Ferdinand Bie

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Ferdinand Reinhardt Bie (* 16. Februar 1888 in Drammen; † 9. November 1961 in Kristiansund) war ein norwegischer Leichtathlet.

Bei den Olympischen Spielen 1912 in Stockholm wurde Bie Zehnter im Weitsprung mit 6,75 Meter. Im Zehnkampf gab er auf.

Im Fünfkampf wurden die Punkte nach Platzierung in den einzelnen Disziplinen vergeben. Der US-Amerikaner Jim Thorpe gewann mit 7 Punkten für vier erste Plätze und einen dritten Platz im Speerwurf. Ferdinand Bie wurde mit 21 Punkten Zweiter. Ein Jahr später wurde Thorpe disqualifizifiert, da er gegen Geld Baseball gespielt hatte. Bie wurde, wie Hugo Wieslander im Zehnkampf, 1913 nachträglich zum Olympiasieger erklärt.

Erst 1982 wurde Jim Thorpe vom IOC rehabilitiert und in beiden Disziplinen posthum zum Olympiasieger erklärt. Gleichzeitig wurde festgelegt, dass das sonstige offizielle Ergebnis nicht verändert werden soll. Damit werden im Fünfkampf 1912 Thorpe und Bie beide als Olympiasieger geführt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ekkehard zur Megede: The Modern Olympic Century 1896-1996 Track and Fields Athletics, Berlin 1999, publiziert über Deutsche Gesellschaft für Leichtathletik-Dokumentation e. V.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Ferdinand Bie in der Datenbank von Sports-Reference.com (englisch)