Rainbow Arts
| Rainbow Arts Software GmbH | |
|---|---|
| Rechtsform | GmbH |
| Gründung | 1984 |
| Auflösung | 1999 |
| Sitz | Gütersloh später Düsseldorf, |
| Leitung | Marc Ullrich Thomas Meiertoberens |
| Produkte | Computer- und Videospiele |
Die Rainbow Arts Software GmbH war ein 1984 in Gütersloh gegründetes Unternehmen der Computerspielindustrie. Es war als sowohl als Entwickler als auch als Publisher tätig und erreichte durch die eigenen C64- und Amiga-Spiele einen hohen Bekanntheitsgrad. Rainbow Arts war zeitweise eines der größten deutschen und europäischen Unternehmen im Bereich der Computerspiele.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Rainbow Arts wurde 1984 von Thomas Meiertoberens und Marc Alexander Ullrich in Gütersloh gegründet, der Firmensitz wurde aber nach einiger Zeit nach Düsseldorf verlegt.[1] Eines der frühen Spiele des Unternehmens war Madness.
Ab Mitte der 1980er-Jahre feierte Rainbow Arts sehr große Erfolge, mit bekannten Titeln wie etwa der populären Turrican-Reihe, MadTV, Katakis oder The Great Giana Sisters. Zwischenzeitlich war Rainbow Arts sogar eines der größten europäischen Computerspieleunternehmen. Viele bekannte und zum Teil auch heute noch in der Computerspieleindustrie tätige Persönlichkeiten, wie Armin Gessert, Manfred Trenz, Thomas Hertzler, Chris Hülsbeck, Boris Schneider und Teut Weidemann arbeiteten zumindest eine Zeit lang für Rainbow Arts.
Der Niedergang des Unternehmens begann in den frühen 1990er-Jahren: Die Firmengründer trennten sich und schließlich Rainbow Arts wurde an die Softgold Computerspiele GmbH verkauft, die wiederum zur Rushware-Firmengruppe gehörte. Der Name Rainbow Arts verlor seitdem an Bekanntheit. Softgold wurde wiederum im Jahr 1999 vom amerikanischen Spielehersteller THQ aufgekauft. Der Name Rainbow Arts wurde dann ab 1999 endgültig nicht mehr weitergeführt. Die Rechte an der Marke Rainbow Arts liegen aber nach wie vor bei THQ.
[Bearbeiten] Trivia
Bekannt wurde die Rainbow Arts Software GmbH unter anderem auch durch einen der ersten Prozesse zu der Frage, ob zwischen einem Softwarehaus und einem, von einem Studenten betriebenen, Bulletin Board System ein Wettbewerbsverhältnis besteht, so dass zeichenrechtliche Ansprüche durchsetzbar sind. Dies wurde vom Amtsgericht München bestätigt.[2] Die Rainbow Arts Software GmbH wurde in diesem Verfahren durch Rechtsanwalt Günter Freiherr von Gravenreuth vertreten. Diese Entscheidung führte zu einer erheblichen Verunsicherung der Mailbox-Szene.[3]
[Bearbeiten] Computerspiele (Auswahl)
- 3001 O'Connor's Fight
- The Baby of Can Guru
- Bad Cat
- The Birds and the Bees II: Antics
- Bozuma
- Circus Attractions
- Curse of RA
- Danger Freak
- Denaris
- Down at the Trolls
- East vs. West: Berlin 1948
- Future Tank
- Garrison
- Graffiti Man
- Grand Monster Slam
- The Great Giana Sisters
- Hard 'n Heavy
- Imperium Romanum
- In 80 Days Around the World
- Jinks
- Katakis
- Logical
- Lollypop
- M.U.D.S. – Mean Ugly Dirty Sport
- Mad TV
- Madness
- Masterblazer Sequel to Lucasfilm's Ballblazer
- Mystery of the Mummy
- Oxxonian
- Rock'n Roll
- R-Type
- Rendering Ranger R²
- Soldier
- Spherical
- Starball
- StarTrash
- Sunny Shine
- To be on Top
- Turrican
- Turrican II: The Final Fight
- Turrican 3: Payment Day
- The Volleyball Simulator
- Warriors
- X-Out
- Z-Out
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Disketten-Werbung Wundervolle Eigenschaften. Der Spiegel. Spiegel online (1. November 1991). Abgerufen am 22. Januar 2012. „Nach ähnlichem Muster funktioniert "Adidas Football Challenge", und das Düsseldorfer Softwarehaus Rainbow Arts entwickelte für den Zigarettenhersteller "Philip Morris" ein Computerabenteuerspiel ("Sunny Shine"), dessen Held bei jeder Gelegenheit mit "L&M" in Berührung kommt.“
- ↑ Urteil des Amtsgericht München vom 13. Juli 1993 bei aufrecht.de
- ↑ Diskussion in der Newsgroup de.org.ccc im Mai 1993 (Link auf Google Groups)
[Bearbeiten] Weblinks
- THQ – Jetzige Eigentümer von Rainbow Arts
- Rainbow Arts bei MobyGames (englisch)
- Videobeitrag "Kids programmieren" von 1989 – aus Fernsehsendung Ragazzi