Olympische Sommerspiele 1964
| Austragungsort | Tokio, Japan |
| Teilnehmende Mannschaften | 93 |
| Teilnehmende Athleten | 5.151, davon 678 Frauen |
| Wettbewerbe | 163 in 19 Sportarten |
| Eröffnung | 10. Oktober 1964 |
| Schlussfeier | 24. Oktober 1964 |
| Eröffnet durch | Kaiser Hirohito |
| Olympischer Eid | Takashi Ono (Sportler) |
| Olympische Fackel | Yoshinori Sakai |
| Medaillenspiegel | |||||
| Platz | Land | G | S | B | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 36 | 26 | 28 | 90 | |
| 2 | 30 | 31 | 35 | 96 | |
| 3 | 16 | 5 | 8 | 29 | |
| 4 | 10 | 22 | 18 | 50 | |
| 5 | 10 | 10 | 7 | 27 | |
| 6 | 10 | 7 | 5 | 22 | |
| 7 | 7 | 6 | 10 | 23 | |
| 8 | 6 | 2 | 10 | 18 | |
| 9 | 5 | 6 | 3 | 14 | |
| 10 | 4 | 12 | 2 | 18 | |
| … | … | … | … | … | … |
| 22 | 1 | 2 | 1 | 4 | |
| Vollständiger Medaillenspiegel | |||||
Die Olympischen Sommerspiele 1964 (offiziell Spiele der XVIII. Olympiade genannt) fanden in Tokio (Japan) statt. Andere Kandidatenstädte waren Detroit (USA), Wien (Österreich) und Brüssel (Belgien).
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Herausragende Sportler
- Der US-amerikanische Schwimmer Don Schollander gewann 4 Goldmedaillen.
- Die Kunstturnerin Larissa Latynina aus der UdSSR fügte ihrer Sammlung 6 weitere Medaillen hinzu. Insgesamt gewann sie bei drei Olympischen Spielen 18 Medaillen, je viermal Gold und Silber, und führte bis zu den Olympischen Spielen 2008 die ewige Bestenliste als erfolgreichste Sportlerin an. Abgelöst wurde sie vom US-amerikanischen Schwimmer Michael Phelps.
[Bearbeiten] Erwähnenswertes
- Das olympische Feuer wurde von Yoshinori Sakai entzündet, der am 6. August 1945 geboren wurde, dem Tag, an dem die erste Atombombe über Hiroshima abgeworfen wurde.
- Das IOC schloss gleich fünf Länder von einer Teilnahme aus: VR China, Indonesien, Nordkorea, Nordvietnam und Südafrika - Olympiarekord
- Die deutschen Athleten traten - wie auch bei den Olympischen Sommerspielen 1956 in Melbourne und 1960 in Rom - erneut mit einer gemeinsamen Mannschaft an und letztmalig bis Barcelona 1992.
- Zum ersten Mal bei Olympischen Spielen fanden Wettkämpfe im Judo statt; dies wohl auch unter dem Hintergrund, dass Japan das Geburtsland dieser Sportart war. Als in der Offenen Klasse - anders als im Leicht-, Mittel- und Schwergewicht, wo jeweils japanische Athleten die Goldmedaille errangen, - Antonius Johannes Geesink aus den Niederlanden im Finale den stark favorisierten Japaner Akio Kaminaka besiegte, konnten viele japanische Zuschauer ihre Tränen nicht mehr zurückhalten.
- Die US-amerikanische Schwimmmannschaft gewann 7 von 10 möglichen Goldmedaillen bei den Herren[1].
- Erstmals wurde von einer Olympiade via Satellit übertragen; über den Syncom 3-Satelliten wurden Fernsehbilder in die USA durchgeleitet. Es war das erste TV-Programm, das den Pazifischen Ozean geplant via Satellit überquerte. Teilweise erfolgte eine weitere Übertragung über den Satelliten Relay 1 nach Europa. Damit wurde eine aktuelle weltweite Reportagetätigkeit ermöglicht, die seitdem einen festen Platz in der Berichterstattung der Spiele hat.
