HMS Exmoor (L61)

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Royal Navy
Technische Daten
Schiffstyp: Geleitzerstörer
Verdrängung: 1.000 ts Standard
1.450 ts Maximal
Länge: 85 m
Breite: 8,8 m
Tiefgang: 3,8 m
Antrieb: 2 Admirality-3-Trommel-Dampfkessel
2 Parsons-Dampfturbinen mit Einfachgetriebe
19.000 PS (13.965 KW)
Treibstoffvorrat: 284 t Heizöl
Geschwindigkeit: 29 kn (54 km/h)
Reichweite: 2.000 sm bei 12 kn (3.704 km)
Besatzung: 146 Mann
Bewaffnung: 4 × QF 4-inch-Schiffsgeschütze Mk XVI (2 × 2)
4 × Ordnance QF 2-Pfünder-Flak (1 × 4)
2 × 20-mm-Oerlikon-Flak
30 Wasserbomben

HMS Exmoor (L61) war ein Zerstörer der Hunt-Klasse der britischen Royal Navy, der im Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurde.

Der Kiel des Zerstörers mit der Rumpfnummer „L61“ wurde am 8. Juni 1939 bei Vickers-Armstrong in Newcastle upon Tyne, England, gelegt, wo das Schiff am 25. Januar 1940 vom Stapel lief und am 18. Oktober desselben Jahres in Dienst gestellt wurde. Nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs kam der Zerstörer vor allem als Eskorte von Konvois zum Einsatz.

In der Nacht des 25. Februar 1941 eskortierte der von Kapitänleutnant R. T. Lampard, RN, kommandierte Zerstörer den Küstenkonvoi FN-417, als dieser etwa 12 Seemeilen nordöstlich von Lowestoft, England, von deutschen Schnellbooten angegriffen wurde. Hierbei erhielt die Exmoor achtern einen Torpedotreffer durch das Schnellboot S 30 (Oblt.z.S. Klaus Feldt) und sank nach einer schweren Explosion fast sofort. 104 Besatzungsmitglieder, darunter der Kommandant, starben. Der Schiffsname wurde im selben Jahr einem Geleitzerstörer der Hunt-Klasse gegeben (HMS Exmoor (L08)).

Das Wrack liegt auf der Position 52° 30′ 16″ N, 2° 5′ 0″ O52.5044444444442.0833333333333 in 33 m Tiefe. Der Zerstörer ist weitgehend intakt, abgesehen von einem kleinen Rumpfstück, das etwa 30 m entfernt von der Wrackstelle liegt. Er steht aufrecht mit einer deutlichen Neigung nach Backbord auf dem Grund. Während sich die 4-Zoll-Geschütze immer noch in ihren Positionen befinden, wurden die Propellerschrauben entfernt. Seit 2006 ist HMS Exmoor durch den „Protection of Military Remains Act“ von 1986 als „Protected Place“ geschützt. Das Wrack darf zwar von außen durch Taucher betrachtet werden, aber das Eindringen, das Sammeln von Souvenirs oder die Vornahme von Bergungsarbeiten ist verboten.

Weblinks[Bearbeiten]