Hunt-Klasse (1939)

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HMS Tynedale

Die Hunt-Klasse war eine Bauserie britischer Geleitzerstörer im Zweiten Weltkrieg. Das englische Wort Hunt bedeutet Jagd, wird hier aber im Sinne von Hundemeute verwendet und geht auf die Fuchsjagd zurück. Die Benennungen der Schiffe erfolgte nach bekannten britischen Jagdmeuten. Die Schiffe wurden hauptsächlich in den britischen Heimatgewässern und im Mittelmeer eingesetzt.

Geschichte[Bearbeiten]

Bis in die späten 1930er-Jahre waren die britischen Zerstörer so entworfen worden, dass sie im Einsatz die ganze Bandbreite der Aufgaben eines Zerstörers erfüllen konnten. 1938 wurde der Bau einer neuen Klasse von Zerstörern beschlossen, die Geleitaufgaben ausführen sollte. Die bestehenden Klassen waren für diese Aufgabe nicht geeignet, da ihre Bewaffnung zu schwach und ihre Geschwindigkeit im Geleiteinsatz zu niedrig war. Im Dezember 1938 wurde der Chef des Marinebaus angewiesen, einen neuen Entwurf vorzubereiten. Am 8. Juni 1939 wurden die ersten zwei Schiffe der Hunt-Klasse nach vielen Änderungen bei Cammell Laird auf Kiel gelegt. Insgesamt wurden 86 Zerstörer der Hunt-Klasse gebaut, von denen einige zuerst bei der polnischen, norwegischen, griechischen und frei-französischen Marine in Dienst kamen. (Schiffsdaten siehe Infobox).

Typenentwicklung[Bearbeiten]

Die Stork der Bittern-Klasse

Der Entwurf der Hunt-Klasse basierte auf der Sloop Bittern, Länge: 80 Meter, Gewicht: 1190 Tonnen, Maschinenleistung: 3300 shp,(2500 kW), Geschwindigkeit 18,75 Knoten, Hauptbewaffnung: drei 4-inch-Zwillingsgeschütze Mk XVI. Die Hunt-Klasse sollte die gleiche Bewaffnung erhalten; eine Fehlberechnung ließ dies aber nicht zu, sodass diese Schiffe nur zwei Doppelgeschütze erhielten. Der Antrieb wurde auf 19.000 shp (14.000 kW) verstärkt. Dadurch erhöhte sich die Geschwindigkeit auf 27 Knoten (50 km/h). Die Geleitzerstörer der Klasse waren schnell und preiswert zu bauen.

Als die ersten Versionen im Mittelmeer und dem Nordseeraum eingesetzt wurden, erwiesen sie sich als zu kurz für den Einsatz auf hoher See, wodurch sich zusätzliche Stabilitätsprobleme ergaben. Die Brennstoffvorräte waren zu gering bemessen. Die ersten 20 gebauten Ausführungen wurden umgerüstet und existierten nun als Hunt-I-Klasse.

Beim Hunt Typ II wurde die Stabilität verbessert, das Deck verbreitert und die Brücke und die Kompassplattform weiter nach vorn versetzt und die ursprünglich geplanten drei 102 mm-Zwillingsgeschütze aufgestellt. Die Anzahl der Wasserbomben wurde von 40 auf 110 Stück erhöht. 36 Schiffe dieses Typ II wurden bestellt, wovon drei (Blencathra, Brocklesby und Liddesdale) noch nach dem Muster des Hunt Typ I bewaffnet wurden.

Der Hunt Typ III wurde speziell für den Einsatz im Mittelmeerraum konzipiert. Dabei wurde ein Turm im Mittschiffsbereich entfernt und stattdessen zwei Torpedorohre eingebaut. Der Suchscheinwerfer wurde auf das hintere Bunkerdeck versetzt. Von dieser Klasse wurden 28 Schiffe fertiggestellt.

Die letzten zwei als Hunt Typ IV bezeichneten Schiffe wurden nach dem Vorkriegsentwurf der Firma Thornycroft gebaut. Diese Version war länger und hatte einen besseren Schutz der Mannschaft bei der Verteidigung des Schiffes. Der Mittschiffsbereich wurde so geändert, dass ein Dreifachtorpedorohrsatz Platz fand. Die Bewaffnung mit Maschinenwaffen wurde mit zwei 20-mm-Oerlikon-Kanonen, je einer auf den Brückennocken, sowie zwei zweiläufigen 0,5-inch-Vickers-Maschinengewehren mittschiffs. Es wurde sehr schnell festgestellt, dass die Vickers-MGs nicht zufriedenstellend waren, und sie wurden wieder durch Oerlikon-Mark-V-Kanonen in Doppellafetten ersetzt.

