Welthauptstadt Germania

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Gipsmodell der Großen Halle („Ruhmeshalle“ / „Halle des Volkes“) von Albert Speer in der Reichshauptstadt Berlin (Planung für die „Welthauptstadt Germania“), 1939

Der Begriff Welthauptstadt Germania wird seit der Nachkriegszeit verwendet, um den Größenwahn der Nationalsozialisten für breite Schichten greifbar zu machen. Adolf Hitler selbst hat die beiden Wörter als Begriffseinheit niemals gebraucht. Er verwandte entweder „Reichshauptstadt“ oder „Germania“. Mitarbeiter von Albert Speer führten den Begriff der „Reichshauptstadt Germania“ ein. Seitdem steht dieses Synonym für den „Gesamtbauplan für die Reichshauptstadt“, mit dem sie zum Mittelpunkt eines großgermanischen Weltreichs umgestaltet werden sollte.

Hitler verlieh Speer den eigens geschaffenen Titel „Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt“ (GBI) und unterstellte ihm die gleichnamige Behörde, mit der Speer zwischen 1937 und 1943 den Umbau von Berlin in Teilen durchführte.

Bezeichnung „Welthauptstadt Germania“[Bearbeiten]

Laut den Aufzeichnungen von Henry Picker vom 8. Juni 1942 spielte Hitler mit dem Gedanken, die neugestaltete Stadt Berlin in „Germania“ umzubenennen, um einem großgermanischen Weltreich einen Mittelpunkt zu geben:

„Wie seinerzeit die Bayern, die Preußen und so weiter von Bismarck immer wieder auf die deutsche Idee hingestoßen worden seien, so müsse man die germanischen Völker Kontinentaleuropas ganz planmäßig auf den germanischen Gedanken hinlenken. Er halte es sogar für gut, dieser Arbeit durch Umbenennung der Reichshauptstadt Berlin in „Germania“ einen besonders nachhaltigen Auftrieb zu geben. Denn der Name Germania für die Reichshauptstadt in ihrer neuen repräsentativen Form sei geeignet, trotz größter räumlicher Entfernung zwischen jedem Angehörigen des germanischen Rassekerns und dieser Hauptstadt ein Gefühl der Zusammengehörigkeit zu erzeugen.“

Andreas Hillgruber (Hrsg.): Henry Picker, Hitlers Tischgespräche im Führerhauptquartier 1941–1942. München 1968, S. 182

Der Begriff der „Welthauptstadt“ wurde von Hitler bereits drei Monate früher verwendet:

„Berlin wird als Welthauptstadt nur mit dem alten Ägypten, Babylon oder Rom vergleichbar sein! Was ist London, was ist Paris dagegen!“

In der Nacht vom 11. auf den 12. März 1942 in der Wolfsschanze, siehe Werner Jochmann (Hrsg.): Adolf Hitler. Monologe im Führerhauptquartier 1941–1944. München 1980, S. 318

Hintergrund und Planung[Bearbeiten]

Adolf Hitler mit den Architekten Speer (links) und Ruff vor Zeichnungen und Modellen des Nürnberger Parteigeländes (1934)
Die Straße des 17. Juni von der Siegessäule in Richtung Osten

Hitler schrieb in seinem Buch Mein Kampf, dass heutige Städte im Gegensatz zur Antike nicht mehr über Wahrzeichen verfügten, über „Monumente des Stolzes“, und dass der Staat mit seinen Bauten wieder stärker in die Öffentlichkeit treten sollte. Die geplanten Monumentalbauten sollten dem NS-Staat zur Repräsentation dienen.

Die Planungen für Berlin, die von 1935 bis 1943 erarbeitet wurden, sahen ein Kreuz von zwei breiten Verkehrsachsen vor, die vom Autobahnring durch die Innenstadt wieder zum Autobahnring führen sollten. Anfänglich zwei, später vier Ringe sollten den Verkehr von den Achsen in die Stadtfläche verteilen. An dem Schnittpunkt der Monumentalachsen sollte die „Große Halle“ als zentrale Versammlungsstätte liegen. Insbesondere die Nord-Süd-Achse sollte als Prachtstraße ausgebaut werden. Als Ersatz für die wegfallenden Flächen in der Innenstadt sollten unter anderem im Grunewald eine neue Hochschulstadt sowie im Osten und Süden Berlins völlig neue Stadtteile entstehen.

