ziffern am Zahlenblock[Bearbeiten]

Eingabe bei Microsoft Windows sowie der Linux-Konsole auf Computern der i386-Architektur: Alt-Taste gedrückt halten, Code am Zahlenblock dezimal eingeben (z. B. 64), Alt-Taste loslassen (im Beispiel kommt @). Wenn man die Zahl vierstellig eingibt, wird es als Unicode-Zeichen interpretiert, bei drei oder weniger Stellen als Zeichen aus dem erweiterten ASCII. z. B. ergibt Alt + 177 ▒, aber Alt + 0177 ±.

Dies gilt zum Beispiel für Text-Editoren (NotePad, TextPad, WordPad, kate), für die DOS-Befehlszeileneingabe, zum Teil für das freie Office-Paket OpenOffice.org, die Microsoft-Office-Komponenten Excel, Access und PowerPoint, sowie bei eingeschaltetem NumLock auch für Microsoft Word.

Bei Laptops und Kleintastaturen kann der Zahlenblock, wenn er nicht vorhanden ist, mit einer Funktionstaste simuliert werden. Z.B. Fn + 7 (7), 8(8), 9(9), U(4), I(5), O(6), J(1), K(2), L(3), M(0). Außerdem ist es möglich, den Ziffernblock als USB-Gerät nachzurüsten.

Shift-Taste und Strg-Taste[Bearbeiten]

Bei GNOME, einer grafischen Benutzeroberfläche von unixartigen Systemen: Hier Strg und Shift (die Hochstelltaste) gedrückt halten, Code hexadezimal eingeben (Beispiel: 40 für @), Strg und Shift loslassen. Ab GNOME Version 2.15 muss Strg und Shift gedrückt gehalten werden, wobei vor dem Hexadezimal-Code noch ein ‚U‘ einzugeben ist (Beispiel: u40 für @). Es funktioniert sowohl am Zahlenblock als auch am alphanumerischen Block.

In MS Word: Alt-Taste und „C“[Bearbeiten]

Nur in Microsoft Word gibt es noch eine weitere Möglichkeit. Hier wird der Hexadezimalwert des Zeichens verwendet, und zwar in beiden Richtungen. Nach der Eingabe dieses Wertes, z. B. 00B1 oder U+00B1 mit den Zifferntasten über den Buchstabentasten und den Tasten A bis F, wird die Einfügemarke (der Cursor) unmittelbar anschließend positioniert und Alt + C (in Dialogfeldern: Alt + X) gedrückt; die Zeichenfolge wird ersetzt, im Beispiel durch ±.

Ebenso kann die Tastenkombination Alt+C (Alt+X nicht mehr ab Word 2007) verwendet werden, um den Zeichencode (Codepoint) eines Zeichens zu erzeugen, auch falls dieses vom verwendeten Font nicht angezeigt werden kann. Die Einfügemarke muss dazu unmittelbar rechts vom Zeichen/der Zeichenfolge positioniert werden. Mittels nochmaligem Druck auf Alt+C kann wieder der Ausgangszustand hergestellt werden, es kann also hin- und hergeschaltet werden. Zum Beispiel: 611B ↔ 愛.

Mit einem speziellen Eingabeprogramm (Input Method Editor, IME)[Bearbeiten]

Eingabemethode für Chinesisch

Vor allem bei Texteingaben in Japanisch und Chinesisch ist es zweckmäßig, spezielle Eingabeprogramme zu benutzen. Denn auf dieselbe Folge von Buchstaben etwa der Pinyin-Umschrift passen in der Regel mehrere Wörter oder Schriftzeichen. Man kann nach Eingabe der Folge von Buchstaben das gewünschte Zeichen aus einem dann erscheinenden Menü auswählen (siehe Abbildung).

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

  • Schoenitzer.de – Anleitung zur Eingabe und Speicherung von Sonderzeichen auf Linux und Windows
  • Scim – Ein Eingabeprogramm für Linux mit Unterstützung für viele Sprachen (englisch)
  • CJKV Eingabemethodeneditor für MS Word VBA-Makros für die Eingabe asiatischer Zeichen und für Text-Konvertierung.