National Association for the Advancement of Colored People

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Vier Führer der NAACP halten 1956 ein Plakat gegen Rassentrennung in Mississippi hoch

Die National Association for the Advancement of Colored People (engl. Nationale Organisation für die Förderung farbiger Menschen), auch NAACP genannt, ist eine der ältesten und einflussreichsten schwarzen Bürgerrechtsorganisationen der USA.

Geschichte[Bearbeiten]

Sie ging aus dem 1905 gegründeten Niagara Movement hervor und wurde am 12. Februar 1909 ins Leben gerufen, um zugunsten der afro-amerikanischen Bevölkerung zu arbeiten. Gründungsmitglieder waren William Edward Burghardt Du Bois, Ida Wells-Barnett, Henry Moskowitz, Mary White Ovington, Oswald Garrison Villard und William English Walling. Die NAACP zählte zu den Unterstützern und Organisatoren sowohl des Marsches auf Washington 1963 also auch des Millionen-Mann-Marsches 1995.

Andere frühe Mitglieder waren Joel und Arthur Spingarn, Josephine Ruffin, Mary Talbert, Inez Milholland, Jane Addams, Florence Kelley, Sophonisba Breckinridge, John Haynes Holmes, Mary McLeod Bethune, George Henry White, Charles Edward Russell, John Dewey, William Dean Howells, Lillian Wald, Charles Darrow, Lincoln Steffens, Ray Stannard Baker, Fanny Garrison Villard, und Walter Sachs.

Die NAACP gründete ihr erstes nationales Büro im Jahr 1910 in New York City und wählte ein Board of Directors sowie als Präsidenten Moorfield Storey, einen weißen Verfassungsrechtler und ehemaligen Präsidenten der American Bar Association. Der einzige Afroamerikaner unter den Führungskräften, war Du Bois, der zum Direktor von Publikationen und Forschung gewählt war. Er gründete im Jahr 1910 die offizielle Zeitschrift der NAACP The Crisis als führende Stimme für Bürgerrechte. Um die Auflage zu erhöhen, veröffentlichte Du Bois Werke von Langston Hughes, Countee Cullen und anderen afro-amerikanischen Literaten. Heute ist das Magazin eine der ältesten schwarzen Zeitschriften in Amerika.

Organisation[Bearbeiten]

Der Hauptsitz der NAACP liegt in Baltimore, regionale Büros befinden sich in Kalifornien, New York, Michigan, Missouri, Georgia, Texas und Maryland. Die NAACP wird auf nationaler Ebene durch einen Verwaltungsrat vertreten. Dieser hat 64 Mitglieder und wird von einem Vorsitzenden geführt. Der Vorstand wählt einen Präsidenten und Chief Executive Officer für die Organisation.

Präsident war bis 2005 Kweisi Mfume; ihm folgte bis zu seinem Rücktritt im März 2007 Bruce S. Gordon; seitdem ist es (Stand Juli 2013) Benjamin Jealous.

Chairman ist seit Februar 2010 Roslyn Brock; ihr Vorgänger war der Civil-Rights-Movement-Aktivist und ehemalige US-Kongressabgeordnete Julian Bond.

Die NAACP hatte im August 2011 300.000 Mitglieder.

NAACP Image Award[Bearbeiten]

Hauptartikel: NAACP Image Award

Der NAACP Image Award ist ein Preis, der jährlich von der amerikanischen Association für besondere Leistungen vergeben wird, die in den Bereichen Film, Fernsehen, Musik und Literatur von Afro-Amerikanern erbracht werden.

Film[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Horace Bumstead: Secondary and higher education in the South for whites and negroes. Publisher: National Association for the Advancement of Colored People New York, 1910
  • Manfred Berg, The ticket to freedom. Die NAACP und das Wahlrecht der Afro-Amerikaner, Campus-Verlag Frankfurt a.M. 2000. ISBN 3-593-36534-0.
  • Finch, Minnie. The NAACP: Its Fight for Justice. Scarecrow Press, 1981.
  • Harris, Jacqueline L. History and Achievements of the NAACP (The African American Experience). 1992.
  • Kellogg, Charles Flint. NAACP: A History of the National Association for the Advancement of Colored People. Johns Hopkins University Press: 1973. ISBN 0-8018-1554-1.
  • Kluger, Richard Simple Justice. Alfred A. Knopf: 1976. ISBN 0-394-72255-8.
  • Ovington, Mary White, Black and White Sat Down Together: The Reminiscences of an NAACP Founder. Feminist Press: 1995. ISBN 1-55861-099-5.
  • Pitre, Merline. In Struggle Against Jim Crow: Lulu B. White and the NAACP, 1900-1957. Texas A&M Press: 1999. ISBN 0-89096-869-1 .
  • St. James, Warren D. NAACP: Triumphs of a Pressure Group, 1909 - 1980. Exposition Press, 1980.
  • Sullivan, Patricia: Lift Every Voice. The NAACP and the Making of the Civil Rights Movement. The New Press, New York 2009. ISBN 978-1-59558-446-5.
  • Tushnet, Mark V. The NAACP's Legal Strategy Against Segregated Education, 1925-1950. UNC Press: 1987. ISBN 0-8078-4173-0.
  • Wedin, Carolyn. Inheritors of the Spirit: Mary White Ovington and the Founding of the NAACP. Wiley Publishers: 1999. ISBN 0-471-32724-7.
  • Zangrando, Robert L. The NAACP Crusade Against Lynching, 1909-1950. Temple University Press: 1980. ISBN 0-87722-174-X.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: National Association for the Advancement of Colored People – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien