Feldrabbiner

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Dr. Aron Tänzer aus Göppingen, als deutscher Feldrabbiner, im Ersten Weltkrieg, mit dem EK II am Bande im zweiten Knopfloch der Uniformjacke und Davidstern an der Halskette
Kanadischer Feldrabbiner auf deutschem Boden im Zuge der Befreiung vom Nationalsozialismus im Zweiten Weltkrieg, 18. März 1945, bei Cleve

Feldrabbiner sind Rabbiner, die als Militärseelsorger tätig sind.

Im deutschsprachigen Raum wurde das Feldrabbinat zuerst 1875 bei der Militärseelsorge der Österreichisch-Ungarischen Landstreitkräfte eingeführt. Beim deutschen Heer wurde das Feldrabbinat erst zu Beginn des Ersten Weltkrieges eingeführt. Bekanntester Feldrabbiner des Deutschen Heeres wurde Leo Baeck. Insgesamt sind heute um die dreißig deutsche Feldrabbiner aus der Zeit des Ersten Weltkrieges bekannt. Der Verband der Deutschen Juden gab eigens eine besondere Feld-Bibel heraus.[1] Die deutschen Feldrabbiner des Ersten Weltkrieges trugen die feldgraue Heeresuniform mit einer Armbinde mit rotem Kreuz. Der Davidstern wurde dazu an einer Halskette getragen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Sabine Hank, Hermann Simon, Uwe Hank, Feldrabbiner in den deutschen Streitkräften des Ersten Weltkrieges, Berlin 2013, herausgegeben von der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum und dem Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, ISBN 978-3-938485-76-7, Schriften des Centrum Judaicum, Bd. 7
  • Wilhelm Güde: Rabbiner Dr. Alexander Kisch als k.k. Landwehrrabbiner. Zugleich ein kleiner Beitrag über die Anfänge der jüdischen Militärseelsorge in Österreich-Ungarn. In: Jüdische Soldaten - Jüdischer Widerstand in Deutschland und Frankreich, herausgegeben von Michael Berger und Gideon Römer-Hillebrecht, Paderborn, München, Wien, Zürich 2012, S.180-196.

Siehe auch[Bearbeiten]

Militärseelsorge

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Feldrabbiner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Feld-Bibel des Feldrabbis Dr. Italiener aus Danzig