Felix Rexhausen

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Felix Rexhausen (* 31. Dezember 1932 in Köln; † 6. Februar 1992 in Hamburg), Pseudonym Stefan David, war ein deutscher Journalist und Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten]

Felix Rexhausen wuchs in Leipzig und Hamburg auf. Er studierte Volkswirtschaftslehre an der Universität Köln, wo er 1959 promovierte. Danach war er als Redakteur beim Westdeutschen Rundfunk in Köln tätig; später schrieb er für den Kölner Stadtanzeiger, den „Spiegel“ und die „Zeit“. Zusammen mit Carola Stern und Gerd Ruge gründete er 1961 die Deutsche Sektion von amnesty international. Seit 1968 lebte er als freier Schriftsteller in Hamburg. Neben seinen journalistischen Arbeiten veröffentlichte Rexhausen Romane, Satiren und Lyrik (zum Teil vertont von Wolfgang „Schobert“ Schulz und zu Gehör gebracht von Schobert und Black); er gilt als einer der ersten namhaften deutschsprachigen Autoren, der das Thema Homosexualität (nicht zuletzt auch anhand eigener Erfahrungen) bereits während der 1960er-Jahre offen behandelte.

Werke[Bearbeiten]

  • Der Unternehmer und die volkswirtschaftliche Entwicklung, Berlin 1960 (unter demselben Titel am 27. Februar 1959 als Dissertation an der wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln bei Günter Schmölders eingereicht[1])
  • Die Finanzpublizität der Länder und Gemeinden, Berlin 1963; Finanzwissenschaftliche Forschungsarbeiten, Neue Folge, Heft 28
  • Mit Bayern leben, Offenbach am Main 1963
  • Der linkische und der Weg zum Rechts-Staat oder Wer zersetzt hier was?, Köln 1965
  • Mit deutscher Tinte, Frankfurt a.M. 1965
    (auch als Langspielplatte bei Telefunken erschienen: Deutschland deine Redner. Bundesrepublikanische Ansprachen – notiert von Felix Rexhausen)
  • Lavendelschwert, Frankfurt a.M. 1966
  • Gedichte an Bülbül, Stierstadt i.Ts. 1968
  • Die Sache, Frankfurt/M. 1968
  • Berührungen, Darmstadt 1969 (unter dem Namen Stefan David)
  • Seelenadel, Zweibrücken 1969 (zusammen mit Axel Hertenstein)
  • Von großen Deutschen, Stierstadt i.Ts. 1969
  • Germania unter der Gürtellinie, Bern [u.a.] 1970
  • Dem Neuen ist Seife egal, eine Komödie, uraufgeführt am 14. November 1970 in den Kammerspielen Lübeck (Regie: Karl Vibach)
  • Spukspaßspitzen, Pforzheim 1970 (zusammen mit Axel Hertenstein)
  • Wie es so geht, Düsseldorf 1974
  • So und so, Leverkusen 1976
  • In Harvestehude, Hamburg 1979
  • Die Lavendeltreppe, Düsseldorf 1979
  • Über Wahlkampf, Luzern [u.a.] 1980
  • Beste Fahrt!, Ottersberg 1981
  • Gesammelte Werke, Berlin
    • Band 1: Die Märchenklappe: allerlei Zwischenmännlichkeiten; Geschichten, Mären, Reime, 1982
      (ein weiterer Band ist nicht erschienen)
  • Der heutige Homosexuelle und Weihnachten, Kiel 1987
  • Die deutsche Weihnacht, München 1989

Für die Doppel-LP Das ganze Jahr! von Schobert und Black hat er 14 Lied-Texte verfasst.

Übersetzungen[Bearbeiten]

  • Amilcare Puviani: Die Illusionen in der öffentlichen Finanzwirtschaft, Berlin 1960 (übersetzt zusammen mit Marianne Hartmann)

Gedenken[Bearbeiten]

Seit 1998 vergibt der Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen einen Medienpreis, der nach Felix Rexhausen benannt ist.[2] Die Stadt Köln hat am 27. März 2014 einen Platz nach Felix Rexhausen benannt.[3]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. DNB http://d-nb.info/480049343
  2. Felix Rexhausen - eine kurze Biografie http://www.blsj.de/medienpreis/felix-rexhausen/
  3. Protokoll und Beschlussvorlage Platzbenennung http://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=44727&voselect=12290