GANEFO

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Als GANEFO (Games of the New Emerging Forces, dt: „Spiele der neuen aufstrebenden Kräfte“) wurde eine 1963 und 1966 ausgetragene Multisportveranstaltung bezeichnet.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Spiele waren als Gegenpol zu den Olympischen Spielen gedacht und fanden 1963 in Jakarta und 1966 in Phnom Penh statt. Die chinesische Kulturrevolution verhinderte eine dritte Austragung 1969.[1] An den ersten Ganefo nahmen 51 Nationen mit etwa 2.700 Athleten aus allen Kontinenten teil. Das IOC erklärte, dass Athleten, die an diesen Spielen teilnähmen, für die nächsten Olympischen Spielen gesperrt würden. Die Sowjetunion entsandte deswegen ein „B-Team“.

An den zweiten Ganefo in Phnom Penh beteiligten sich ca. 2.000 Sportler aus 17 asiatischen Ländern. Für das Fußballturnier wurde zuvor im August 1965 ein Qualifikationsturnier in Pjöngjang ausgetragen. Mit Guinea beteiligte sich daran auch eine afrikanische Mannschaft. Da diese jedoch die Qualifikation verpasste, verblieb ein rein asiatisches Teilnehmerfeld.

Austragungsorte[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Lutan, Rusli / Hong, Fan: The politicization of sport: GANEFO – A case study, in: Sport in Society 8 (2005), S. 425–439.
  • Pauker, Ewa T.: GANEFO I: Sports and Politics in Djacarta, in: Asian Survey 5 (1965), S. 171–185.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rolf von der Laage: Die Chinesen kommen, sehn und lernen. Die Zeit, 7. Januar 1972, abgerufen am 23. November 2009.