Guéchémé

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Landgemeinde Guéchémé
Landgemeinde Guéchémé (Niger)
Landgemeinde Guéchémé
Landgemeinde Guéchémé
Koordinaten 12° 54′ N, 3° 52′ O12.9080555555563.8730555555556Koordinaten: 12° 54′ N, 3° 52′ O
Basisdaten
Staat Niger

Region

Dosso
Departement Tibiri
Einwohner 108.778 (2012)

Guéchémé (auch: Ghéshémé) ist eine Landgemeinde im Departement Tibiri in Niger.

Geographie[Bearbeiten]

Guéchémé liegt in der Großlandschaft Sudan und grenzt im Südosten an den Nachbarstaat Nigeria. Die Nachbargemeinden in Niger sind Tibiri im Nordwesten, Douméga im Nordosten, Karakara im Südwesten sowie Karguibangou und Tombokoirey II im Nordwesten. Das Gemeindegebiet ist in 48 administrative Dörfer, 32 traditionelle Dörfer, 116 Weiler und 15 Lager gegliedert.[1] Der Hauptort der Landgemeinde ist das administrative Dorf Guéchémé.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Das Gebiet von Guéchémé war ab dem 18. Jahrhundert ein kleines Fürstentum namens Takassaba. Es wurde von Maouri beherrscht, einer Untergruppe der Hausa. Der Gründer von Takassaba war ein Maouri namens Babba. Einer seiner Nachfolger war Kiassa, der von 1798 bis 1828 regierte. Ihm gelang es sein Herrschaftsgebiet auf weitere Dörfer auszuweiten, darunter Bana, Dioundiou und Yélou. Bald nach seinem Tod zerfiel sein Reich jedoch wieder. Im 19. Jahrhundert gab es in Takassaba wechselnde Herrschaftssitze. Dazu zählten die heutigen administrativen Dörfer Guéchémé und Bey-Bey, das nach seinem Gründer Bey-Bey benannt ist. Von 1894 bis 1917 war Soumana der Herrscher von Takassaba. Er erlebte die Ankunft der französischen Kolonialherren.[3] Frankreich richtete 1934 einen Kanton namens Takassaba ein.[4] 1975 wurde Guéchémé zum Hauptort dieses Kantons bestimmt. Die Landgemeinde Guéchémé ging 2002 im Zuge einer landesweiten Verwaltungsreform aus dem Kanton Takassaba/Guéchémé hervor. Bei Überschwemmungen im Jahr 2008 wurden 238 Einwohner als Geschädigte eingestuft.[5] Seit 2011 gehört die Landgemeinde nicht mehr zum Departement Dogondoutchi, sondern zum neugeschaffenen Departement Tibiri.[6]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2001 hatte Guéchémé 88.083 Einwohner.[7] Bei der Volkszählung 2012 betrug die Einwohnerzahl 108.778.[8]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in jener schmalen Zone entlang der Grenze zu Nigeria, die von Tounouga im Westen bis Malawa im Osten reicht und in der Bewässerungsfeldwirtschaft für Cash Crops betrieben wird.[9] Durch Guéchémé verläuft die Nationalstraße 3, die den Ort mit den Nachbargemeinden Karguibangou und Tibiri verbindet.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Répertoire National des Communes (RENACOM). Website des Institut National de la Statistique, abgerufen am 22. Januar 2011.
  2. Republik Niger: Loi n° 2002-014 du 11 JUIN 2002 portant création des communes et fixant le nom de leurs chefs-lieux (Online-Version; PDF; 108 kB).
  3. Edmond Séré de Rivières: Histoire du Niger. Berger-Levrault, Paris 1965, S. 174–175.
  4. Edmond Séré de Rivières: Histoire du Niger. Berger-Levrault, Paris 1965, S. 243–244.
  5. Situation des dégâts causés par les inondations (2008). Website des Centre d’Information et de Communication, veröffentlicht am 18. November 2008, abgerufen am 31. März 2012.
  6.  Une nouvelle loi sur le redécoupage administratif. In: L’Arbre à Palabres. Nr. 13, 11. August 2011, S. 2 (PDF-Datei, abgerufen am 28. Januar 2014).
  7. Institut Nationale de la Statistique du Niger (Hrsg.): Annuaire statistique des cinquante ans d’indépendance du Niger. Niamey 2010 (Online-Version; PDF; 3,1 MB), S. 54.
  8. Présentation des résultats globaux définitifs du Quatrième (4ème) Recensement Général de la Population et de l’Habitat (RGP/H) de 2012. Institut National de la Statistique, 2014, abgerufen am 21. April 2014 (PDF-Datei, französisch).
  9. Comprendre l’économie des ménages ruraux au Niger. Save the Children UK, London 2009 (Online-Version; PDF; 2,6 MB), S. 8.