Nachkriegsgeschichte[Bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden einige Hunt-Geleitzerstörer anderen Länder zur Verfügung gestellt. Sie dienten weiter in der Griechischen und Norwegischen Marine, während die exil-polnischen Marine die beiden noch verbliebenen Schiffe zurückgeben musste. Der einzige französische Hunt-Zerstörer La Combattante war noch kurz vor dem Kriegsende verloren gegangen. Weitere Nutzer wurden die ägyptische, dänische, indische, ecuadorianische sowie die isralische Marine durh Kaperung eines ägyptischen Schiffes. Als letzte ausländische Marine übernahm die deutsche Bundesmarine noch drei Schiffe der Hunt-Klasse. Sie wurden beim Aufbau der deutschen Bundesmarine als Schulfregatten der Klasse 138 zur Ausbildung genutzt, die umbenannt als

1958/59 neben vier ehemaligen Sloops der Black Swan-Klasse in Dienst kamen. Sie wurden schon zwischen 1965 und 1967 wieder außer Dienst gestellt. Gneisenau blieb als „Begleiter (Mob)“ (A 1460) bis 1972 in der Reserveflottille, wurde 1977 verkauft und anschließend in den Niederlanden verschrottet. Brommy und Raule wurden zu Zielschiffen hergerichtet. Raule wurde nach Beschuss 1971 in Hamburg verschrottet, Brommy 1977 in der Biscaya versenkt.

Hauptartikel: Schulfregatte (Klasse 138)

Typ I[Bearbeiten]

Hunt-Klasse
Typ I
Royal Navy
Technische Daten
Schiffstyp: Geleitzerstörer
Einheiten: 20
Verdrängung: 1000 ts Standard; 1450 ts max.
Länge: 85 m
Breite: 8,8 m
Tiefgang: 3,8 m
Antrieb: 2 Admirality-3-Trommel-Dampfkessel
2 Parsons-Dampfturbinen mit Einfachgetriebe
19.000 PS (13.965 kW)
Treibstoffvorrat: 284 t Heizöl
Geschwindigkeit: 29 kn (54 km/h)
Reichweite: 2000 sm bei 12 kn (3704 km)
Besatzung: 146
Bewaffnung: 4 × QF 4-inch-Schiffsgeschütze Mk XVI (2 × 2)
4 × Ordnance QF 2-Pfünder-Flak (1 × 4)
2 × 20-mm-Oerlikon-Flak
30 Wasserbomben

Die Geleitzerstörer vom Typ 1 trugen entgegen dem ursprünglichen Entwurf nur vier 102-mm-Mehrzweckgeschütze in zwei Doppellafetten mit Schutzschilden. Aus Stabilitätsgründen musste auf die ursprünglich vorgesehene dritte Doppellafette verzichtet werden. Es wurden 20 Schiffe dieses Typs gebaut.

  • HMS Atherstone (L05), 1957 verschrottet
  • HMS Berkeley (L17), am 19. August 1942 vor Dieppe während der Operation Jubilee von deutschen Flugzeugen versenkt
  • HMS Cattistock (L35), 1957 verschrottet
  • HMS Cleveland (L46), am 28. Juni 1957 auf dem Weg zum Abwracken gestrandet
  • HMS Cotswold (L54), 1957 verschrottet
  • HMS Cottesmore (L78), 1950 an Ägypten verkauft (Port Said), war bis in die 1980er-Jahre Trainingsschiff
  • HMS Eglinton (L87), 1956 verschrottet
  • HMS Exmoor (L61), am 25. Februar 1941 vom deutschen Schnellboot S 30 vor Lowestoft versenkt
  • HMS Fernie (L11), 1956 verschrottet
  • HMS Garth (L20), 1956 verschrottet
  • HMS Hambledon (L37), 1957 verschrottet
  • HMS Holderness (L48), 1956 verschrottet
  • HMS Mendip (L60), 1948 an Nationalchina verkauft (Lin Fu), von Großbritannien einbehalten und am 15. November 1949 an Ägypten verkauft (Mohamed Ali el Kebir, 1951 Ibrahim el Awal), am 31. Oktober 1956 von Israel erbeutet (Haifa, K38), 19?? verschrottet (QF 4-inch-Schiffsgeschütz Mk XVI im Marinemuseum Haifa erhalten)
  • HMS Meynell (L82), am 18. Oktober 1954 an Ecuador verkauft (Presidente Velasco, D 02), ca. 1976 verschrottet
  • HMS Pytchley (L92), 1956 verschrottet
  • HMS Quantock (L58), 1955 an Ecuador (Presidente Alfaro, D 01), 1976 verschrottet
  • HMS Quorn (L66), am 3. August 1944 in der Seine-Bucht von deutschem Neger-Einmann-Torpedo versenkt
  • HMS Southdown (L25), 1956 verschrottet
  • HMS Tynedale (L96), am 12. Dezember 1943 von U 593 vor Bougie (Algerien) versenkt
  • HMS Whaddon (L45), 1959 verschrottet

