Gisela Bär

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Gisela Bär (* 14. Oktober 1920 in Pforzheim; † 8. September 1991 ebenda) war eine deutsche Bildhauerin.

Leben und Beruf[Bearbeiten]

Während ihrer Ausbildung besuchte sie die Akademie für Bildende Kunst in Stuttgart, später die Kunst- und Werkschule in Pforzheim und zum Abschluss die Akademie für Bildende Kunst in Karlsruhe.

Während ihrer gesamten Schaffenszeit besaß sie ihr eigenes Atelier in Pforzheim. Die Themen ihrer künstlerischen Arbeiten waren meist in Bronze gefertigte sakrale Skulpturen und Reliefs.[1] Ihre Werke sind heute in Kirchen und an religiösen Orten in Deutschland und Österreich zu finden.

Werke[Bearbeiten]

Pirmin-Statue von Gisela Bär am Zugangsdamm zur Reichenau
Restaurierte Skulptur von Albertus Magnus in Unterlinden (Freiburg im Breisgau)

In Pforzheim kann man heute folgende Werke von Gisela Bär antreffen:

  • die Türgriffe am Eingang zum Ratskeller
  • im Ratssaalgebäude: Der Bürger und seine Stadt
  • in der Sankt-Franziskus-Kirche der Passionsweg als Relief
  • in der Elisabethkirche die Heilige Elisabeth als Bronze-Statue
  • Madonna mit Kind als Bronze-Statue im katholischen Gemeindezentrum St. Bernhard[2]
  • Edith-Stein-Saal. Bronze-Relief [3]
  • Musizierende und tanzende Gruppen, Jugendhaus in Pforzheim [4]
  • auf dem Hauptfriedhof einige Grabmäler.

Weitere Werke:

  • Menorah, Bronze, 1988, Pfarrkirche St. Michael, Veringendorf
  • Lebensbaum, Muschelkalkstele, Bronzemedaillons, 1986,Pfarrkirche St. Michael, Veringendorf
  • Kreuzweg, 1983, St. Maria, Weingarten [5]
  • Taufbrunnen, 1980, Kirche St. Josef, Taufkapelle, Wandsbeck
  • Türgriffe (Kreuzgang), Gitter Sepulkrum (Krypta), Bronze, 1970, Münster Konstanz[6]
  • Kreuzweg, 1970, Münster St. Maria und Markus, Reichenau-Mittelzell
  • Altar, Ambonen, Kruzifix, Tabernakelstele, Madonna mit Kind, Apostelleuchter, Engelreliefs an Turmwand, Grundstein, 1968, Maria Hilfe der Christen, Konstanz[7] [8] [9]
  • Glockenschmuck - Inschriften und Figuren an den Glocken des Hauptgeläutes des Konstanzer Münsters (gegossen von Friedrich Wilhelm Schilling in Heidelberg), 1966 [10]
  • Apokalyptische Frau mit Kind und Drachen, Kunststeinrelief,1964, Kapelle Altklinikum, Heidelberg [11]
  • Albertus-Magnus-Skulptur zur Erinnerung an das Dominikanerkloster in Freiburg (1963, bis 2010 restauriert)[12]
  • eine große sitzende Maria mit Kind, 1962, Katholische Heilig-Geist-Kirche, Karlsruhe[13]
  • Heilung des Gelähmten, Kunststeinrelief,1961, Kapelle Altklinikum, Heidelberg [11]
  • Madonna auf der Rottweiler Hochbrücke, 1961 [14]
  • Statue des Hl. Bonifatius, Stein, 1960, Bonifatiuskirche, Mannheim[4][15]
  • Kirchenschmuck der katholischen Kirche St. Georg in Siegelsbach
  • Bronzerelief "Johannes XXIII.", Marienstatue, Engel Raphael, Altarinnenraum St. Johannis-Gemeinde, Hamburg [16]
  • Porträtbüste Carl Neinhaus; Landtag Baden-Württemberg[17]
  • Altar, Mariä Himmelfahrt Stuttgart-Degerloch[18]
  • Plastiken, Schutzmantelmadonna und Hl. Anna Selbdritt, St. Anna-Klinik, Stuttgart[19]
  • Pirmin-Statue, Zugangsdamm zur Insel Reichenau [20]
  • Reliefdarstellungen des Letzten Abendmahls und der Kreuzigung an der Fassade, Christus-Statue über dem Altar, St. Johannes, Heidelberg-Rohrbach
  • Kruzifix, Madonna und Statue des Erzengels Michael, St. Michael, Heidelberg-Südstadt
  • Muschelkalk-Reliefs der Seitenaltäre und Kreuzweg, St. Bartholomäus, Heidelberg-Wieblingen
  • Hauptaltar mit Steinreliefs der vier Evangelistensymbole, Katholische Pfarrkirche Bruchhausen bei Karlsruhe[21]
  • Schutzmantelmadonna, Zementguß, Katholische Pfarrkirche Bruchhausen bei Karlsruhe[21]
  • Schutzmantelmadonna, Hochrelief für die Außenwand, Zementguß, Katholische Pfarrkirche Gemmingen[21]
  • Schutzmantelmadonna, Hochrelief für die Außenwand, Zementguß, St. Wolfgang in Hamberg bei Pforzheim[21]
  • Grabkreuz, Hochrelief, Steinguß, Holzhausen bei Freiburg[21]
  • Tabernakel, Vortragskreuz, Leuchten, Bronze, Kirche Herz-Jesu, Reichenbuch (Stadt Mosbach)[4] [22]