Albert Speer erhielt als „Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt“ von Hitler umfassende, einem Minister vergleichbare Kompetenzen, sodass er auch auf Einwände der Berliner Stadtverwaltung keine Rücksicht nehmen musste. Die Umsetzung seiner Pläne hätte die bestehende Struktur der Stadt nachhaltig zerstört; etwa 50.000 Wohnungen hätten abgerissen werden müssen. Diese Abriss-Aktivitäten, von denen 150.000 Menschen direkt betroffen waren und gewesen wären, liefen bis zur Einstellung der Umgestaltungsarbeiten im Frühjahr 1943. Im Rahmen der hierbei notwendigen „Umsiedlung“ forcierte die Dienststelle des GBI die „Entjudung“ der Stadt, um die frei werdenden Wohnungen für eigene Zwecke zu nutzen: entweder, um sie den von der Zwangsumsiedlung betroffenen „Volksgenossen“ zur Verfügung zu stellen oder um dort Bauarbeiter unterzubringen. Teilweise wurden diese Wohnungen innerhalb der Dienststelle des GBI auch privilegierten Mitarbeitern oder Systemfreunden zur Verfügung gestellt.

Darüber hinaus waren nicht nur Lebende von der Umgestaltung betroffen. Der Südwestkirchhof in Stahnsdorf verdankt seine heutige Ausdehnung der Tatsache, dass die Schöneberger Friedhöfe St. Matthäus und Zwölf Apostel im Bereich der Nord-Süd-Achse lagen. Vom St.-Matthäus-Kirchhof wurden damals viele Grabstätten aus dem nördlichen Bereich nach Stahnsdorf umgebettet. Insgesamt wurden bis 1940 ca. 15.000 Tote umgebettet, darunter der Regisseur Friedrich Wilhelm Murnau (Nosferatu) und Walther Gropius, der Vater des Architekten und Bauhaus-Gründers Walter Gropius.

Beteiligte Künstler[Bearbeiten]

Bildhauer und Architekt Arno Breker, rechts Albert Speer, 1940

Die Ernennung Albert Speers zum Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt bedingte die Heranziehung eines großen Kreises von Architekten, Bildhauern, Malern und Kunsthandwerkern zur Bewältigung der bis dahin einmaligen Aufgaben. Absoluter Favorit für die Skulpturengestaltung war der Bildhauer Arno Breker, dessen ehemaliger Professor, der Architekt Wilhelm Kreis, wurde ebenfalls mit Aufträgen bedacht. Der Bildhauer Josef Thorak, der sich wie Breker auf die Darstellung des Menschen konzentrierte, war für Bauvorhaben außerhalb Berlins vorgesehen.

Weitere angesehene Künstler während der NS-Zeit waren jene, die bei der offiziellen Ausstellung im Haus der Deutschen Kunst in München präsentiert wurden und deren Figuren im Berliner Olympiastadion standen. Dazu gehörten neben Breker und Thorak auch die Bildhauer Georg Kolbe, Sepp Hilz, Fritz Klimsch, Richard Scheibe und andere.

Ost-West-Achse[Bearbeiten]

Siegessäule auf dem Großen Stern

Die 50 Kilometer lange Ost-West-Achse sollte von Wustermark über die Heerstraße, Adolf-Hitler-Platz (ehemals Reichskanzlerplatz, heute Theodor-Heuss-Platz), Kaiserdamm, Knie (heute Ernst-Reuter-Platz) mit der Technischen Hochschule Charlottenburg (heute Technische Universität Berlin) entlang der Charlottenburger Chaussee (heute Straße des 17. Juni) über den Großen Stern, das Brandenburger Tor und Unter den Linden über Frankfurter Tor und Frankfurter Allee verlaufen.

Auf Intervention Hitlers wurde die östliche Fortführung zurückgestellt. An der Museumsinsel sollte die Ost-West-Achse um eine Reihe von Museumsbauten erweitert werden, am Kupfergraben waren ein Weltkriegsmuseum und ein Rassekundemuseum nach Plänen des Architekten Wilhelm Kreis vorgesehen.

Ein sieben Kilometer langes Teilstück der Ost-West-Achse wurde nach zwei Umbauphasen ab 1935 zu Hitlers Geburtstag 1939 fertiggestellt. Die Siegessäule wurde vom Königsplatz vor dem Reichstag auf den Großen Stern versetzt und hierbei um 7,5 Meter erhöht. Da keine Beleuchtung die Straße überspannen sollte, entwickelte die Berliner Kraft- und Licht-Aktiengesellschaft (Bewag) neue Leuchten, für die Albert Speer die äußere Hülle gestaltete. Heute sind sie noch teilweise links und rechts der Straße zwischen Theodor-Heuss-Platz und S-Bahnhof Tiergarten vorhanden.

In der damaligen Presse wurde der Straßenzug in Anlehnung an altrömische Gepflogenheiten als „Via Triumphalis“ bezeichnet.

Nord-Süd-Achse[Bearbeiten]

Berlin, Modell von 1939 zur Neugestaltung, Blick vom geplanten Südbahnhof über den Triumphbogen bis zur Großen Halle (Nord-Süd-Achse)

Als eigentliche Prachtstraße war das Kernstück der 40 Kilometer langen Nord-Süd-Achse vorgesehen. Dieses sollte von einem neuen Nordbahnhof im Norden Moabits bis zu einem ebenfalls neuen Südbahnhof an der Stelle des heutigen Bahnhofs Südkreuz in Tempelhof reichen. Neben dem Nordbahnhof war ein 1200 × 400 Meter großes Wasserbecken vorgesehen, in dem sich die Große Halle widerspiegeln sollte. Wie die anderen geplanten Monumentalbauten waren auch die Bahnhöfe von ungekannter Dimension. Die Arbeiten zum Südbahnhof, für den die Reichsbahnbaudirektion bereits 1937 erste Entwürfe vorgelegt hatte, wurden ab etwa 1940 von Speer persönlich geleitet und waren bei der generellen Einstellung der Umgestaltungsplanungen im März 1943 fast bis zur Baureife abgeschlossen. Im August 1941 erteilte Speer die Anweisung, zu den geplanten 20 Parallelgleisen zwei weitere Gleise für die Einbindung der Breitspurbahn, eines anderen Lieblingsprojekts Hitlers, einzufügen.

Auf der 120 Meter breiten Nord-Süd-Achse war bis zum Südbahnhof noch ein kolossaler Triumphbogen (in Form eines Tetrapylons) vorgesehen, der 117 Meter hoch und 170 Meter breit werden sollte, beschriftet mit den Namen aller im Ersten Weltkrieg gefallenen deutschen Soldaten und geschmückt mit Reliefs von Arno Breker. Im Anschluss daran sollte die sogenannte „Beutewaffenallee“ als Vorplatz des Südbahnhofs einen triumphalen Abschluss bilden. Entlang der Nord-Süd-Achse sollten alle wichtigen Reichs- und Parteibehörden sowie Firmenzentralen und kulturelle Einrichtungen angesiedelt werden.

Um die Bodenbelastbarkeit für den geplanten Triumphbogen zu ermitteln, wurde noch 1941 ein „Großbelastungsversuch“ in Form eines Betonzylinders in Tempelhof fertiggestellt.

Die Nord-Süd-Achse sollte als „Siegesallee des III. Reiches“ auf der Trasse der wilhelminischenSiegesallee des II. Reiches“ beginnen, deren Figuren dafür 1938 abgeräumt und in der Großen Sternallee im Tiergarten neu aufgestellt wurden.

Um den Sieg über die Nationalsozialisten auch baulich zu dokumentieren, ließ die Rote Armee 1945 exakt mittig über den Siegesalleen beider Reiche ein Ehrenmal errichten, das den Verlauf kurz vor dem für sie wichtigen Reichstagsgebäude abriegelte.

Große Halle („Ruhmeshalle“, „Halle des Volkes“)[Bearbeiten]

Hauptartikel: Große Halle

Im Spreebogen, etwas nördlich des Reichstags, war das wichtigste Gebäude der Germania-Planungen vorgesehen, die Große Halle. Sie war geplant mit 315 × 315 Metern Grundfläche und 320 Metern Höhe als das größte Kuppelgebäude der Welt.

Wehrtechnische Fakultät und Hochschulstadt [Bearbeiten]

Im Grunewald, südwestlich des Olympiastadions wurde 1937 mit dem Bau der Wehrtechnischen Fakultät begonnen. Sie war als erster Teil einer großen Hochschulstadt geplant, die die Wehrtechnische Fakultät nach Westen fortsetzen sollte. Als Teil der Hochschulstadt war ein gigantisches, an den Parthenon erinnerndes Auditorium maximum geplant. Ebenfalls in Planung war der große Neubau einer Universitätsklinik, die als Ersatz für die in der Stadt wegfallende Charité dienen sollte.