Typ II[Bearbeiten]

Hunt-Klasse
Typ II
Royal Navy
Technische Daten
Schiffstyp: Geleitzerstörer
Einheiten: 36
Verdrängung: 1050 ts Standard; 1610 ts max.
Länge: 85,3 m
Breite: 9,6 m
Tiefgang: 2,36 m
Antrieb: 2 Admirality-3-Trommel-Dampfkessel
2 Parsons-Dampfturbinen mit Einfachgetriebe
19.000 PSw (13.965 kW)
Treibstoff: 284 t Heizöl
Geschwindigkeit: 29 kn
Reichweite: 3600 sm bei 14 Kn (6670 km)
Besatzung: 146
Bewaffnung: 6 × 4-Zoll-Geschütze (3 × 2)
4 × Ordnance QF 2-Pfünder-Flak (1 × 4)
2 × 20-mm-Oerlikon-Flak
30−60 Wasserbomben

Der Rumpf des Typ II wurde gegenüber dem Typ I überarbeitet und verbreitert. Die Geleitzerstörer konnten nun drei Doppellafetten tragen. Die Wasserbombenbewaffnung wurde verstärkt. Es wurden 36 Schiffe dieses Typs gebaut.

  • HMS Avon Vale (L06), 1958 verschrottet
  • HMS Badsworth (L03), 1946 an Norwegen (Arendal), 1965 verschrottet
  • HMS Beaufort (L14), 1946 an Norwegen (Haugesund), 1965 verschrottet
  • HMS Bedale (L26), 1942–1946 an Polen ausgeliehen (Slazak), am 27. April 1953 an Indien verkauft (Godavari, D 92), 1979 verschrottet
  • HMS Bicester (L34), 1956 verschrottet
  • HMS Blackmore (L43), 1952 an Dänemark (Esbern Snare), 1966 verschrottet
  • HMS Blankney (L30), 1959 verschrottet
  • HMS Blencathra (L24), Typ I-Bewaffnung, 1959 verschrottet
  • HMS Brocklesby (L42), Typ I-Bewaffnung, 1968 verschrottet
  • HMS Bramham (L51), 1943 an Griechenland (Themistokles), 1966 verschrottet
  • HMS Calpe (L71), am 28. Februar 1952 an Dänemark (Rolf Krake), 1966 verschrottet
  • HMS Chiddingfold (L31), am 18. Juni 1954 an Indien (Ganga), 1975 verschrottet
  • HMS Cowdray (L52), von März bis Juni 1944 an Griechenland ausgeliehen (Admiral Hastings); da die griechische Marine jedoch meuterte, wurde sie nie für Griechenland in Dienst gestellt; 1959 verschrottet
  • HMS Croome (L62), 1957 verschrottet
  • HMS Dulverton (L63), am 13. November 1943 von deutscher Dornier Do 217 mit Hs 293-Gleitbombe vor der Insel Kos schwer beschädigt, aufgegeben und von HMS Belvoir (L32) versenkt
  • HMS Eridge (L68), am 29. August 1942 vor Daba (Ägypten) von italienischem Schnellboot schwer beschädigt, wurde nach Alexandria geschleppt, diente bis zur Verschrottung 1946 als Wohnschiff
  • HMS Exmoor (II) (L08) (ex HMS Burton), 1952 an Dänemark (Valdemar Sejr), 1966 verschrottet
  • HMS Farndale (L70), 1962 verschrottet
  • HMS Grove (L77), am 12. Juni 1942 von U 77 vor Sollum (Ägypten) versenkt
  • HMS Heythrop (L85), am 20. März 1942 ca. 60 km nord-östlich von Bardia (Libyen) von U 652 torpediert, später im Schlepp von HMS Eridge (L68) gesunken
  • HMS Hursley (L84), 1943 bis 1959 an Griechenland ausgeliehen (Kriti), 1960 verschrottet
  • HMS Hurworth (L28), am 22. Oktober 1943 nach Minentreffer vor der Insel Kalymnos gesunken
  • HMS Lamerton (L88), am 27. April 1953 an Indien (Gomati), 1975 verschrottet
  • HMS Lauderdale (L95), vom 4. Mai 1946 bis 12. November 1959 an Griechenland ausgeliehen (Aigaion), 1960 verschrottet
  • HMS Ledbury (L90), 1958 verschrottet
  • HMS Liddesdale (L100), Typ I-Bewaffnung, 1948 verschrottet
  • HMS Middleton (L74), 1957 verschrottet
  • HMS Oakley (I) (L72), am 30. Mai 1941 an die exil-polnische Marine ausgeliehen (Kujawiak), am 16. Juni 1942 nach Minentreffer vor Malta gesunken
  • HMS Oakley (II) (L98) (ex HMS Tickham), am 2. Oktober 1958 an die Bundesrepublik Deutschland verkauft (Gneisenau (F 212)), 1972 verschrottet
  • HMS Puckeridge (L108), am 6. September 1943 ca. 60 km östlich von Gibraltar von U 617 versenkt
  • HMS Silverton (L115), 1941 bis 1946 an Polen ausgeliehen (Krakowiak), 1959 verschrottet
  • HMS Southwold (L10), am 24. März 1942 nach Minentreffer vor Malta gesunken
  • HMS Tetcott (L99), 1956 verschrottet
  • HMS Wheatland (L122), 1959 verschrottet
  • HMS Wilton (L128), 1959 verschrottet
  • HMS Zetland (L59), 1954 an Norwegen (Tromsø), 1960 verschrottet

