Norbulingka

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Tibetische Bezeichnung
Tibetische Schrift:
ནོར་བུ་གླིང་ཀ
Wylie-Transliteration:
nor bu gling kha
Aussprache in IPA:
[noːpuliŋka]
Offizielle Transkription der VRCh:
Norbulingka
THDL-Transkription:
Norbulingka
Andere Schreibweisen:
Norbulinka
Chinesische Bezeichnung
Traditionell:
羅布林卡
Vereinfacht:
罗布林卡
Pinyin:
Luóbùlínkǎ

Der Norbulingka ist ein Palast und ein Park in Lhasa (Tibet, China), der als Sommerresidenz des Dalai Lama diente.

Geschichte[Bearbeiten]

An der Stelle der Anlage befand sich ursprünglich ein Weidenhain. Der Vertreter (Amban) des chinesischen Kaisers der Qing-Dynastie in Lhasa ließ für den 7. Dalai Lama einen Palast[1] errichten. 1755 ließ der 7. Dalai Lama daneben einen weiteren Palast[2] errichten und die ganze Anlage erhielt den Namen Norbulingka („Juwelengarten“). Seit etwa 1780 diente der Norbulingka als traditionelle Sommerresidenz des Dalai Lama – vom vierten bis zum neunten Monat des traditionellen tibetischen Kalenders.[3]

Nach der Eingliederung Tibets in die Volksrepublik China im Jahr 1951 wurde von 1954 bis 1956 ein neuer Palast für den 14. Dalai Lama auf dem Gelände errichtet.

Während des Aufstands von 1959 und nach der Flucht des Dalai Lama wurde der Norbulingka bei den Kämpfen beschädigt.

Heute ist der Norbulingka ein öffentlich zugängliches Museum. Der Park hat eine Fläche von 36 Hektar.[3]

Seit 1988 steht der Norbulingka auf der Liste der Denkmäler der Volksrepublik China und seit 2001 ist er als Teil des „Historischen Komplexes des Potala-Palastes“ Weltkulturerbe der UNESCO.

Galerie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • ལྗོངས་རིག་དངོས་དོ་དམ / Xīzàng zìzhìqū wénguǎnhuì 西藏自治区文管会 (Hg.): ནོར་བུ་གླིང་ག་ / Luóbùlínkǎ jiǎnzhì 罗布林卡简志, Lhasa, Xīzàng rénmín chūbǎnshè 西藏人民出版社 2004, ISBN 7-223-01503-9.

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. chin. Transkription Niǎoyáo Pōzhāng 鸟尧颇章 bzw. Übersetzung Liángtínggōng 凉亭宫.
  2. chin. Transkription Gésāng Pōzhāng 格桑颇章 bzw. Übersetzung Xiànjiégōng 贤劫宫.
  3. a b Guójiā cèhuìjú dìmíng yánjiūsuǒ 国家测绘局地名研究所, Xīzàng dìmíng 西藏地名 / bod ljongs sa ming བོད་ལྗོངས་ས་མིང (Tibetische Ortsnamen), Beijing, Zhōngguó Zàngxué chūbǎnshè 中国藏学出版社 1995; ISBN 7-80057-284-6, S. 288.

29.65441666666791.091583333333Koordinaten: 29° 39′ 15,9″ N, 91° 5′ 29,7″ O