Ehrungen[Bearbeiten]

  • 1954 Auszeichnung bei der Ausstellung „Junge Badische Kunst der Gegenwart“[21]
  • 1955 Württembergisch-Badischer Kunstpreis[21]
  • 2005 Benennung "Gisela-Bär-Straße" in Pforzheim[23]

Literatur[Bearbeiten]

  • Rolf Constantin: Aus der Stille heraus gewirkt, Die Bildhauerin Gisela Bär in Pforzheim verstorben, In: Konradsblatt, Nr. 41, 13. Oktober 1991, S. 28
  • O.G.: Von Kunst und Künstlern – Gisela Bär, In: Die Kunst und das schöne Heim ; 57. Jg.,1958, 1, S. 19, ISSN: 0023-5423 [24]
  • Hans Huth: Die Kunstdenkmäler des Stadtkreises Mannheim, In: Die Kunstdenkmäler in Baden-Württemberg, Band I., Herausgegeben vom Landesdenkmalamt Baden-Württemberg, Deutscher Kunstverlag, München, 1982, S. 703-708, ISBN 3-422-00556-0
  • Ulf Rathje: Die Pforzheimer Straßennamen, Materialien zur Stadtgeschichte 22, Herausgegeben vom Stadtarchiv Pforzheim - Institut für Stadtgeschichte, Regionalkultur, Ubstadt-Weiher, 2009, S. 92, ISBN 978-3-89735-589-7
  • Jacob Reisner: Treue zur Tradition ; Bildwerke von Gisela Bär, In: Die Kunst und das schöne Heim ; 62. Jg., 1964, S. 210-211, ISSN: 0023-5423 [25]
  • Saur: Allgemeines Künstlerlexikon: Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker,K.G. Saur-Verlag, München-Leipzig, Bd. 6, 1992, S. 243, ISBN 3-598-22746-9
  • Hugo Schnell, Anton Henze: Bildhauerinnen der Gegenwart Gisela Bär, In: Das Münster; 9. Jg., 1956, 7/8, S. 242-243, ISSN: 0027-299X [26]
  • Hans Vollmer: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX: Jahrhunderts, V., 1961, VEB E.A. Seemann Verlag, Leipzig, 1961, S. 264

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1]
  2. loebliche-singer-pforzheim.de Bronce-Plastik MARIA MIT KIND
  3. pz-news.de: Kirche mit neuem Schmuck
  4. a b c Reisner: Treue zur Tradition Bildwerke von Gisela Bär, S. 210
  5. http://www.st-maria-weingarten.de/einrichtungen/unsere-kirche/index.html
  6. Saur: Allgemeines Künstlerlexikon: Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker,K.G. Saur-Verlag, München-Leipzig, Bd. 6, 1992, S. 243, ISBN 3-598-22746-9
  7. Franz Hitzel: Maria Hilfe der Christen Konstanz, Stadler, Konstanz, ohne Jahr
  8. http://kirchen-online.org/printable/kirchen--kapellen-rund-um-den-bodensee-d-a-ch/konstanz-allmannsdorf---maria-hilf.php
  9. http://real.elixir.free.fr/html/zkonstanz.htm
  10. Franz Hitzel: Ein großartiges Geläute, In: Guido H.Frick, Heinz Finke, Die Niederburg: Portrait des ältesten Konstanzer Stadtteils, Konstanz, 1983, S. 106-109
  11. a b http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/index.php?id=134315&no_cache=1&type=98
  12. RegioTrends: Freiburg: “Albertus Magnus” ist zurück: Sparkassenchef Horst Kary enthüllte feierlich die restaurierte Skulptur des Universalgelehrten im “Quartier Unterlinden“, 15. Dezember 2010, Zugriff am 30. Januar 2011
  13. karlsruhe.de: Katholische Heilig-Geist-Kirche
  14. rwbilder.de: Die Madonna von Gisela Bär
  15. Hans Huth: Die Kunstdenkmäler des Stadtkreises Mannheim, In: Die Kunstdenkmäler in Baden-Württemberg, Band I., Herausgegeben vom Landesdenkmalamt Baden-Württemberg, Deutscher Kunstverlag, München, 1982, S. 703-708, ISBN 3-422-00556-0
  16. St. Johannis-Gemeinde, Hamburg
  17. landtag-bw.de: PARLAMENT - Der Landtag - Kunst
  18. architektenprofile.de: 1. Hälfte 20. Jahrhundert
  19. tag-des-offenen-denkmals.de
  20. reichenau.de (PDF; 831 kB)
  21. a b c d e f g Schnell, Henze: Bildhauerinnen der Gegenwart Gisela Bär,S. 242
  22. http://www.kath-men.de/html/filialkirche_herz_jesu_reichenbuch452.html?t=&tto=334addbb
  23. Rathje, Die Pforzheimer Straßennamen, S. 92
  24. Permalink: http://gateway-bayern.de/BV038320042
  25. Permalink: http://gateway-bayern.de/BV038524367
  26. Permalink: http://gateway-bayern.de/BV038553314

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gisela Bär – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien