Hôtel de Crillon

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Das Hôtel de Crillon ist ein ehemaliger Adelspalast am Place de la Concorde in Paris (8. Arrondissement). Es ist heute ein Luxushotel der Starwood-Gruppe und gehört zu den Leading Hotels of the World. Das Hotel hat 103 Zimmer und 44 Suiten. Von 2013 bis voraussichtlich 2015 wird es renoviert und ist geschlossen.

Geschichte des Palais[Bearbeiten]

Es ist Teil des westlichen der zwei dies- und jenseits der Rue Royale gelegenen Paläste, die Jacques-Ange Gabriel im Zuge der Planung des Concordenplatzes als nördliche Saumbebauung zum Faubourg Saint-Honoré entwarf. Wie bei Jules Hardouin-Mansarts Place Vendôme schuf der Architekt nur die Fassaden und überließ es den Käufern, die Gebäude auf den dahintergelegenen Grundstücken nach ihren eigenen Bedürfnissen gestalten zu lassen. Mit dem Bau der Fassaden wurde 1757 begonnen. Die beiden Paläste sollten ursprünglich Botschaftern als Residenz dienen, schließlich nahm der östliche nach seiner Fertigstellung im Jahr 1768 die Garde-Meuble genannte königliche Möbel- und Gerätekammer auf, der westliche vier private Stadtpaläste, darunter das Hôtel Crillon, das – abgesehen von der Fassade – ab 1758 nach den Plänen des Architekten Louis François Trouard gebaut wurden.

Dieser vermietete das prachtvolle Stadtpalais im Jahr 1776 an den Herzog von Aumont – der 1782 dort starb – bevor er es im Jahr 1788 an François-Félix-Dorothée Berton des Balbes, Herzog von Crillon, verkaufte. Es wurde während der Französischen Revolution konfisziert, aber 1820 an die Herzogin von Crillon zurückgegeben und befand sich bis zum Jahr 1907 im Besitz der Familie, die es auch bewohnte.

Am 21. Januar 1793 wurde der letzte König von Frankreich Ludwig XVI., vor dem Palais mittels einer Guillotine enthauptet. Das Hotel hat den Status eines Monument historique.

Das Hotel[Bearbeiten]

Im Jahr 1907 baute die Société des grands magasins et hôtels du Louvre – unter Einbeziehung von zwei angrenzenden Gebäuden der Rue Boissy d’Anglas – zu einem der luxuriösesten und exklusivsten Hotels der Welt um.

Das Hôtel de Crillon wurde nach dem deutschen Angriff auf Frankreich 1940 beschlagnahmt und als Hauptquartier der deutschen Truppen in Frankreich genutzt.

Später wurde das Unternehmen von der Familie Taittinger kontrolliert, im Jahr 2005 ging die Mehrheit der Anteile auf den Fonds Starwood Capital Group über.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wohnten zahlreiche westdeutsche Politiker wie beispielsweise Helmut Kohl während ihrer Besuche in Paris im Crillon. Dort wohnten ebenfalls Woodrow Wilson während der Pariser Friedenskonferenz 1919 sowie Theodore Roosevelt, Herbert C. Hoover und Richard Nixon. Zu den Hotelgästen zählten der Kaiser Hirohito, der König Georg V., Charlie Chaplin, Otto Hahn, Orson Welles, Leonard Bernstein (nach dem heute eine Suite benannt ist), Elizabeth Taylor, Arnold Schwarzenegger und Madonna.

Seit April 2013 ist das Hotel wegen Renovierung bis voraussichtlich 2015 geschlossen.[1][2]

Literatur[Bearbeiten]

  • Klaus Bußmann: Paris und die Ile de France. DuMont Kunst-Reiseführer, 5. Auflage. DuMont, Köln 1985, ISBN 3-7701-1067-6, S. 244.
  • Julia Droste-Hennings, Thorsten Droste: Paris. Eine Stadt und ihr Mythos. DuMont-Reiseverlag, Köln 2003, ISBN 3-7701-6090-8, S. 301.
  • Jacques Hillairet: Dictionnaire historique des rues de Paris. Editions de Minuit, Paris 1963, ISBN 2-7073-0092-6, S. 376.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hôtel de Crillon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. La métamorphose de l'Hôtel de Crillon annoncé pour 2015. lefigaro.fr, 29. März 2013, abgerufen am 7. April 2013
  2. Alles muss raus! tagesschau.de, 20. April 2013, abgerufen am 20. April 2013

48.8672916666672.3215Koordinaten: 48° 52′ 2″ N, 2° 19′ 17″ O