Flammenwerfer 35

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Deutsche Infanteriesoldaten mit Flammenwerfer 35 bei Stalingrad, Russland.

Der Flammenwerfer 35 ist ein Ein-Mann-Flammenwerfer, der im Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits im Ersten Weltkrieg (1914–1918) setzten die deutschen Truppen erstmals Flammenwerfer ein. Bei der Schlacht von Verdun erzielten sie große Erfolge, was dazu führte, dass spezielle Flammenwerfereinheiten aufgestellt wurden. Zwischen den Kriegen arbeitete man ernsthaft an der Entwicklung von Ein-Mann-Flammenwerfern und daraus entstand der Flammenwerfer 35, der bis 1941 produziert und dann von anderen Modellen abgelöst wurde.

Verwendung[Bearbeiten]

Bei der Entwicklung dieses Flammenwerfers wurden Hauptbestandteile aus dem Ersten Weltkrieg übernommen. Flammenwerfer wurden im Zweiten Weltkrieg gegen Bunker, Befestigungsanlagen und Panzerfahrzeuge eingesetzt und waren relativ erfolgreich. Doch die Gefahr der Selbstentzündung für den Träger war sehr hoch, denn ein feindlicher Treffer in einen der beiden Tanks konnte zur Selbstentzündung führen. Das Gewicht von 35,8 kg stellte ein weiteres Problem dar, denn der Bewegungsradius war durch das hohe Gewicht eingeschränkt.

Technik[Bearbeiten]

Die Flammenwerfer waren nach folgendem Prinzip aufgebaut: Jeder Werfer besaß zwei Tanks, einen für Flammenöl, den anderen für ein Treibmittel, meist Stickstoff. Sobald das Ventil geöffnet wurde drückte das Treibmittel Flammöl durch das Flammrohr, wo es dann entzündet wurde. Die Reichweite des Flammenstrahls war vom Öldurchsatz der Düse, der Anfangsgeschwindigkeit des Flammöls sowie von der Windrichtung abhängig. Die Anfangsgeschwindigkeit wiederum wurde vom Druck im Behälter und der Schlauchlänge bestimmt.

Der Flammenstrahl war 25 bis 30 m lang und dauerte rund zehn Sekunden an, je nach Länge der einzelnen Salven, dadurch konnten bis zu 15 Salven abgegeben werden.

Technische Daten[Bearbeiten]

Kenngröße Daten
Flammölmenge 11,81 Liter
Gesamtgewicht 35,8 kg
Druckgas Stickstoff
Anzahl möglicher Feuerstöße 2-15
Reichweite 25 bis 30 m

Literatur[Bearbeiten]

  • Alexander Lüdeke: Waffentechnik im Zweiten Weltkrieg. Infanteriewaffen, ungepanzerte Fahrzeuge, gepanzerte Fahrzeuge, Artillerie, Spezialwaffen, Flugzeuge, Schiffe. Parragon Books, Bath 2007, ISBN 978-1-4054-8584-5.

Weblinks[Bearbeiten]