Typ III[Bearbeiten]

Hunt-Klasse
Typ III
Royal Navy
Technische Daten
Schiffstyp: Geleitzerstörer
Einheiten: 28
Verdrängung: 1050 ts Standard; 1610 ts max.
Länge: 85,3 m
Breite: 10,16 m
Tiefgang: 3,58 m
Antrieb: 2 Admirality-3-Trommel-Dampfkessel
2 Parsons-Dampfturbinen mit Einfachgetriebe
19.000 PSw (13.965 kW)
Geschwindigkeit: 26 kn (48 km/h)
Reichweite: 2350 sm bei 20 kn und 272 t Treibstoff (4350 km)
Besatzung: 146
Bewaffnung: 4 × 4-Zoll-Geschütze (2 × 2)
4 × Ordnance QF 2-Pfünder-Flak (1 × 4)
2 × 20-mm-Oerlikon-Flak
2 Torpedorohre Ø 53,3 cm
30–70 Wasserbomben

Die Einheiten des Typ III wurden ab 1941 in Dienst gestellt. Eine Geschützlafette wurde weggelassen und durch Torpedo-Bewaffnung ersetzt. Die Schiffe, die nicht verloren gingen oder verkauft wurden, wurden in den frühen 1960er-Jahren verschrottet. Insgesamt wurden 28 Schiffe vom Typ III gebaut.

