Heinrich Dietrich von Grolman

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Gemälde von Carl Joseph Begas um 1835

Heinrich Dietrich Grolman, seit 1786 von Grolmann, (* 31. Dezember 1740 in Bochum; † 21. Oktober 1840 in Berlin) war Jurist, preußischer Wirklicher Geheimer Rat, Präsident des Geheimen Obertribunals und Mitglied des Staatsrats.

Leben[Bearbeiten]

Dietrich von Grolman studierte, in Kleve vorgebildet, in Halle und Göttingen die Rechte und begann seine praktische juristische Laufbahn bei der Regierung in Kleve, worauf er 1765 Kammergerichtsrat in Berlin und später Pupillenrat (Vormundschaftsrat) wurde.

Er war mit Maria Susanna Maercker (1744–1825) verheiratet, Tochter des Kriminalrats Arnold Georg Maercker († 1758). 1777 wurde sein Sohn geboren, der spätere General Karl von Grolman.

1786 wurde er geadelt. Schon damals zu den ausgezeichneten Rechtsgelehrten Preußens zählend, wurde er 1787 als Geheimer Justizrat zum Mitglied der Gesetzkommission ernannt und war bei der Ausarbeitung des preußischen Allgemeinen Landrechts als Mitarbeiter tätig.

1793 wurde er zum Rat und 1804 zum Präsidenten des Geheimen Obertribunals befördert sowie bei Erschaffung des Staatsrats 1817 zum Mitglied desselben ernannt. Nach 67-jähriger amtlicher Tätigkeit erhielt er 1833 seine Entlassung aus dem Staatsdienst und den Schwarzen Adlerorden verliehen.

Das Grab Grolmans

Er verstarb kurz vor seinem 100. Geburtstag und wurde bei seinen Familienmitgliedern auf dem Friedhof II der Jerusalems- und Neuen Kirchengemeinde beigesetzt.[1]

Als Mitautor des preußischen Allgemeinen Landrechts von 1794 war er vermutlich auch 1874 Namenspate der im Charlottenburger „Juristenviertel“ über den Savignyplatz führenden Grolmanstraße – Savigny war nachfolgend (1820) Bearbeiter des Landrechts.[2]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Heinrich Dietrich von Grolman – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hans-Jürgen Mende: Lexikon Berliner Grabstätten. Haude und Spener, Berlin 2006, S. 111.
  2. Grolmanstraße. In: Straßennamenlexikon des Luisenstädtischen Bildungsvereins (beim Kaupert) – In der Ausgabe 1998 wurden hier irrtümlich die Lebensläufe von Vater und Sohn vermengt, ab 2005 nur der Sohn belassen.
Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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