Gabriel Prosser

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Gabriel Prosser (* 10. Oktober 1776 (?) in Henrico County, Virginia; † 7. Oktober 1800) war ein versklavter Schmied aus Richmond, der im Jahr 1800 zusammen mit seinem Bruder Martin Prosser einen gescheiterten Sklavenaufstand in Virginia anführte.

Leben[Bearbeiten]

Gabriel Prosser organisierte einen Sklavenaufstand mit ca. hundert anderen Sklaven. Gemeinsam wollten sie am 30. August 1800 Richmond einnehmen und dessen Bürgermeister James Monroe vertreiben. Jedoch wurde der Plan enthüllt und scheiterte. Gabriel, der den Nachnamen seines Eigentümers, Thomas H. Prosser, trug, konnte seiner Festnahme vorerst entgehen, wurde aber im Oktober 1800, wie bereits 35 seiner Gefolgsleute, gehängt.[1]

Erinnerung[Bearbeiten]

  • 2002 erinnerte die Stadt Richmond an den 202ten Jahrestag der Rebellion und nannte Prosser in einer Resolution einen Patrioten und Freiheitskämpfer[2].
  • Im Herbst 2006 bat die NAACP den Gouverneur Tim Kaine Gabriel und seine Gefolgsleute posthum zu begnadigen.
  • Am 30. August 2007 kam Kaine dieser Bitte nach und begnadigte Gabriel und seine Gefolgsleute[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thomas L. Purvis: A Dictionary of American History. Keyword: Prosser's Conspiracy. UK, USA: Blackwell Publishing 2007, 5. Auflage S. 329.
  2. C. Ruth Ebrahim, "Virginia State NAACP Conference requests pardon of Gabriel", The Caroline Register, Okt. 2006, abgerufen am 23. Juli 2008
  3. Associated Press, "Gov. 'Pardons' Gabriel's Rebellion Slave", The Washington Post, 31. August 2007.