Germà Colon

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Germà Colón i Doménech (* 30. November 1928 in Castelló de la Plana) ist ein spanischer Philologe und Romanist. Sein Hauptgebiet ist die katalanische Lexikologie. Er war 1967 bis 1997 Professor an der Universität Basel.

Biografie[Bearbeiten]

Colon studierte Romanistik an der Universität Barcelona bei Antoni Badia i Margarit und Martí de Riquer und bestand sein Lizenziat 1951. Er promovierte im folgenden Jahr an der Universität Madrid mit einer Dissertation über den Dialekt seiner Heimatstadt Castelló.

Danach bekam er ein Stipendium und ging nach Löwen und Zürich, wo er einige der angesehensten europäischen Romanisten wie zum Beispiel Sever Pop traf. Der Schweizer Philologe Walther von Wartburg schlug ihn als Dozent für Spanisch an der Universität Basel vor, wo er seitdem lehrte. Colon wurde graduell befördert: 1959 zum Privatdozenten, 1963 zum Universitätslehrer und 1967 zum Professor. Seit 1997 ist er emeritiert. Er war Gastprofessor an der Universität Straßburg (1968 bis 1972) und der Autonomen Universität Barcelona (1973 bis 74).

Colon wurde Mitglied der Real Academia de las Buenas Letras von Barcelona und von der Auflagenkommission der Werke von Ramon Llull. Er ist Direktionsberater der Kollektion Els Nostres Clàssics und der Redaktion der Zeitschrift Estudis de Llengua i Literatura Catalanes. Er ist Ehrenberater der internationalen Gesellschaft für katalanische Sprache und Literatur (er war Präsident von 1976 bis 1982) und Mitglied des Instituts für katalanische Studien.

1979 verlieh ihm das Institut für katalanische Studien den Prat-de-la-Riba-Preis. 1981 verlieh man ihm den Serra-d'Or-Preis. 1987 verlieh ihm die Jaume I-Stiftung den Sanchis-Guarner-Preis. Die regionale katalanische Regierung verlieh ihm 1985 den Creu-de-Sant-Jordi-Preis und 1987 den Literatur-Preis. 1988 verlieh man ihm auch den Ehrenpreis der valencianischen Geisteswissenschaften. 1999 verlieh man ihm das Gran Cruz de Alfonso X el Sabio (großes Kreuz Alfonsos X. des Weisen).

Colon ist seit 1984 Ehrendoktor der Universität Valencia, seit 1990 der Universität Alicante, der Universität Jaume I in Castellón und seit 2003 der Autonomen Universität Barcelona.

Er stiftete der Universität Jaume I in Castelló seine persönliche Bibliothek mit mehr als 20.000 Büchern.[1]

Werke[Bearbeiten]

  • El léxico catalán en la Romania (1976).
  • La llengua catalana en els seus textos (1978).
  • El panorama de la lexicografia catalana (1986).
  • Problemes de la llengua a València i als seus voltants (1987).
  • El español y el catalán, juntos y en contraste (1989).
  • Estudis de filologia catalana i romànica (1997).
  • Para la historia del léxico español (2002).
  • De Ramon Llull al Diccionari de Fabra. Acostament lingüístic als monuments de les lletres catalanes (2003).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. El profesor Germà Colón dona a la UJI los 22.000 volúmenes de su biblioteca privada. Las Provincias (spanisch) lasprovincias.es. 23. Mai 2010. Abgerufen am 4. Juni 2013.

Weblinks[Bearbeiten]