Einsiedlerhof

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49.4339787.660671242Koordinaten: 49° 26′ 2″ N, 7° 39′ 38″ O

Einsiedlerhof
Höhe: 242 m ü. NN
Fläche: 12,67 km²
Einwohner: 1283 (31. Dez. 2011)[1]
Eingemeindung: 1932
Postleitzahl: 67661
Vorwahl: 0631
Einsiedlerhof (Rheinland-Pfalz)
Einsiedlerhof

Lage von Einsiedlerhof in Rheinland-Pfalz

Einsiedlerhof ist der westlichste Stadtteil von Kaiserslautern. Er hat ca. 1.300 Einwohner.

Geographie[Bearbeiten]

Einsiedlerhof liegt am östlichen Rande des Landstuhler Bruchs. Es wird im Norden von der Autobahn Mannheim-Saarbrücken und im Süden, wo das Gelände relativ steil ansteigt, vom Staatswald Landstuhl als Ausläufer des Pfälzerwaldes begrenzt. Im Osten schließen sich das Industrie- und Gewerbegebiet und im Westen der Militärflugplatz sowie das Sondergebiet Bund der Amerikaner an.

Geschichte[Bearbeiten]

Anfang des 12. Jahrhunderts gründeten die Ritter von Hohenecken das Spital der Brüder von Einsiedeln domo ad Heremitam. Von 1283 bis Ende des 17. Jahrhunderts war es Komturei in der Ballei Lothringen des Deutschen Ordens. Einige Überreste sind noch erhalten. Nach der Auflösung des Deutschen Ordens durch Napoleon kamen die Anwesen zur Gemeinde Weilerbach. Seit 1932 gehört Einsiedlerhof zu Kaiserslautern.

Seit der Entwicklung des Schienenverkehrs wurde und wird Einsiedlerhof stark von der Eisenbahn geprägt, die eine große Fläche südlich der Bebauung beansprucht. Als nach dem Zweiten Weltkrieg in und um Kaiserslautern die größte amerikanische Garnison Europas entstand, prägte diese das Gesicht Einsiedlerhofs nachhaltig und der Vorort wurde zu einem Schwerpunkt der Vergnügungsetablissements. Im Gleichklang mit den Wechselkursangleichungen des Dollars zu D-Mark und Euro kehrte sich diese Entwicklung in den letzten Jahrzehnten um.

Verwaltung und Politik[Bearbeiten]

Ortsvorsteher ist Gerhard Keiper (SPD). Seit der Kommunalwahl von 2009 hat die SPD im Ortsbeirat 7 Sitze, die CDU 8 Sitze.

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Der Güterbahnhof dominiert das Bild Einsiedlerhofs seit vielen Jahrzehnten, wenngleich die von der Deutschen Bahn AG genutzte Fläche durch Produktivitätssteigerungen zurückgegangen ist. Das freigewordene Areal mit Gleis- und Autobahnanschluss steht nun für Betriebe aus dem Logistik-, Dienstleistungs- und Handelsbereich zur Verfügung.

Viele Klein- und Mittelbetriebe lebten und leben von der US-Army und deren Beschäftigten. Weitere große Betriebsstätten werden von der Fa. Freudenberg, der Fa. Corning, von Coca-Cola und von Fruit of the Loom unterhalten.

Verkehr[Bearbeiten]

Einsiedlerhof hat einen Anschluss an die A 6 und liegt an der Bahnstrecke Mannheim–Saarbrücken. Dort befindet sich ebenso der Rangierbahnhof Einsiedlerhof. Der Ort ist durch die S-Bahn und der Stadtbuslinie 101 (früher: Linie 1) mit der Kaiserslauterer Innenstadt verbunden, im Wechsel dazu verkehrt stündlich der Regionalbus 143 (ehemals 6522) zwischen Kaiserslautern und der AirBase Ramstein über Einsiedlerhof.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung in der Kernstadt und in den Ortsbezirken www.kaiserslautern.de (PDF; 28 kB)