Hidden Peak
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
| Hidden Peak/Gasherbrum I | ||
|---|---|---|
|
Die Südwestseite des Hidden Peak |
||
| Höhe | 8.080 m | |
| Lage | Pakistan, China | |
| Gebirge | Karakorum | |
| Dominanz | 24,04 km → K2 | |
| Schartenhöhe | 2.155 m ↓ Sattel der Winde/Skyang-La | |
| Geographische Lage | 35° 43′ 32″ N, 76° 41′ 44″ OKoordinaten: 35° 43′ 32″ N, 76° 41′ 44″ O | |
|
|
||
| Erstbesteigung | 5. Juli 1958 durch Peter K. Schoening und Andrew Kauffman | |
| Normalweg | Hochtour (vergletschert) | |
Der Hidden Peak, auch Gasherbrum I oder K5 ist der Hauptgipfel der Gasherbrum-Gruppe und mit 8080 Meter der elfthöchste aller Achttausender.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Lage
Er liegt im Karakorum zwischen dessen pakistanisch kontrolliertem Teil und dem chinesisch beanspruchten Shaksgam-Tal und gehört zum berühmtesten Teil des Karakorum, dem Baltoro Muztagh. Im Baltoro liegt er ganz zuhinterst, viele Kilometer östlich des zentralen Concordiaplatzes, an dem sich die Quellgletscher des Baltorogletschers zu einem großen Strom vereinigen. Er ist versteckt hinter der Gruppe der Gasherbrum IV, V und VI, und nur wenige Kilometer vom Conway-Sattel entfernt, der den Übergang in den indisch kontrollierten Teil des Karakorum vermittelt. Von allen Seiten ist er nur durch kilometerlange Gletschermärsche erreichbar.
Der Name 'Hidden Peak' stammt vom britischen Forschungsreisenden William Martin Conway und wurde einerseits deshalb verwendet, da der Berg vom Baltoro-Gletscher aus nicht zu sehen ist und andererseits zur besseren Unterscheidung von seinem Nachbarn, dem Gasherbrum II.
Sein Nordgrat fällt zum Sattel Gasherbrum-La hin ab, der Gegenanstieg führt schließlich auf den G II. Der Südostgrat, auch Urdok-Kamm genannt, setzt sich über die Urdok-Gipfel bis zum Sia Kangri fort. Der steile Westgrat führt vom Gasherbrum-Kessel zum Gipfel. Vorläufiger Endpunkt des Südwestpfeilers ist der 7109 m hohe Nebengipfel Gasherbrum Süd, aufgrund seiner Position am Südostende (bzw. -anfang) des Gasherbrumkessels auch als G 0 bezeichnet.[1] Südöstlich davon liegt der IHE-Sporn, benannt nach der von G. O. Dyhrenfurth geleiteten Internationalen Himalaya Expedition 1934. Ihn empfahl Dyhrenfurth als vermutlich leichtesten Aufstiegsweg, die Erstbesteiger folgten dieser Route.
[Bearbeiten] Besteigungsgeschichte
Die Erstbesteigung gelang einer US-amerikanischen Expedition unter Nicolas Clinch durch Peter K. Schoening und Andrew Kauffman am 4./5. Juli 1958 über den IHE-Sporn und den Südostgrat. Am 10. August 1975 gelang Reinhold Messner und Peter Habeler in einer Zwei-Mann-Expedition (mit nur zwölf Trägern bis zum Basislager) über eine andere Route (Nordwestwand) die zweite Besteigung und dabei die erste Besteigung eines Achttausenders im Alpinstil. Einen Tag später erreichten Hanns Schell, Robert Schauer und Herbert Zefferer im Expeditionsstil den Gipfel über den Weg der Erstbesteiger. Währenddessen gelang ihnen (und weiteren Mitgliedern ihrer Expedition) am 4. August von einem Hochlager aus die Erstbesteigung des 7300 m hohen Urdok Kangri I.[2] 1982 erreichte die Französin Marie-José Valençot als erste Frau den Gipfel. Während derselben Expedition gelang ihrem Ehemann, dem Schweizer Sylvain Saudan, die erste vollständige Skiabfahrt von einem Achttausender ins Basislager. 1984 sorgten Messner und Hans Kammerlander noch ein Mal mit der Doppelüberschreitung von G II und G I für Aufsehen an den Gasherbrums. Weniger beachtet und bis heute weitgehend unbekannt ist die Traverse von Jean-Christophe Lafaille über beide Gipfel im Jahr 1996 im Alleingang[3].
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ http://www.tik.ee.ethz.ch/~beutel/gasherbrum2006/pub/uploads/Main/g2_satmap.jpg
- ↑ American Alpine Journal 1976 S. 542 (AAJ online)
- ↑ AAJ-Bericht zur Traverse
[Bearbeiten] Literatur
- Reinhold Messner: Die Herausforderung. Zwei und ein Achttausender. BLV, München u.a. 1976, ISBN 3-405-11597-3.
- Reinhold Messner: G I und G II. Herausforderung Gasherbrum. BLV-Verlag, München 1998, ISBN 3-405-15465-0.
- Rollo Steffens: Faszination Karakorum. Die wilden Berge Asiens. Bruckmann, München 2000, ISBN 3-7654-3593-7.
- Pierre Macaigne, Karl Lüönd: Skifahren an der Grenze des Möglichen. SYLVAIN SAUDAN. Sensation im Himalaya: Skiabfahrt aus 8068m. Panorama Verlag, Altstätten/Schweiz 1983. ISBN 3-907506-61-8.
[Bearbeiten] Weblinks
Mount Everest | K2 | Kangchendzönga | Lhotse | Makalu | Cho Oyu | Dhaulagiri | Manaslu | Nanga Parbat | Annapurna | Hidden Peak | Broad Peak | Shishapangma | Gasherbrum II

