Friedrich Karl (Württemberg-Winnental)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Herzog Friedrich Karl von Württemberg-Winnental

Friedrich Carl (* 12. September 1652 in Stuttgart; † 20. Dezember 1698 ebenda) war seit 1677 württembergischer Herzog der neubegründeten Linie von Württemberg-Winnental und als Vormund des Herzogs Eberhard Ludwig Regent des Herzogtums.

Leben[Bearbeiten]

Friedrich Carl war Sohn des Herzogs Eberhard III. von Württemberg und der Anna Catharina, Wild- und Rheingräfin von Salm-Kyrburg.

Friedrich Karl von Württemberg-Winnental, Radierung nach Johann Rudolf Huber.

Am 27. November 1677 erhielt Friedrich Carl von Kaiser Leopold I. die Obervormundschaft über seinen Neffen Eberhard Ludwig und damit die Regentschaft über Württemberg. Diese endete am 22. Januar 1693 mit der Volljährigkeit Eberhard Ludwigs. Innenpolitisch kümmerte er sich um die Konsolidierung des Landes, mit besonderem Schwerpunkt des Kirchen- und Schulwesens. In seine Amtszeit fällt die Gründung des ersten Stuttgarter Gymnasiums, 1686.

Friedrich Karl von Württemberg-Winnental (Mitte), seine Schwägerin Magdalena Sibylla von Hessen-Darmstadt (links) und Eberhard Ludwig von Württemberg (rechts)

Außenpolitisch war die Zeit durch den Pfälzischen Erbfolgekrieg geprägt. Im Herbst 1688 musste Friedrich Carl mit dem zwölfjährigen Eberhard Ludwig nach Nürnberg flüchten. Im September 1692 wurde Friedrich Karl, der mit einem Heer von 4000 Mann bei Ötisheim lag, von den Franzosen gefangengenommen und nach Versailles gebracht. Verhandlungen lehnte er aber ab, da er keine Rücksprache mit dem Kaiser halten konnte. Als er im Januar 1693 freigelassen wurde, hatte Magdalena Sibylla von Hessen-Darmstadt, Eberhard Ludwigs Mutter zusammen mit dem württembergischen Geheimen Rat beim Kaiser die vorzeitige Volljährigkeitserklärung Eberhard Ludwigs erwirkt.

Als Entschädigung für die Entbindung von der Administration erhielt er von der Landschaft eine größere Summe Geldes ausbezahlt. Außerdem ernannte ihn der Kaiser zum Generalfeldmarschall.

Er kämpfte ab 1694 am Oberrhein unter Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden-Baden und erhielt während der Winterquartiere den Oberbefehl über die Reichsarmee. Ab 1696 begann er zu kränkeln. Am 20. Dezember 1698 starb er an der Syphilis.

Nachkommen[Bearbeiten]

Eleonore Juliane von Brandenburg-Ansbach

Am 31. Oktober 1682 heiratete Friedrich Karl Eleonore Juliane von Brandenburg-Ansbach (1663–1724), eine Tochter des Markgrafen Albrecht von Brandenburg-Ansbach.

Literatur[Bearbeiten]