Gonzalo Pizarro

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Gonzalo Pizarro

Gonzalo Pizarro (* 1502 in Trujillo; † 10. April 1548 in Cusco[1]) war ein Conquistador, ein spanischer Eroberer des 16. Jahrhunderts, und ein Halbbruder von Francisco Pizarro.

Gonzalo Pizarro folgte 1530 mit seinen anderen Brüdern Francisco in die Neue Welt und war an der Eroberung des Inkareichs beteiligt. Gemeinsam mit seinem Bruder Hernando überstand er die Belagerung von Cuzco (1536/37).

Von 1540 unternahm er mit Francisco de Orellana eine Expedition in das Amazonasgebiet auf der Suche nach dem legendären Zimtland. Als er 1542 zerlumpt und halb verhungert wieder Quito erreichte, musste er erfahren, dass sein Bruder Francisco, der Gouverneur der „Neu-Kastilien“ genannten eroberten Gebiete, ermordet worden war.

Im selben Jahr wurde auf königlichen Erlass das Vizekönigreich Peru gegründet mit Blasco Núñez Vela als erstem Vizekönig. Als dieser in Peru ankam und die Neuen Gesetze zum Schutz der Indios durchsetzen wollte, rebellierten die spanische Siedler und erwählten Gonzalo zu ihrem Anführer. Gonzalo besiegte Núñez Vela in der Schlacht von Añaquito (1546) und erweiterte seinen Machtbereich bis nach Panama. In der Folge brach die Rebellion aber zusammen und endete 1548 mit der Schlacht von Jaquijahuana. Gonzalo wurde wegen Hochverrats und Tyrannei zum Tode verurteilt. Am 10. April 1548 wurde er in Cusco enthauptet. Seine letzten Worte (zum Henker) sollen „Mach deine Sache gut, Juan!“ gewesen sein.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Siegfried Huber: Pizarro – Gold, Blut und Visionen. Walter-Verlag, Olten 1978, ISBN 3-530-38581-6.
  • Howard Clewes: Der andere Pizarro, München 1979

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.britannica.com/EBchecked/topic/462470/Gonzalo-Pizarro