Hiawatha

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Hiawatha (Begriffsklärung) aufgeführt.
Hiawatha von Augustus Saint-Gaudens

Hiawatha („der Sucher des Wampumgürtels, in der Sprache der Onondaga auch Ayenwatha, Aiionwatha, oder Haiëñ'wa'tha[1]) ist der Name eines legendären Häuptlings, der als Mitbegründer und Führer des Irokesenbundes in der Zeit der Errichtung dieses Bundes gelebt haben soll.

Die meisten Archäologen und Anthropologen glauben, dass der Irokesenbund der Fünf Nationen Mohawk, Onondaga, Oneida, Cayuga und Seneca zwischen 1450 und 1600 gegründet wurde. 1722 bildeten sie mit den Tuscarora die Sechs Nationen.

Hiawatha war ein Nachfolger des Grossen Friedensstifters, einem Propheten und spirituellen Führer des Huronstammes, der die Vereinigung aller Irokesen prophezeite, da sie gemeinsame Vorfahren und ähnliche Sprachen hätten.

Die Erzählungen über Hiawatha unterscheiden sich bei dessen Stammeszugehörigkeit. Er soll entweder ein Häuptling bei den Onondaga oder bei den Mohawk (früher Canienga genannt) gewesen sein[2]. Mit deren Hilfe und mit Hilfe seiner Redekunst gelang es Hiawatha, seine Idee umzusetzen.

Henry Wadsworth Longfellow widmete ihm 1855 das Epos The Song of Hiawatha. Mike Oldfield benutzte 1978 Teile aus dem Hiawatha-Poem für sein Album Incantations. Eine große Rolle spielt das Poem auch in Antonín Dvořáks 9. Sinfonie.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. William Bright: Native American Place Names of the United States. University of Oklahoma Press, Norman 2004, ISBN 0-8061-3576-X Seite 166
  2. Geschichte der Irokesen (englisch)