Henschel Hs 126

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Henschel Hs 126
Henschel Hs 126
Typ: Aufklärungsflugzeug
Entwurfsland: Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich
Hersteller: Henschel Flugzeug-Werke AG
Erstflug: 1936
Indienststellung: 1938
Produktionszeit: 1938 - 1942
Stückzahl: 913

Die Hs 126 war ein im Zweiten Weltkrieg eingesetztes deutsches Nahaufklärungsflugzeug.


Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Entwicklung

Auf der Basis der Hs 122 A-0 entwickelten die Henschel Flugzeug-Werke AG die Hs 126 V1 mit einem Junkers Jumo 210 Motor, die im Herbst 1936 erstmals flog. Die beiden im Frühjahr 1937 folgenden Prototypen V2 und V3 erhielten einen BMW Bramo Fafnir 323 A-1 - Sternmotor. Bei der Erprobung stellte sich heraus, dass die Maschine den militärischen Anforderungen an einen Nahaufklärer, der ebenfalls zur Artillerieaufklärung sowie für Verbindungsaufgaben geeignet sein sollte, bestens entsprach. Henschel baute zunächst eine Vorserie von zehn Hs 126 A-0 zur Untersuchung durch die Luftwaffe und ab Anfang 1938 erreichte die erste Serienversion Hs 126 A-1 die Aufklärungsgruppe 35, um die veralteten Typen He 45 und He 46 zu ersetzen. Sechs dieser Maschinen dienten im Spanischen Bürgerkrieg bei der Aufklärungsstaffel 88 der Legion Condor in La Sénia (spanischer Spitzname "Super Pavo") und 16 Stück wurden an Griechenland geschickt. Im Sommer 1939 erschien die Hs 126 B-1 mit Verstellpropeller und stärkerem Motor. Bis Frühjahr 1942 dienten die mehr als 600 hergestellten Hs 126 in der vordersten Linie an allen Fronten, danach wurden sie durch die Fw 189 abgelöst und nur noch als Schulungs- und Segelschleppflugzeuge verwendet. Ab Ende 1943 wurde die Hs 126 als Nachtschlachtflugzeug in den Nachtschlachtgruppen 11 und 12 an der Ostfront bis zum Ende des Krieges eingesetzt. 913 Exemplare wurden bis Ende 1942 von den Henschel-Werken und AGO (483 bzw. 430 Stück), insgesamt produziert. März 1944 waren davon noch 174 einsatzbereit.

Die Hs 126 war ein abgestrebter Hochdecker in Baldachinbauweise mit leicht nach hinten gepfeilten Tragflächen, die sich über der Mittellinie des Rumpfes verbanden, diese waren durch N- bzw. V-Streben mit dem Rumpf verbunden. Sie besaßen geschlitzte Querruder an der Flächenhinterkante und hydraulisch zu bewegende Klappen. Die Haupträder des starren Fahrwerks waren verkleidet, jedoch wurden im Einsatz die Verkleidungsbleche häufig entfernt.

[Bearbeiten] Technische Daten

Kenngröße Daten (Henschel Hs 126B-1)
Besatzung 1 Pilot und 1 Beobachter / Schütze
Länge    10,85 m
Höhe    3,75 m
Flügelspannweite    14,50 m
Tragflügelfläche    31,60 m²
Leermasse    2030 kg
Startmasse    3090 kg
Bewaffnung    1 × 7,92-mm-MG 17 im Bug, 1 × flexibel 7,92-mm-MG 15 und 1 × 50-kg-Bombe SC 50 oder 5 × 10-kg-Bomben
Triebwerk    1 Bramo 323A-1 9-Zylinder-Sternmotor mit 634 kW (850 PS)
Höchstgeschwindigkeit    310 km/h in Bodennähe und 365 km/h bei 3000 m Höhe
Reisegeschwindigkeit    300 km/h
Steigleistung    550 m/min
Reichweite    998 km
Dienstgipfelhöhe    8530 m
Flächenbelastung    97,8 kg/m²
Max. Flugdauer    -

[Bearbeiten] Siehe auch

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