[Bearbeiten] Wettbewerbe
[Bearbeiten] Wettkampfstätten
Die Mehrzahl der Wettkampfstätten befand sich in den Bezirken Tokios, vor allem im Westen und Südwesten der Stadt. Die Eröffnungs- und Schlussfeier fanden im Nationalstadion im Bezirk Shinjuku statt; dort wurden auch Leichtathletik- und Reitwettbewerbe und das Fußballfinale ausgetragen. Zusammen mit dem Tōkyō Taiikukan im Nachbarbezirk Shibuya und dem Prinz-Chichibu-Rugbystadion (für Fußball) in Minato wurden diese als „Meiji-Park“ zusammengefasst. Ein zweiter Schwerpunkt im Bezirk Shibuya war das Kokuritsu Yoyogi Kyōgijō zusammen mit der nahen Shibuya Kōkaidō für Gewichtheben. Ein dritter größerer Komplex befindet sich mit dem Olympiapark Komazawa im Bezirk Setagaya im Südwesten der Stadt. Weitere Standorte waren der Baji Kōen in Setagaya, im Bezirk Shinjuku die Waseda-Universität, wo Fechtwettbewerbe stattfanden, und einzelne Austragungsstätten in östlicheren Bezirken näher am alten Stadtzentrum von Tokio: der Kōrakuen Ice Palace (Boxen) in Bunkyō und das Nippon Budōkan (Judo) in Chiyoda.
Einige Wettbewerbe wurden in Sportstätten außerhalb Tokios ausgetragen:
- In der Stadt Hachiōji (Präfektur Tokio) fanden Radsportwettbewerbe statt. Der Marathonkurs führte längs der Kōshū kaidō, der historischen Hauptstraße von Edo in die Provinz Kai, aus Tokio in den Vorort Chōfu.
- In Yokohama (Präfektur Kanagawa) fanden einige Fußball- und Volleyballspiele statt, auf dem Sagami-See die Kanubewerbe, in der Sagami-Bucht vor Enoshima wurde gesegelt.
- In der Präfektur Saitama fanden in Asaka und Tokorozawa die Schießwettbewerbe und Teile des Modernen Fünfkampfs statt, Ruderwettbewerbe in Toda am Arakawa und im Fußballstadion von Ōmiya fanden weitere Fußballspiele statt.
- Der Querfeldlauf der Modernen Fünfkämpfer wurde auf einer Sportanlage der Universität Tokio in der Stadt Chiba (Präfektur Chiba) ausgetragen.
- Die am weitesten von Tokio entfernte Wettkampfstätte war das Reitstadion von Karuizawa in der Präfektur Nagano.[2]
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
- Seite des IOC zu den Sommerspielen 1964 (Englisch)
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ [1]www.sport-komplett.de
- ↑ Japanisches Olympisches Komitee: Wettkampfstätten der Olympischen Spiele Tokio 1964
Athen 1896 | Paris 1900 | St. Louis 1904 | Athen 1906 (inoffiziell) | London 1908 | Stockholm 1912 | Berlin 1916 | Antwerpen 1920 | Paris 1924 | Amsterdam 1928 | Los Angeles 1932 | Berlin 1936 | Tokio 1940 | London 1944 | London 1948 | Helsinki 1952 | Melbourne 1956 | Rom 1960 | Tokio 1964 | Mexiko-Stadt 1968 | München 1972 | Montréal 1976 | Moskau 1980 | Los Angeles 1984 | Seoul 1988 | Barcelona 1992 | Atlanta 1996 | Sydney 2000 | Athen 2004 | Peking 2008 | London 2012 | Rio de Janeiro 2016 | 2020
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Singapur 2010 (Sommer) | Innsbruck 2012 (Winter) | Nanjing 2014 (Sommer) | Lillehammer 2016 (Winter)