Guido Fanconi

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Guido Fanconi, ca. 1959

Guido Fanconi (* 1. Januar 1892 in Poschiavo (Graubünden); † 10. Oktober 1979 ebenda) war ein Schweizer Kinderarzt. Er beschrieb im Jahre 1927 erstmals die nach ihm benannte Fanconi-Anämie, eine extrem seltene und oft tödlich verlaufende, genetisch bedingte Erkrankung. Auch das De-Toni-Fanconi-Syndrom geht auf ihn zurück.

Fanconi studierte Medizin in Lausanne, Bern und Zürich. 1919 wurde er in Zürich promoviert (Fünf Fälle von angeborenem Darmverschluss). Von 1920 bis 1926 qualifizierte er sich zum Kinderarzt unter Emil Feer (1864–1955) am Kinderspital Zürich. 1926 habilitierte er sich mit der Arbeit Klinische und serologische Beiträge zum Scharlachproblem. 1929 wurde er Direktor des Kinderspitals Zürich und Professor für Pädiatrie an der Universität Zürich. Im Jahr 1940 wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt.

Wirken[Bearbeiten]

Fanconi gilt als einer der Begründer der modernen Pädiatrie und führte biochemische und physiologische Untersuchungsverfahren zur Erforschung klinischer Probleme ein. Er setzte erstmals Pektin als Mittel gegen Durchfall ein. Er war von 1947 bis 1950 Präsident der International Pediatric Association (IPA), 1951–1967 deren Generalsekretär. 1945 gründete er die Fachzeitschrift Acta Helvetica Paediatrica.

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