Gyanendra
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Gyanendra Bir Bikram Shah Dev (Nepali: ज्ञानेन्द्र वीर विक्रम शाहदेव; * 7. Juli 1947) war von 6. November 1950 bis 18. Februar 1951 und von 4. Juni 2001 bis zur de-facto Abschaffung der Monarchie am 28. Dezember 2007 König von Nepal.
Er trat dieses Amt nach dem gewaltsamen Tod seines älteren Bruders Birendra und seines Neffen Dipendra an. Gyanendra ist der Sohn von König Mahendra.
[Bearbeiten] Lebenslauf
Gyanendra wurde 1950 mit 3 Jahren für eine kurze Zeit erstmals gekrönt, während seine Familie sich im Exil befand. Nach einem Schulbesuch in Darjiling, Indien studierte er an der Tribhuvan-Universität in Kathmandu. Im Jahr 1977 wurde er Mitglied des Staatsrates. Am 1. Juni 2001 wurde die Königsfamilie seines Bruders Birendra unter mysteriösen Umständen getötet. Kronprinz Dipendra, der Täter nach offiziellen Berichten, starb am 4. Juni. Gyanendra wurde an diesem Tag zum König ausgerufen.
Am 1. Februar 2005 setzte Gyanendra die Regierung ab, nachdem er ihr Versagen bei der Vorbereitung der Wahlen im April 2005 und im Kampf gegen die Kommunistische Partei Nepals vorwarf. Die Maoisten bekämpfen seit Jahren die Monarchie im Land und wollen einen marxistischen Staat aufbauen. Am 2. Februar 2005 übernahm er selbst die Leitung eines Notstandskabinetts. Am 21. April 2006 gab er zweiwöchigen blutigen Protesten nach und entschied, die Macht mit den politischen Parteien zu teilen. Am 30. April 2006 führte er Girija Prasad Koirala feierlich ins Amt des Ministerpräsidenten ein.
Gyanendra ist der zwölfte König der Shah-Dynastie. König Gyanendra war im Land bei weitem nicht so populär wie sein erschossener Bruder. Gyanendras Sohn Paras, der Thronfolger geworden wäre, war in mehrere skandalöse Autounfälle verwickelt und für seine Streit- und Trunksucht bekannt.
Am 4. November 2007 sprach sich das nepalesische Parlament mehrheitlich für die Abschaffung der Monarchie aus und forderte die Regierung auf entsprechende Schritte noch vor der Wahl der Konstituante einzuleiten.
Am 28. Dezember wurde er vom Parlament schließlich mit Zweidrittelmehrheit für abgesetzt erklärt und die Königswürde aufgehoben. Eine formale Bestätigung im Rahmen der neuen Verfassung, die das dann neu gewählte Parlament treffen kann, ist für die Zeit nach der Wahl zur verfassungsgebenden Versammlung am 10. April 2008 noch für den 28. Mai 2008 vorgesehen. Ab 29. Mai 2008 ist Nepal eine Bundesrepublik. Bis dahin darf Gyanendra im Palast verbleiben. Nach dem endgültigen Wahlergebbnis gewannen die Maoisten 220 der 601 Sitze, wie die Wahlkommission am 24. April mitteilte. Der Maoistenführer Prachanda kündigte an, dass Nepals König Gyanendra bis 27. Mai sein Amt aufgeben und resignieren müsse. Sollte er sich gegen ein Leben als gewöhnlicher Bürger wehren, müsse Gyanendra mit einem "Prozess und harter Bestrafung" rechnen. Der König kündigte an, er wolle im Land bleiben.
[Bearbeiten] Weblinks
- Ein König entsorgt sich selbst (taz)
- Todesopfer bei Kundgebung gegen König (tagesschau.de)
- Der König klammert sich an den Thron Telepolis
| Vorgänger |
König von Nepal 1950 - 1951 2001 - 2007 |
Nachfolger Tribhuvan Bir Bikram Shah |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gyanendra Bir Bikram Shah Dev |
| KURZBESCHREIBUNG | König von Nepal |
| GEBURTSDATUM | 7. Juli 1947 |

