Hani-Reisterrassen

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Reisterrassen in Yunnan

Die Honghe Hani Reisterrassen wurde von der UNESCO in die Liste der Weltkulturerbeobjekte aufgenommen.

Damit hat China zurzeit 47 Weltkulturerbeobjekte. Dies wird nur von Italien mit einer Zahl von 50 Weltkulturerbeobjekte übertroffen.

Am 22. Juni 2013 beschloss das Welterbekomitee der UNESCO bei der 37. Welterbekonferenz in der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh, die Honghe-Hani-Reisterrassen in der südchinesischen Provinz Yunnan als Weltkulturerbe anzuerkennen. Wortlaut: „Das Volk der Hani hat aus dem dichten Wald ein außergewöhnlich komplexes System bewässerter Reisterrassen geformt“.

In Yunnan sind die Reisterrassen bereits seit 2003 als Schutzzonen im Nationalpark der „Drei parallel verlaufenden Flüsse“ auf der Welterbeliste.

Lage[Bearbeiten]

Die sich in der südchinesischen Provinz Yunnan befindenden Honghe-Hani-Reisterrassen haben eine Geschichte von mehr als 1300 Jahren. Bis heute bauen die Einwohner noch auf den Terrassen Reis an.

Die Reisterrassen verteilen sich am ganzen südlichen Ufer des Hong He, beispielsweise in den Kreisen Yuanyang, Lüchun und Jinping des Autonomen Bezirks Honghe der Hani und Yi. Besonders sind die Reisterrassen in Yuanyang mit einer Fläche von 12.6 Tausend ha (ca. 126 Quadratkilometer, Berlin: 883 Quadratkilometer) der berühmteste Teil. Weil Yuanyang eine reiche Quelle, feuchte Luft und wechselhaften Nebel hat, bildet hier immer eine lebendige Landschaft.

Reisterrassenkultur[Bearbeiten]

Bada-Reisterrassen

Vor 2000 Jahren siedelten die Vorfahren der Hani nach Honghe in Yunnan um und legten dort die erste Reisterrasse auf einem Berghang an. Danach wurden Schritt für Schritt Wasserkanäle gebaut. Durch das Kanalsystem nutzen die Menschen das natürliche Regenwasser der Hochgebirgen zur Bewässerung.

Außerdem züchten sie in den Reisterrassen Fische. Die Reisterrassen bieten den Fischen genug Wasser und Nahrung, beispielsweise Wasserpflanzen oder Insekten. Gleichzeitig erhält der Wasserreis natürlichen Dünger von den Fischen.

Generationen der Hani-Nationalität arbeiten auf den Reisterrassen und streben immer nach einer Balance zwischen Natur und Menschen.

Yuanyang-Reisterrassen[Bearbeiten]

Die Reisterrassen in der Provinz Yunnan verteilen sich über das südliche Ufer des Honghe-Flusses (Kreis Yuanyang, Jinping, Lüchun und Honghe). Hier sind die Yuanyang-Reisterrassen eher konzentrisch.

Die Yuanyang-Reisterrassen befindet sich im Kreis Yuanyang, wo man überall steile Bergkette und Hochgebirge sieht. Die Reisterrassen werden auf den ca. 2000 Metern hohen Berghängen, bei 15 - 75 Grad Steigung, mit Stützmauern angelegt. Die Abstufung der Reisterrassen kann über 3700 sein.

Die Yuanyang-Reisterrassen bestehen aus drei Hauptlandschaftszone (Duoyishu Reisterrassen, Laohuzui-Reisterrassen, Bada-Reisterrassen) und ein paar Reisterrassen im Kleinformat.

Duoyishu-Reisterrassen[Bearbeiten]

Die Duoyishu-Reisterrassen befinden sich 55 Kilometer von Yuanyang entfernt. Diese Landschaftszone besteht aus fünf Dörfern der Hani-Nationalität und vier Dörfern der Yi-Nationalität inklusive den Reisterrassen mit einer Fläche von 400 Hektar bzw. 16.000 Hektar Urwald.

Laohuzui-Reisterrassen[Bearbeiten]

Die Laohuzui-Reisterrassen werden Tiger-Maul-Reisterrassen genannt, weil sie wie das Maul eines Tigers aussehen. Sie befinden sich 50 Kilometer südlich von Yuangyang. Wegen des steilen Reliefs und der wuchtigen Landschaft werden die Reisterrassen Laohuzui „Plastik der Erde“ genannt.

Bei Sonnenuntergang scheint die Sonne auf den Reisterrassen, wegen der Strahlenbrechung zeigen die Reisterrassen unterschiedliche Farben.

Bada-Reisterrassen[Bearbeiten]

Die Bada Reisterrassen haben eine Fläche von 950 Hektar.

Weblinks[Bearbeiten]