Seelsorger

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Feuerwehrseelsorger im Einsatz nach dem Einsturz des historischen Archivs der Stadt Köln

Ein Seelsorger ist im religiösen Verständnis des Begriffs eine Person, die sich der Seelsorge, im christlichen Kontext mitunter auch als Pastoral bezeichnet, widmet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Katholisches Verständnis

Gemäß katholischem Verständnis sind Seelsorgerinnen und Seelsorger Personen, die von der Kirche beauftragt seelsorgliche Aufgaben wahrnehmen.

Das katholische Kirchenrecht unterscheidet zwei Begriffe: Zum einen Seelsorge (cura animarum), die von Laien und Klerikern ausgeübt werden kann und mit Teilaufgaben aus den kirchlichen Diensten verbunden ist, zum anderen Hirtensorge (cura pastoralis), die im Sinne einer umfassenden Leitungsaufgabe kirchlichen Amtsträgern (Bischof, Priester oder Diakon) vorbehalten ist. Die Ausweitung des Begriffs "Seelsorger" auf hauptamtliche gesendete oder beauftragte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (z. B. Pastoralassistenten, Pastoralreferenten u. ä.) ist kirchenrechtlich begründet.

[Bearbeiten] Das christliche Heil

Das christliche Heil umfasst nicht nur die geistig-seelische, sondern auch die leibliche Dimension des Menschseins. Das Heil Gottes ist demnach keine ausschließlich jenseitige Größe, sondern hat auch leibhaft-konkrete Konsequenzen in dieser irdischen Welt, was der inkarnatorischen Dynamik des Christentums entspricht.

[Bearbeiten] Der allgemeine Sprachgebrauch

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird davon ausgegangen, dass sich ein Seelsorger primär um das geistige-seelische Wohlbefinden anderer kümmert.

[Bearbeiten] Seelsorger in anderen Kulturen

In indianischen und animistischen Religionen ( Kulturen ) wird die Seelsorge von speziell dafür ausgebildeten und befähigten Personen, den Schamanen ( bzw. Medizin-mann/frau ) ausgeübt. Diese kümmern sich auch um den Totenkult und den Kontakt und Ausgleich mit der Geisterwelt. Dazu gehen Sie auf sogenannte schamanische Reisen. Nur nach einer harten und für moderne Menschen unverständlichen Ausbildung darf eine solche Person heilerisch und seelsorgerisch tätig werden. Im Stammesrat sind solche Personen geachtete Ansprechpartner und werden bei Problemen als erste um Rat gefragt und stehen sogar noch eine Rangstufe über den Häuptlingen ( Stammesanführern ). Speziell ausgebildetete schamanisch tätige Personen werden für weibliche und männliche Belange verschieden ausgebildet ( bis heute ).

[Bearbeiten] Konkurrenz zum Christentum

Da die christlichen Seelsorger schon früh die Konkurrenz zu den Schamanen sahen, befürworteten und unterstützten Sie die Dezimierung und Christianisierung der Eingeborenen und aboriginen Völker, der kolonisierten Ländereien. Dies führte bei nicht mitarbeitenden und sich dagegen auflehnenden Völkern bis zur Ausrottung.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

  • Heribert Hallermann, Seelsorger(in) - ein geschützter Begriff? Kirchenrechtliche Klärungen, in: Lebendige Seelsorge 55 (2004), Heft 3, 210-214.
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