  • HMS Airedale (L07), am 15. Juni 1942 von deutschen Junkers Ju 87 ca. 160 km nord-östlich von Derna (Libyen) schwer beschädigt; aufgegeben und von HMS Aldenham (L22) und HMS Hurworth (L07) versenkt
  • HMS Albrighton (L12), am 14. Mai 1959 an die Bundesrepublik Deutschland verkauft, Raule (F 217), 1969 verschrottet.
  • HMS Aldenham (L22), am 14. Dezember 1944 nach Minentreffer ca. 50 km nord-westlich von Zadar gesunken
  • HMS Belvoir (L32), 1957 verschrottet
  • HMS Blean (L47), am 11. Dezember 1942 ca. 100 km westlich von Oran von U 443 versenkt
  • HMS Bleasdale (L50), 1956 verschrottet
  • HMS Bolebroke (L65), 1942 bis 1959 an Griechenland ausgeliehen (Pindos), 1960 verschrottet
  • HMS Border (L67), 1942 an Griechenland (Adrias); nach Minentreffer am 22. Oktober 1943 vor der Insel Kalymnos nicht repariert, 1945 verschrottet
  • HMS Catterick (L81), 1946 an Griechenland verkauft (Hastings), 1963 verschrottet
  • HMS Derwent (L83), nach Lufttorpedotreffer von deutscher Junkers Ju 88 im Hafen von Tripolis am 19. März 1943 nicht repariert, 1946 verschrottet
  • HMS Easton (L09), 1953 verschrottet
  • HMS Eggesford (L15), 1957 an die Bundesrepublik Deutschland verkauft, Brommy (F 218), 1962 im Sturm vor Dover schwer beschädigt, 1972 bis 1977 Zielschiff für Schnellboote, 1979 verschrottet.
  • HNoMS Eskdale (L36), 1942 an Norwegen (Eskdale), am 14. April 1943 22 km nord-östlich der Halbinsel The Lizard von den deutschen Schnellbooten S 65, S 90 und S 112 versenkt
  • HNoMS Glaisdale (L44), 1942 an Norwegen ausgeliehen, 1946 von Norwegen gekauft (KNM Narvik), 1961 verschrottet
  • HMS Goathland (L27), nach Minentreffer am 24. Juli 1944 31 km nordöstlich von Courseulles (Normandie) nicht mehr repariert, 1946 verschrottet
  • HMS Haldon (L19), 1942 an die Freien Französischen Streitkräfte (FFL) ausgeliehen (La Combattante), nach Minentreffer am 23. Februar 1945 im The Wash gesunken (andere Quellen nennen Torpedotreffer durch U 5330 als Grund)
  • HMS Hatherleigh (L53), 1942 bis 1959 an Griechenland ausgeliehen (Kanaris), 1960 verschrottet
  • HMS Haydon (L75), 1958 verschrottet
  • HMS Holcombe (L56), am 12. Dezember 1943 von U 593 vor Bougie (Algerien) versenkt
  • HMS Limbourne (L57), am 22. Oktober 1943 vor der Île-de-Batz vom deutschen Torpedoboot T 22 zusammen mit dem Kreuzer HMS Charybdis versenkt
  • HMS Melbreak (L73), 1956 verschrottet
  • HMS Modbury (L91), 1942 bis 1959 an Griechenland ausgeliehen (Miaoulis), 1960 verschrottet
  • HMS Penylan (L89), am 3. Dezember 1942 vom deutschen Schnellboot S 115 10 km südlich des Start Point im Ärmelkanal versenkt
  • HMS Rockwood (L39), am 11. November 1943 vor der Insel Kos von deutscher Hs-293-Gleitbombe schwer beschädigt; nicht repariert, 1946 verschrottet
  • HMS Stevenstone (L16), 1959 verschrottet
  • HMS Talybont (L18), 1961 verschrottet
  • HMS Tanatside (L69), 1946 an Griechenland verkauft (Adrias (II)), 1964 verschrottet
  • HMS Wensleydale (L86), nach Kollision mit dem Panzerlandungsschiff HMS LST-367 am 21. November 1944 nicht mehr repariert, 1946 verschrottet

Typ IV[Bearbeiten]

Hunt-Klasse
Typ IV
Royal Navy
Technische Daten
Schiffstyp: Geleitzerstörer
Einheiten: 2
Verdrängung: 1175 ts Standard; 1700 ts max.
Länge: 90,22 m
Breite: 9,6 m
Tiefgang: 2,36 m
Antrieb: 2 Admirality-3-Trommel-Dampfkessel
2 Parsons-Dampfturbinen mit Einfachgetriebe
19.000 PSw (13.965 kW)
Geschwindigkeit: 29 kn
Reichweite: 3500 sm bei 14 kn (6480 km)
Besatzung: 146
Bewaffnung: 6 × 4-Zoll-Geschütze (3 × 2)
4 × Ordnance QF 2-Pfünder-Flak (1 × 4)
2 × 20-mm-Oerlikon-Flak
3 Torpedorohre Ø 53,3 cm
30 Wasserbomben

Thornycroft erweiterte und vergrößerte den Entwurf der Hunt-Klasse zum Typ IV. Zwei Schiffe wurden gebaut.

  • HMS Brecon (L76), 1962 verschrottet
  • HMS Brissenden (L79), 1965 verschrottet

Literatur[Bearbeiten]

  • Mike J. Whitley: Zerstörer im Zweiten Weltkrieg. Motorbuchverlag, Stuttgart, 2. Auflage 1997, ISBN 3-613-01426-2.
  • Günter Kroschel, Klaus-Jürgen Steindorff: Die Deutsche Marine 1955–1985, Schiffe und Flugzeuge. Wilhelmshaven 1985, Verlag Lohse – Eissing, ISBN 3-92-0602-30-7.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hunt-Klasse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien