Hélène Louise Françoise Henriette d’Orléans

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Hélène Louise Françoise Henriette d’Orléans (1885)

Hélène Louise Françoise Henriette Bourbon (* 13. Juni 1871 in Twickenham; † 21. Januar 1951 in Castellammare di Stabia bei Neapel), Prinzessin von Orlèans, Prinzessin von Frankreich, Herzogin von Aosta, war eine Tochter des französischen Thronprätendenten Louis Philipp von Orléans und die Ehefrau von Herzog Emanuel von Aosta.

Leben[Bearbeiten]

Als Tochter des französischen Thronprätendenten Louis Philippe Albert d’Orléans und der spanischen Infantin Maria Isabella d’Orléans-Montpensier war Hélène ein Mitglied des Hauses Bourbon-Orléans und eine direkte Nachkommin des letzten Königs von Frankreich, Ludwig Philipp I. (1773–1850).

Es war üblich, Ehebündnisse zwischen regierenden Könighäusern und abgesetzten Dynastien – wie es das Haus Bourbon-Orléans nach seiner Entthronung 1848 war – zu schließen. So sollte Hélène wie bereits ihre Schwester Amélie von Orléans, die den portugiesischen König Karl I. geehelicht hatte, in eine europäische Königsfamilie einheiraten. Hélènes Aspiranten waren 1890 Prinz Albert Viktor (1864–1892), der älteste Sohn des englischen Königs Eduard VII., und der spätere Zar Nikolaus II. von Russland. Hélène weigerte sich allerdings ihren katholischen Glauben aufzugeben und zur anglikanischen bzw. zur russisch-orthodoxen Kirche zu konvertieren, wodurch beide Heiratspläne scheiterten.

Am 25. Juni 1895 heiratete sie schließlich Herzog Emanuel von Aosta (1869–1931), dem sie zwei Söhne gebar: Amadeus und Aimone.

Aufgrund gesundheitlicher Probleme reiste Hélène oft nach Afrika und in den fernen Orient. Ihre Faszination für den schwarzen Kontinent gab sie an ihren älteren Sohn Amadeus, dem späteren Vizekönig von Äthiopien, weiter.

Nach dem Tod ihres Ehemanns Emanuel 1931 heiratete die Herzogin 1936 Otto Campini.

Nachkommen[Bearbeiten]

Aus ihrer ersten Ehe mit Herzog Emanuel von Aosta stammten zwei Söhne: