Factor 5
| Factor 5 | |
|---|---|
| Rechtsform | GmbH |
| Gründung | 1987 1997 US-Zweig |
| Sitz | Köln |
| Leitung | Julian Eggebrecht |
| Branche | Softwareentwicklung |
| Produkte | Computer- und Videospiele Star Wars: Rogue Squadron |
| Website | http://www.factor5.de/ |
Factor 5 LLC war eine deutsche und später US-amerikanische Firma, die Computer- und Videospiele entwickelte. Sie entstand aus der Hacker-Gruppe The Light Circle und wurde 1987 in Köln als kleines Entwicklungsstudio für Computerspiele gegründet.
[Bearbeiten] Geschichte
Die 5 im Namen rührt von der Anzahl der Mitglieder während der ersten Jahre her – in frühen Softwaredemos tauchte noch die Bezeichnung Factor 3 auf. Intern nannten sich die Firmengründer auch gerne – in Anspielung auf die Enid-Blyton-Bücher – die Fünf Freunde, weil sie auch freundschaftlich miteinander verbunden waren.
Das erste Spiel, die Amiga-Version von Manfred Trenz' Katakis, war dem Arcadespiel R-Type so ähnlich, dass es zu rechtlichen Auseinandersetzungen mit Irem führte. Dies führte dazu, dass mehrere Katakis-Versionen auf den Markt kamen und, dank einer Einigung der beiden Parteien, Factor 5 die Konvertierung von R-Type auf den Amiga durchführte. Kultstatus erlangte Factor 5 durch die Entwicklung der 16Bit-Versionen des C64-Spiels Turrican.[1]
Nach Turrican 2 konzentrierte sich Factor 5 auf die Entwicklung von Konsolenspielen und arbeitete eng mit LucasArts und Nintendo zusammen, was zu der Entwicklung der Star-Wars-Reihe Rogue Squadron für das Nintendo 64 und den Nintendo GameCube führte.
1997 wurde die Factor 5 Niederlassung in die USA verlegt, einerseits um besser mit LucasArt zusammenarbeiten zu können und aber auch wegen der "arrogante Missachtung der Deutschen gegenüber dieser Art von Entertainment" (Zitat Factor-5-Chef Julian Eggebrecht).[2]
Dieser Hauptsitz der Firma befand sich in San Rafael, USA, einem Vorort von San Francisco. In Köln, dem früheren Hauptsitz der Firma, existierte zwischenzeitlich eine Zweigniederlassung als Repräsentanz für den europäischen Markt.
Neben der Produktion von Spielen für Amiga, PC und diverse Konsolen trat Factor 5 auch als Produzent des ersten Albums von Chris Hülsbeck auf.
Das bislang letzte Produkt ist das exklusiv für die PlayStation 3 entwickelte Lair, das zeitgleich mit der Sony-Konsole im Herbst 2007 erschienen ist.
Am 14. Mai 2009 wurde die Schließung der US-Sektion bekannt gegeben. Grund waren wirtschaftliche Probleme.[3] Davon nicht betroffen ist, entgegen anderslautenden Gerüchten, die in Köln ansässige Factor 5 GmbH.[4]
[Bearbeiten] Weblinks
- www.factor5.com Offizielle Website (archivierte Versionen)
- Factor 5 GmbH bei MobyGames (englisch)
- Factor 5, Inc. bei MobyGames (englisch)
- Video-Interview mit Factor 5
[Bearbeiten] Quellennachweise
- ↑ Firmengeschichte
- ↑ Michaela Schiessl (27. Mai 2002): VIDEOSPIELE - Das Imperium rief zurück (german). Der Spiegel 22/2002. Spiegel online. Abgerufen am 21. Januar 2012.
- ↑ Ehemalige Mitarbeiter verklagen Factor 5
- ↑ Xing-Profil von Factor 5-CEO Achim Moller