Eva Moser (Schachspielerin)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Eva Moser in Wien 2013

Eva Moser (* 26. Juli 1982 in Tamsweg) ist eine österreichische Schachmeisterin.

Leben[Bearbeiten]

Seit ihrer Schulzeit spielt Eva Moser Schach. Sie wurde achtmal Jugendstaatsmeisterin. 1998 wurde sie in Mureck Vize-Europameisterin der unter 16-jährigen Mädchen. Ebenfalls 1998 belegte sie den fünften Platz bei den Jugendweltmeisterschaften U16 weiblich im spanischen Oporesa del Mar.[1] Nach dem Gymnasium schloss sie ein Bachelor-Studium der Betriebswirtschaftslehre in Graz ab. Im Jahr 1999 gehörte sie zur österreichischen Mannschaft beim Mitropa-Pokal. Moser spielte im Jahr 2000 erstmals im österreichischen Damenteam bei der Schacholympiade in Istanbul. Sie trägt als einzige Österreicherin seit 2003 den Titel einer Großmeisterin der Frauen (WGM) und zugleich den eines Internationalen Meisters (seit 2004). 2004 wurde sie bei der allgemeinen Staatsmeisterschaft Zweite und vertrat Österreich bei der Schacholympiade in Calvià 2004 am ersten Brett der allgemeinen Mannschaft.

Ihr größter Erfolg war bisher ihr Staatsmeistertitel 2006 im allgemeinen Turnier. Im gleichen Jahr gewann sie mit ihrem Verein Styria Graz auch die österreichische Mannschaftsmeisterschaft. 2010 und 2011 gewann sie die Österreichische Staatsmeisterschaft der Frauen. Im Jänner 2014 gewann sie ein GM-Turnier in Augsburg und erzielte damit ihre erste Großmeisternorm.

Ihre Elo-Zahl beträgt 2440 (Stand: Oktober 2014). Sie führt damit die österreichische Rangliste der Frauen mit deutlichem Vorsprung an. In der Weltrangliste der Frauen belegt sie den 44. Platz, in der gesamten österreichischen Eloliste den 10. Platz. Ihre höchste Elo-Zahl von 2471 erreichte sie im Juli 2012.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Eva Moser nahm dreimal (1999, 2002 und 2004) am allgemeinen Wettbewerb des Mitropacups teil.[2] Bei der Schacholympiade 2004 spielte sie in der offenen Klasse am Spitzenbrett der österreichischen Auswahl[3], bei vier weiteren Schacholympiaden (2000, 2008, 2010 und 2014) spielte sie in der österreichischen Frauenmannschaft.[4][5] An der Mannschaftseuropameisterschaft der Frauen nahm sie 2003, 2007, 2009, 2011 und 2013 teil und erreichte 2003 das drittbeste Einzelergebnis am Spitzenbrett.[6]

Vereine[Bearbeiten]

In der österreichischen 1. Bundesliga (bis 2003 Staatsliga A) spielte Moser von 2000 bis 2002 für Union Raika Gamlitz, von 2004 bis 2011 für Union Styria Graz, mit dem sie 2006 die österreichische Mannschaftsmeisterschaft gewann, und seit 2013 für den SV Wolfsberg. In der deutschen 1. Bundesliga spielte sie von 2006 bis 2008 für den SC Kreuzberg, in der deutschen Frauenbundesliga spielte sie von 2000 bis 2005 für den Dresdner SC, mit dem sie 2002 die Frauenbundesliga gewann, seit 2006 spielt sie für die OSG Baden-Baden, mit der sie 2008, 2009, 2011, 2012 und 2013 die deutsche Mannschaftsmeisterschaft der Frauen gewann.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Eva Moser, Thomas Luther: Die große Eröffnungsschule, 3-teiliger Multimediakurs (ChessBase 2005).
  • Eva Moser: Das Königsgambit, Multimediakurs (ChessBase 2005).
  • Eva Moser: Sizilianisch mit 2.c3, Multimediakurs (ChessBase 2005).
  • Eva Moser, Thomas Luther: Grünfeld-Indisch, Multimediakurs (ChessBase 2007).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Eva Moser – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jugend Weltmeisterschaften (U10 bis U18) 1998 in Oropesa del Mar / Spanien auf TeleSchach (Tabellen, Fotos und Partien)
  2. Eva Mosers Ergebnisse bei Mitropacups auf olimpbase.org (englisch)
  3. Eva Mosers Ergebnisse bei Schacholympiaden auf olimpbase.org (englisch)
  4. Eva Mosers Ergebnisse bei Schacholympiaden der Frauen auf olimpbase.org (englisch)
  5. Ergebnisse der österreichischen Mannschaft bei der Schacholympiade der Frauen 2014 auf chess-results.com
  6. Eva Mosers Ergebnisse bei Mannschaftseuropameisterschaften der Frauen auf olimpbase.org (englisch)