Führerstadt

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Führerstadt war im Nationalsozialismus eine von Adolf Hitler verliehene Auszeichnung für Städte auf dem Gebiet des sogenannten Dritten Reiches. Von Hitler selbst dazu bestimmte Architekten (u. a. Albert Speer sen., Paul Ludwig Troost, German Bestelmeyer, Konstanty Gutschow, Hermann Giesler, Leonhard Gall und Paul Otto August Baumgarten) entwickelten städtebauliche Umgestaltungspläne, um dem mit der Auszeichnung verbundenen Anspruch gerecht zu werden. Bedingt durch die Kriegsentwicklung wurden diese Pläne größtenteils nicht verwirklicht. Verwaltungstechnische Vorbereitungen wurden jedoch getroffen: so wurde etwa die preußische Stadt Altona/Elbe durch ein Reichsgesetz von Adolf Hitler 1937/1938 zu Groß-Hamburg eingemeindet, um am Elbhang eine große Elbquerung verwirklichen zu können.

Alter Grenzstein zwischen Altona/Elbe und Hamburg von 1896, der heute noch in der Brigittenstraße, nun im Hamburger Stadtteil St. Pauli, gepflastert ist.

Die Führerstädte waren:

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ralph Giordano: Wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte. Die Pläne der Nazis nach dem Endsieg. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2000, ISBN 3-462-02944-4, S. 79–112 (KiWi 587).