Hartmut Schulze-Gerlach

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Hartmut Schulze-Gerlach auf dem Höhlerfest in Gera, 2008

Hartmut „Muck“ Schulze-Gerlach (* 19. Februar 1948 in Dresden) ist ein deutscher Sänger und Fernsehmoderator.

Leben[Bearbeiten]

Hartmut Schulze-Gerlach ist einer der Söhne der Schriftstellerin Tine Schulze-Gerlach (1920–2011). Er wuchs in Radebeul auf. Nachdem er als gelernter Betonbauer zunächst in verschiedenen Berufen wie Kraftfahrer, Winzer, Briefträger oder Hafenarbeiter und in Musikgruppen tätig war, wurde er über die „Peter-Baptist-Combo“ zum Sänger und Komponisten.

1973 trat er in den „Gerd Michaelis Chor“ ein. Als Solist hatte er unter dem Pseudonym „Muck“, seinem Spitznamen aus Kindertagen, den Hit Isabell. 1976 verließ er den Gerd-Michaelis-Chor.

Am 1. Dezember 1976 gründete er den Chor CANTUS. Zum Ensemble gehörten die Sängerinnen Tina Lenz, Gisela Klesch, Silvia Kottas, Evelin Merzdorf und die Sänger Benno Penssler, Vladi Slezak, Jens Hohäuser und Norbert Wolf.[1]

1977 erschien seine Debüt-LP Muck mit dem Hit Hey, kleine Linda. Weitere bekannte Lieder von Muck sind Isabell, Lady in Weiß, Leben im Wunderland, Tini, verzeih mir doch, Schokolade, Denn am Morgen scheint wieder die Sonne, Der kleine Muck, Wandern wir mal, Die richtige Frau und Heut’ schlafen die Engel (mit Uta Bresan).

Als Komponist und Arrangeur schrieb er zahlreiche Titel für Andreas Holm, Thomas Lück und das Gesangsduo Monika Hauff & Klaus-Dieter Henkler.[1]

1981 begann Schulze-Gerlach seine zweite Karriere als Fernsehmoderator: In seiner Show Sprungbrett bot er jungen Talenten Auftrittsmöglichkeiten. Dazu gehörte Linda Feller, die hier ihren ersten öffentlichen Auftritt hatte und in den ersten Jahren ihrer Laufbahn von Schulze-Gerlach künstlerisch begleitet wurde. Seit 1993 moderiert er die monatliche Fernsehreihe Damals war’s beim MDR Fernsehen.

In den 1990er Jahren trat Schulze-Gerlach zeitweilig unter dem Pseudonym „Thommy Raiker“ auf. Er lebt mit seiner Frau und zwei Kindern auf der Insel Rügen.

Diskografie (Alben)[Bearbeiten]

  • 1977: Muck (Amiga)
  • 1979: Muck 2 (Amiga)
  • 1982: Episoden (Amiga, mit dem Cantus-Chor)
  • 1986: Eine Sekunde der Ewigkeit (Amiga)
  • 2000: Hey, kleine Linda (mit Linda Feller)
  • 2001: Es ist so leicht, dich zu lieben

Literatur[Bearbeiten]

  •  H. P. Hofmann: Beat Lexikon. Interpreten, Autoren, Sachbegriffe. VEB Lied der Zeit Musikverlag, Berlin (Ost) 1977.
  • Helga Heine: Hartmut Schulze Gerlach, genannt Muck. In: 44 Schlagerinterpreten, VEB Lied der Zeit, Musikverlag, Berlin (DDR) 1978, Seite 161–163

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hartmut Schulze-Gerlach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Helga Heine: Hartmut Schulze Gerlach, a. a. O., Seite 162