Die Wehrtechnische Fakultät ist nicht über einen Rohbau hinausgekommen, dessen Ruine nach dem Krieg mit Trümmerschutt überdeckt wurde. Heute liegt an dieser Stelle der 120,1 Meter ü. NN hohe Teufelsberg, nach jahrzehntelanger alliierter Nutzung ein Naherholungsgebiet. Der Trümmerschutt wurde mit tausenden Bäumen bepflanzt, und von seiner Spitze haben die Streitkräfte der Vereinigten Staaten jahrelang den Funkverkehr im Ostblock abgehört.

Südstadt[Bearbeiten]

In Verlängerung der geplanten Nord-Süd-Achse war die sogenannte Südstadt vorgesehen, hier sollten Wohnungen für ca. 210.000 Bewohner und Arbeitsplätze für rund 100.000 Arbeiter gebaut werden.

Heutige Überreste[Bearbeiten]

Platz des 4. Juli in Lichterfelde.
Die Gebäude wurden Ende der 1930er Jahre von Telefunken als Unternehmenssitz und Stammwerk errichtet und waren von 1945 bis 1994 als McNair-Barracks eine US-Kaserne

Das Olympiastadion, das nach den Olympischen Sommerspielen 1936 ein Teil der Hochschulstadt werden sollte, sowie der Flughafen Tempelhof des Architekten Ernst Sagebiel, der bis zu sechs Millionen Passagiere pro Jahr abfertigen sollte – 1934 waren es gerade einmal 200.000 Fluggäste –, sind nicht Teil der Germaniaplanung gewesen, zumal diese erst 1937 amtlich wurde. Das in der Folgezeit entstandene Flughafengebäude war lange Zeit, gemessen an der Bruttogeschossfläche von 307.000 m², eines der größten Gebäude der Welt (neben dem Pentagon in Washington und dem Parlamentspalast in Bukarest). Die meisten anderen Bauten des Projekts hingegen sind durch die immer stärkere Bindung aller Ressourcen in der Kriegsführung kaum über die Planungsphase hinaus gelangt.

Bevor Bauten von solcher Größe wie der geplante Triumphbogen oder die Große Halle überhaupt in Angriff genommen werden konnten, musste eine Versuchsanlage zur Überprüfung der Tragfähigkeit des sandigen Berliner Bodens errichtet werden: der Schwerbelastungskörper. Dieser Bau besteht aus einem 14 Meter hohen und 12.650 Tonnen schweren Betonzylinder, der auf einem schmalen Sockel ruht und so den hohen Druck auf den Boden simuliert, wie er zum Beispiel durch den Triumphbogen entstanden wäre. Durch langfristige Messungen am Sockel sollten mögliche Senkungen festgestellt werden.

Der Zylinder, im unteren Teil aus massivem Stahlbeton, im oberen Teil aus nichtarmiertem Gussbeton bestehend, konnte in der Nachkriegszeit wegen seiner Lage zwischen Bahnlinie und Wohnbebauung nicht gesprengt werden und ist daher auch heute noch an der Ecke Loewenhardtdamm/General-Pape-Straße zu sehen. Nach dem Krieg wurde er lange Zeit von der Deutschen Gesellschaft für Bodenmechanik (Degebo) für Versuche genutzt. Seit 1995 ist er unter Denkmalschutz gestellt und wurde in den Jahren 2007–2009 restauriert.

Das Reichsluftfahrtministerium in der Wilhelmstraße wurde im Zuge der Germaniaplanung nach den Plänen von Ernst Sagebiel gebaut. Es ist heute Sitz des Bundesfinanzministeriums.

Des Weiteren wurde im Tiergarten für das Achsenkreuz der Ost-West- und Nord-Süd-Achse ein System von Straßentunneln projektiert, um eine Verkehrsführung ohne Ampeln zu gewährleisten. Für die Rampen der Tunnel waren zur Vermeidung von Glatteisgefahr elektrische Heizsysteme vorgesehen. 1938 wurde eine unterirdische Bauvorleistung in Form von zwei Straßentunnelfragmenten errichtet, um ein erneutes Aufreißen der Ost-West-Achse zu vermeiden. Die genannten Tunnelfragmente sind heute noch vorhanden. Einige unterirdische Bauten wurden allerdings beim Bau der Tiergartentunnels entfernt.

