Hessisches Kegelspiel

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Hessisches Kegelspiel (von Osten)
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Das Hessische Kegelspiel ist eine Anordnung kegelförmiger Vulkanberge im nordwestlichen, flachsten Teil der Rhön in Osthessen, Deutschland. Die beeindruckende Kuppenansammlung befindet sich in den Landkreisen Hersfeld-Rotenburg und Fulda im Nordwestteil der Kuppenrhön östlich von Eiterfeld und südlich von Schenklengsfeld.

Geologie und Geschichte[Bearbeiten]

Der Kern dieser Kuppen, die wegen ihrer Gleichförmigkeit und der Anzahl der Berge Hessisches Kegelspiel genannt werden, besteht aus zumeist hexagonalen Basaltsäulen (siehe dazu unter Stoppelsberg), die beim Abkühlen der Lava entstanden.

Der Sage nach betrieben hier Riesen eine Kegelbahn, der Stoppelsberg stellte die Kugel dar.

Berge[Bearbeiten]

Blick von Schenklengsfeld-Wippershain (von Norden) zum Hessischen Kegelspiel

Die neun eigentlichen Berge des Hessischen Kegelspiels sind – sortiert nach Höhe in Meter (m) über Normalhöhennull (NHN):[1]

Der Gehilfersberg (456 m) gehört jedoch nicht zum Kegelspiel, auch wenn man es der geographischen Lage nach vermuten könnte.[2] Ferner zählt zum Hessischen Kegelspiel der Stoppelsberg (523,9 m, mit Ruine der Burg Hauneck), der im Westen bereits außerhalb der eigentlichen Rhön liegt. Dies stammt von einem volkstümlichen Merksatz, der Hübels- und Gehilfersberg nicht berücksichtigte:

„Ein Wiesel trägt auf seinem Rücken einen Apfel durch ein Stoppelfeld in einen kleinen, morschen Stall auf einer Lichtung, so is es.“[3]

Damit sind Wissels-, Rückers-, Appels-, Stoppels-, Klein-, Mors-, Stall-, Licht- und Soisberg als die neun Berge des Kegelspiels beschrieben. Eine alternative, etwas kürzere Form lautet: „Es trägt das kleine Wiesel auf seinem lichten Rücken, durch Moor und Hügel, den Apfel in den Stall. So ist es.“[2]

Blick vom Stoppelsberg (von Westen) zum Hessischen Kegelspiel

Literatur[Bearbeiten]

  • Jessica Schäckermann, Martin Krämer: Stallberg – markante Basaltkuppe im Kegelspiel (PDF; 473 kB) Landkreis Fulda, Hessische Verwaltungsstelle Biosphärenreservat Rhön (Hg.), 2006
  • Pralle, Ludwig: Die Wallfahrtskirche am Gehilfersberg, in: Gemeindevorstand der Gemeinde Rasdorf (Hrsg.): Rasdorf, Beiträge zur Geschichte einer 1200-jährigen Gemeinde, Rasdorf, 1980, S. 73 ff
  • Sturm, Erwin: Rasdorf, Geschichte und Kunst, Seite 72 ff., Fulda. 1971

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Liste und zugehörige Höhen erstellt mit DVD Hessen3D (ISBN 978-3-935603-73-7)
  2. a b Wo die Berge wie Kegel stehen – Wandern im Hessischen Kegelspiel, auf huenfeld.de
  3. Hessisches Kegelspiel, auf eiterfeld.de, eingesehen am 25. März 2009

50.7173949.841677Koordinaten: 50° 43′ 2,6″ N, 9° 50′ 30″ O