Grzegorz Napieralski

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Grzegorz Napieralski

Grzegorz Napieralski?/i (* 18. März 1974 in Stettin) ist ein polnischer Politiker, seit 2004 Abgeordneter des Sejm in der IV., V. und VI. Wahlperiode und zwischen 2008 und 2011 Vorsitzender des Sojusz Lewicy Demokratycznej (Bund der Demokratischen Linken – SLD).

Für den Wahlkreis 41 Stettin (Szczecin) wurde er am 25. September 2005 als Kandidat des Bundes der Demokratischen Linken sowie bei den Parlamentswahlen 2007 am 21. Oktober 2007 als Kandidat des Wahlbündnisses Linke und Demokraten (Lewica i Demokraci) mit 29.585 Stimmen erneut in den Sejm gewählt, in welchem er bereits ab 2004 Abgeordneter war. In der VI. Wahlperiode ist er Mitglied der Sejm-Kommission für Nationale und Ethnische Minderheiten.

Er schloss im Jahr 2000 ein Studium der Politikwissenschaften an der Universität Stettin ab. In den Jahren 1994 bis 1995 war er technischer Mitarbeiter in den Graphischen Betrieben „Kema“. Von 1998 bis 1999 arbeitete er als Marketingleiter in dem Unternehmen „Reemtsma Polska S.A.“ Von 1999 bis 2001 war er Sekretär des parlamentarischen Büros der Woiwodschaft Westpommern (Zachodniopomorskie). Von 2002 bis 2004 übte er die Funktion eines Beraters des Woiwoden im Woiwodschaftsamt von Westpommern aus und war Abgeordneter im Stadtrat von Stettin.

Napieralski wurde zudem am 29. Mai 2005 der Generalsekretär des SLD. Am 31. Mai 2008 setzte er sich überraschend in einer Kampfabstimmung gegen Wojciech Olejniczak durch und wurde zum Vorsitzenden der Partei gewählt.

Am 22. April 2008 wurde er Mitglied der neugegründeten Fraktion Lewica.

Am 22. April 2010 gab Napieralski seine Kandidatur bei den Wahlen zum Amt des Präsidenten der Republik Polen bekannt, die aufgrund des Tods Lech Kaczyńskis beim Flugzeugabsturz bei Smolensk vorgezogen stattfinden.[1] Bei der Wahl am 20. Juni 2010 erreichte er 13,7 % der Stimmen und lag nach Bronisław Komorowski und Jarosław Kaczyński an dritter Stelle. Bei der erforderlichen Stichwahl am 4. Juli 2010 trat er damit nicht an.[2] Er trat am 10. Dezember 2011 aufgrund des schlechtesten Ergebnis in der Geschichte seiner Partei bei der Parlamentswahl 2011 zurück.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Grzegorz Napieralski – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. "Napieralski kandydatem SLD na prezydenta - Napieralski Präsidentschaftskandidat der SLD"
  2. Gabriele Lesser: Linke erstaunlich stark. die tageszeitung, 22. Juni 2010, S. 8