Haskell Wexler

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Haskell Wexler (* 6. Februar 1922[1] in Chicago, Illinois) ist ein US-amerikanischer Kameramann und Regisseur.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Nach dem Besuch der University of California, Berkeley und Dienst in der US-amerikanischen Handelsmarine im Zweiten Weltkrieg drehte Wexler Industriefilme und arbeitete als Kameraassistent. Bereits 1953 war er an der Regie des Kurz-Dokumentarfilms The Living City beteiligt, der auch für den Oscar nominiert war.[2][3]

1960 gab er sein Debüt als Kameramann mit dem dokumentarischen Spielfilm Das grausame Auge (The Savage Eye). 1965 produzierte und inszenierte er seinen ersten eigenen Film, The Bus. Als Regisseur drehte er vornehmlich Dokumentar-, aber auch Spielfilme. Seine vor dem Hintergrund der Ausschreitungen während der Democratic National Convention angesiedelte Medienkritik Medium Cool (1969) wurde 2003 in das National Film Registry der Library of Congress aufgenommen.

Wexlers Kompromisslosigkeit als Kameramann führte wiederholt zu Konfrontationen mit seinen Regisseuren, darunter Elia Kazan und Miloš Forman, der ihn vom Set von Einer flog über das Kuckucksnest entfernen und den Film durch Bill Butler fertigstellen ließ.[4]

Wexler ist mit der Schauspielerin Rita Taggart verheiratet. Seine aus früheren Ehen stammenden Söhne Mark und Jeff Wexler[5] sind ebenfalls im Filmgeschäft tätig. 2005 erschien eine Dokumentation über Haskell Wexler, Tell Them Who You Are, produziert von seinem Sohn Mark.[4]

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Academy Awards
American Society of Cinematographers
  • 1990 ASC Award für Blaze – Eine gefährliche Liebe
  • 1993 Lifetime Achievement Award
National Society of Film Critics Awards
Los Angeles Film Critics Association
  • 1976 LAFCA Award für Dieses Land ist mein Land
Internationales Filmfestival Mannheim-Heidelberg
  • 1969 Großer Preis von Mannheim-Heidelberg für Medium Cool
Weitere Ehrungen

Filmographie (Auswahl)[Bearbeiten]

Als Kameramann[Bearbeiten]

Als Regisseur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Haskell Wexler: The Hollywood Interview auf haskellwexler.com
  2. Eugene P. Walz, John Harrington, Vincent DiMarco: Frames of Reference: Essays on the Rhetoric of Film, Kendall/Hunt 1972, S. 23.
  3. Eintrag zu Haskell Wexler auf der Internet Encyclopedia of Cinematographers, abgerufen am 20. Juni 2012.
  4. a b Unflinching film of Haskell Wexler exposes the son too, Artikel in der Los Angeles Times vom 3. Mai 2005, abgerufen am 20. Juni 2012.
  5. Tell Them Who You Are, Associated Press Review vom 18. Mai 2005 auf Wexworld.com, abgerufen am 20. Juni 2012.