Grasschrift

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Vorwort zum Shupu („Über Kalligraphie“) von Sun Guoting, Konzeptschrift, 7. Jh.

Die Grasschrift oder Konzeptschrift (chinesisch 草書Pinyin Cǎoshū, jap. 草書 Sōsho) ist eine der fünf Hauptkategorien der chinesischen Kalligrafie. Der Name kommt von der schnellen Art, in der sie ausgeführt wird. Es wird angenommen, dass dieser Schreibstil von Liu Desheng in der Han-Dynastie entwickelt und von Wang Xizhi und Wang Xianzhi, zwei Kalligrafie-Meistern der Jin-Dynastie, ausgebaut wurde.

Es gibt viele Unterkategorien der Gras- oder Konzeptschrift, zum Beispiel die „verrückte Konzeptschrift“ (狂草kuángcǎo), die nicht mehr leserlich ist und auch gar nicht mehr versucht, leserlich zu sein. Stattdessen handelt es sich dabei um eine Kunstform. Die gemeinsamen Merkmale aller Konzeptschrift-Stile sind schnell geschriebene und fließende Linien, eine oft stark vereinfachte Struktur der Schriftzeichen, ineinanderlaufende Striche und eine geringe Lesbarkeit. Unter den fünf Stilen der chinesischen Kalligrafie kommt die Konzeptschrift der abstrakten Kunst am nächsten.

Die japanische Silbenschrift Hiragana ist von Zeichen in Konzeptschrift-Form abgeleitet.

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