Emil Tiedemann

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Atelier des Hof-Fotografen Schillerstraße/Ecke Ernst-August-Platz;
Ansichtskarte 224 (Mondscheinkarte) von Wunder, um 1898
Schriftzug Emil Tiedemann (Mitte rechts) auf einem zweiten Gebäude am Platz;
Karte 212 von Wunder; Blick vom Dach des Hauptbahnhofs in die Bahnhofstraße, um 1898

Emil Tiedemann († vor 1897) war im 19. Jahrhundert selbständiger Hof-Fotograf.

Leben[Bearbeiten]

Emil Tiedemann betrieb mehrere Fotostudios, bekannt sind Ateliers in der Hansestadt Bremen,[1] in Dessau, Brake an der Weser,[2] Braunschweig[3] und Hannover.[4]

Er war insbesondere als Hoffotograf mehrerer Königlicher Herrschaften tätig.

Im Jahr 1868 erhielt Emil Tiedemann auf der „zweiten Ausstellung photographischer Arbeiten“ eine Medaille durch den Photographischen Verein in Hamburg als ersten Preis.[1] Im selben Jahr wurde ihm in Bremen eine silberne Medaille verliehen. 1876 erhielt er sowohl das „Goldene Kreuz“ der Stadt Utrecht als auch eine Auszeichnung der Lutherstadt Eisenach in Thüringen und in Sydney.[5]

Nach seinem Tod führte ab 1897 seine Witwe die Hoffotografin Anna Tiedemann, geb. Herzog das Atelier in Hannover weiter, das sich später in der Georgstraße 14 befand.[6]

Ateliers[Bearbeiten]

Von Tiedemann sind mehrere Ateliers bekannt:

  • Bereits um 1868 betrieb Tiedemann ein Fotostudio in Bremen, Richtweg 12.[1]
  • In Dessau betrieb Tiedemann eine Zweigstelle unter der Adresse Akensche Str. 4.[2]
  • In Brake an der Weser gab es zwischen 1866 und 1876 ebenfalls eine Zweigstelle Tiedemanns.[2]
  • Um 1898 betrieb Tiedemann ein Atelier direkt vor dem Hauptbahnhof von Hannover am Ernst-August-Platz 5/Ecke Schillerstraße;[5][7] die Unternehmens-Räumlichkeiten waren in zwei nebeneinanderliegenden Gebäuden untergebracht.[8]
  • Ebenfalls um 1898 war in derselben Stadt ein „elegantes photographisches Atelier“ im Eckgebäude Georgstraße/Ecke Karmarschstraße, direkt am Kröpcke bekannt.[4] Der damalige Neubau gehörte Wilhelm Brackebusch; das während der Luftangriffe auf Hannover zerstörte Gebäude fand mit dem Europa-Haus einen Nachfolger.[9]
  • Ein früheres Atelier in Braunschweig, Am Bohlweg 66, hatte Tiedemann offensichtlich an einen Nachfolger verkauft: Das Geschäft wurde 1899 unter dem Namen von Emil Tiedemann von einem anderen Inhaber,[10] H. Zieger, betrieben.[3]

Titel[Bearbeiten]

Emil Tiedemann war Hoffotograf

Literatur[Bearbeiten]

  • Ludwig Hoerner: Photographie und Photographen in Hannover und Hildesheim. Festschrift zum 150jährigen Geburtstag der Photographie. Herausgegeben von den Photographen-Innungen Hannover und Hildesheim, hergestellt im Berufsförderungswerk Bad Pyrmont in den Ausbildungsberufen Schriftsatz, Reprofotographie, Druckformherstellung, Flachdruck und Buchbinder im Rahmen der Umschulung. 1989.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Emil Tiedemann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Danuta Thiel-Melerski: Tiedemann (in Bremen) auf fotorevers.eu
  2. a b c Danuta Thiel-Melerski: Tiedemann (in Dessau und Brake) auf fotorevers.eu
  3. a b H. Zieger bei Danuta Thiel-Melerski
  4. a b Ludwig Hoerner: Photographie und Photographen in Hannover und Hildesheim …. S. 16.
  5. a b c d e f Tiedemann (in Hannover) auf fotorevers.eu, bei Danuta Thiel-Melerskia
  6. Hoffotograf Emil Tiedemann / Hoffotografin Anna Tiedemann auf postkarten-archiv.de
  7. Ansichtskarte Nummer 696 von Karl F. Wunder
  8. Ansichtskarte 212 von Karl Friedrich Wunder
  9. Vergleiche Bild in Ludwig Hoerners Photographie und Photographen …. S. 16. mit dem Gebäude in der Mitte der Ansichtskarte 535
  10. ebay: Foto Paar Tisch Foto Emil Tiedemann Braunschweig 1899