Oberirdisch sichtbar blieb bis Frühjahr 2011 von der begonnenen Nord-Süd-Achse der erste Meter baulich erhalten – die rund 100 Meter auseinanderliegenden Ecken der Bordsteine (jeweils gegenüber den Sockeln der Panzer an der Straße des 17. Juni). Im März 2011 wurde dies mit dem Bau von Parkbuchten entfernt.

Der Bereich des Platzes des 4. Juli in Lichterfelde ist das einzige Teilstück des vierten Außenringes (Autobahn), der Germania umrunden sollte. Während der Besatzungszeit diente die Fläche den Soldaten der US-Army aus der angrenzenden Kaserne „McNair-Barracks“ (bis 1945 Firmensitz und Stammwerk von Telefunken) als Platz für Paraden und ähnliche Veranstaltungen, auch anlässlich des Unabhängigkeitstages der USA am 4. Juli. Danach hat die Fläche ihren heutigen Namen erhalten.

Bestandteil der Germania-Planung war auch die Wehrakademie, deren unvollendeter Rohbau nach 1945 zum Teufelsberg aufgeschüttet wurde. Das Kulturforum Berlin entstand auf den Überresten des Runden Platzes, an dem das Haus des Fremdenverkehrs (Architekt Theodor Dierksmeier) im Stile des Fehrbelliner Platzes bereits errichtet war. Es wurde nach dem Krieg zugunsten der Neuen Nationalgalerie abgerissen.

Auch die im Verhältnis zum Gesamtprojekt Germania eher geringfügigen Umbauten der Charlottenburger Chaussee und der Standort der Siegessäule entsprechen nach wie vor der heutigen Situation.

Siehe auch[Bearbeiten]

Filme[Bearbeiten]

  • Artem Demenok: Welthauptstadt Germania, Adolf-Grimme-Preis 2006 (Sonderpreis Kultur), historische Dokumentation von 2005, 53 Minuten

Literatur[Bearbeiten]

  • Matthias Donath: Architektur in Berlin 1933–1945. Ein Stadtführer. Hrsg. vom Landesdenkmalamt Berlin. Lukas, Berlin 2004, ISBN 3-936872-26-0.
  • Alexander Kropp: Die politische Bedeutung der NS-Repräsentationsarchitektur. Die Neugestaltungspläne Albert Speers für den Umbau Berlins zur „Welthauptstadt Germania“ 1936–1942/43. Ars Una, Neuried 2005, ISBN 3-89391-135-9.
  • Bernd Kuhlmann: Eisenbahn-Größenwahn in Berlin. Die Planungen von 1933 bis 1945 und deren Realisierung. 2. erg. und erw. Aufl. GVE-Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-89218-093-8.
  • Hans J. Reichhardt, Wolfgang Schäche: Von Berlin nach Germania. Über die Zerstörungen der „Reichshauptstadt“ durch Albert Speers Neugestaltungsplanungen. Überarb. und erw. Neuauflage. Transit Buchverlag, Berlin 1998, ISBN 3-88747-127-X.
  • Dirk Reimann: Die „Welthauptstadt Germania“ und ihre Folgen für Berliner Friedhöfe. In: Friedhofskultur 5 (2003), S. 40–41, ISSN 0343-3544
  • Christian Saehrendt: Belastungskörper „Germania“. Was blieb von Albert Speers Berlin?. In: Die Neue Gesellschaft, Frankfurter Hefte. Bonn 2002, ISSN 0177-6738
  • Wolfgang Schäche: Architektur und Städtebau in Berlin zwischen 1933 und 1945. Planen und Bauen unter der Ägide der Stadtverwaltung. Die Bauwerke und Kunstdenkmäler von Berlin. Beih. Nr. 17, 2. Aufl., Gebr. Mann, Berlin 1992, ISBN 3-7861-1178-2.
  • Albert Speer: Erinnerungen. Propyläen, Berlin 1969.
  • Susanne Willems: Der entsiedelte Jude. Albert Speers Wohnungsmarktpolitik für den Berliner Hauptstadtbau. Publikationen der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz. Bd 10. Ed. Hentrich, Berlin 2000, ISBN 3-89468-259-0.
  • Mythos Germania. Schatten und Spuren der Reichshauptstadt. Ausstellungskatalog. Edition Berliner Unterwelten, Berlin 2012, ISBN 978-3-943112-00-9 (deutsch), ISBN 978-3-943112-01-6 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten]