Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster

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Filmdaten
Deutscher Titel Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster
Originaltitel Gojira tai Hedora
Produktionsland Japan
Originalsprache Japanisch
Erscheinungsjahr 1971
Länge 96 Minuten
Stab
Regie Yoshimitsu Banno
Drehbuch Yoshimitsu Banno
Takeshi Kimura
(als Kaoru Mabuchi)
Produktion Samuel Z. Arkoff
Tomoyuki Tanaka
Musik Riichirō Manabe
Kamera Yoichi Manoda
Schnitt Yoshitami Kuroiwa
Besetzung

Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster (jap. ゴジラ対ヘドラ, Gojira tai Hedora) ist ein japanischer Monsterfilm um das Filmmonster Godzilla aus dem Jahr 1971.

Handlung[Bearbeiten]

Dem Müll und Dreck, mit denen die Menschen das Meer vor Tokio verschmutzen, entsteigt ein kolossaler Mutant; vom japanischen Volk „Hedora“ genannt, von hedoro „Schlamm, Schlick; Industrieabfall“.

Als der Wissenschaftler Dr. Yano das Monster untersuchen will, erleidet er durch dieses schwere Verbrennungen. Hedora streicht über das Land und ernährt sich von Industrieabfällen. Im Lauf der Zeit wächst Hedora immer stärker; zudem stellt Dr. Yano fest, dass sich das Monster im Amphibienstadium befindet und einem Umwandlungsprozess unterliegt.

Von seinem Sohn inspiriert, findet Dr. Yano heraus, dass Elektrizität für Hedora eine tödliche Wirkung hat. Godzilla, ein weiteres mutiertes Monster, erscheint und jagt das Ungeheuer in ein für diesen Zweck errichtetes elektrisches Feld, bevor Hedora, nun in Form eines Riesendrachen, davon fliegt. Godzilla fliegt hinterher und fängt den Drachen ein, der nun auch von ihm vernichtet wird.

Hintergründe[Bearbeiten]

Die Tōhō-Studios, für die Regisseur Ishirō Honda den Filmsaurier Godzilla erfunden hatte, suchten mit der Thematisierung der Umweltzerstörung nach neuen Themen für ihre Filme, da die im ersten Godzilla-Film von 1954 umgesetzte Thematik der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki nicht mehr aktuell war. Man sah sich der Konkurrenz des Filmstudios Daiei Pictures ausgesetzt, das sich kurz zuvor mit Gamera tai Shinkai Kaiju Jigura (mit dem schildkrötenartigen Filmmonster Gamera) desselben Themas angenommen hatte.

Da der Chef der Tōhō-Studios, Tomoyuki Tanaka, entsetzt von der Umsetzung des während seines Krankenhausaufenthaltes entstandenen Filmes war, blieb Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster der einzige Godzilla-Film unter der Regie von Yoshimitsu Banno.[1] Erst 2014 war Banno wieder an einem Godzilla-Film beteiligt: er produzierte das zweite amerikanische Remake mit.

Kritiken[Bearbeiten]

„Eine fantasievolle, makabre und böse Satire über die Machtlosigkeit des Menschen gegenüber den Folgen der Industrialisierung.“

Lexikon des Internationalen Films[2]

Literatur[Bearbeiten]

  • Gernot Gricksch: Godzilla. Von Japan bis Hollywood: Alles über das berühmteste Monster der Filmgeschichte. Wilhelm Heyne Verlag, München 1998, ISBN 3-453-13836-8.
  • Jens Hauser: Godzilla – Die unglaubliche Erfolgsstory des Kultmonsters. Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf., München 1998, ISBN 3-426-61110-4.
  • Jörg Buttgereit: Japan – Die Monsterinsel. Godzilla, Gamera, Frankenstein & Co. Berlin 2006, ISBN 3-927795-44-5.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jörg Buttgereit: Japan – Die Monsterinsel. Godzilla, Gamera, Frankenstein & Co.. Berlin 2006, S. 56
  2. Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster im Lexikon des Internationalen Films